Interview


„Digitale Integration bedeutet alles für uns!“

09.04.2019

Behandlungseinheit
Behandlungseinheit

Innerhalb einer Praxisgestaltung kommt der Behandlungseinheit eine besondere Rolle zu. Sie gilt als der Dreh- und Angelpunkt für nahtlose Prozesse und einer der Grundpfeiler für den klinischen und wirtschaftlichen Erfolg sowie den Patientenkomfort. Moderne Einheiten bieten integrierte Funktionen und digitale Technologien, um die Workflows optimal zu unterstützen und reibungslose Abläufe in der Praxis zu ermöglichen. Dabei können die Anforderungen der Anwender sehr individuell sein. Dentsply Sirona pflegt einen ständigen fachlichen Austausch und die Interaktion mit Kunden, um so ihre Bedürfnisse besser kennenzulernen und diese in die Entwicklung neuer Produkte mit einfließen zu lassen. Die trenDS Redaktion hat 2 Zahnärzte zu ihren jeweiligen Arbeitsabläufen und den für sie idealen Lösungen befragt. Dr. Karsten Döring führt eine eigene Zahnarztpraxis in Erfurt, Deutschland; Dr. Carlos Barrado die Clínica Barrado in Barcelona, Spanien.

Herr Dr. Barrado, Herr Dr. Döring, Sie beide bieten in Ihren Praxen ein großes Spektrum an Spezialgebieten: Kieferorthopädie, Kinderzahnheilkunde, Endodontie, Parodontologie, allgemeine Zahnmedizin, ästhetische und chirurgische Zahnheilkunde. Wir möchten gern mit Ihnen über die Prozesse in Ihren Praxen sprechen und erfahren, welche integrierten Lösungen Ihnen bei der Komplexität Ihres Angebots Vorteile bringen.

  • Dr. Carlos Barrado

  • Dr. Carlos Barrado
    © Dr. Barrado, Dr. Döring
Dr. Karsten Döring: Bei mir spielt die Organisation rund um alle benötigten Geräte sowie deren Vernetzung eine zentrale Rolle. Die umfangreichsten Behandlungen in unserer Praxis sind Komplettsanierungen unter Vollnarkose. Diese Operationen stecken voller Überraschungen und man weiß vorher nie, was man alles brauchen wird. Ich möchte daher alle wichtigen Instrumente direkt an und am liebsten in der Behandlungseinheit haben. Das spart Zeit und schafft Platz für mehr Bewegungsfreiheit.

Können Sie da etwas konkreter werden?

  • Dr. Karsten Döring

  • Dr. Karsten Döring
    © Dr. Barrado, Dr. Döring
Dr. Karsten Döring: Wir haben am Anfang für große Sanierungen unter Vollnarkose mit Operationsliegen gearbeitet. Dafür mussten wir alle mobilen Standgeräte an der Liege aufstellen, was unsere Arbeitsabläufe behindert und die Bewegungsfreiheit des OP-Teams eingeschränkt hat. Schließlich habe ich beschlossen, auf die Behandlungseinheit Teneo umzusteigen. Hier sind viele Funktionen integriert und mein Bedienelement mit 7 Instrumentenpositionen fährt auf Knopfdruck direkt zu mir. Ich kann die Einheit motorisch in praktisch jede denkbare Position bringen und unsere Patienten sind auch unter Vollnarkose auf einem Loungepolster bequem und sicher gelagert.

Dr. Barrado, Sie arbeiten ebenfalls mit Behandlungseinheiten von Dentsply Sirona. Gewohnheit oder Überzeugung?

Dr. Carlos Barrado: Aus Überzeugung. Als ich die Praxis aufbaute, war die 1. Behandlungseinheit bereits von Dentsply Sirona – damals Siemens. Ich hatte keinerlei Probleme und war rundherum zufrieden. Das hat sich bis heute nicht geändert. Aktuell sind eine C2, 2 C8 und 2 Intego bei uns im Einsatz. Der Wartungsund Reparaturaufwand ist minimal. Und was die Ergonomie angeht, so wird meine alltägliche Arbeit einfach leichter. Generell gefallen mir an allen Geräten von Dentsply Sirona die intuitive Bedienbarkeit, der einfache Workflow und die Arbeitsqualität bei voller Integration.

Welche integrierten Funktionen nutzen Sie an der Behandlungseinheit?

Dr. Carlos Barrado: Meine Patienten sind überrascht und begeistert, wenn eine digitale Intraoralkamera direkt an der Einheit Aufnahmen macht, die zeitgleich auf dem Bildschirm erscheinen. So mache ich heute Patientenaufklärung, zeige die Situation vor und nach der Behandlung und vieles mehr. Dadurch wird das Vertrauensverhältnis zum Patienten spürbar gestärkt.

Dr. Döring, machen Sie ähnliche Erfahrungen wie Ihr spanischer Kollege?

Dr. Karsten Döring: Da ich viele chirurgische Eingriffe mache, schätze ich die Möglichkeit, per Sensoren direkt am Stuhl zu röntgen. Das nutze ich auch für die Patientenaufklärung am Bildschirm. Für mich ist das integrierte Röntgen aber ganz besonders während einer OP wichtig, da der Patient in einer solchen Situation selten mobil ist. Außerdem haben wir einige Patienten mit Behinderungen oder mobilen Einschränkungen. Auch hier spart es Zeit und bietet dem Patienten ein Höchstmaß an Komfort.

Lassen Sie uns bei den digitalen Lösungen bleiben. Dr. Barrado, wie wichtig ist die Digitalisierung in Ihrer Klinik?

  • Digitalisierung

  • Digitalisierung
    © Dr. Barrado, Dr. Döring
Dr. Carlos Barrado: Digitale Technologien haben uns beim Thema Integration meilenweit vorangebracht. Und das bedeutet alles für uns. Noch vor 13 Jahren gehörten wir mit der Installation von CEREC in meiner Praxis zu den Digital-Pionieren in Barcelona. Heute haben wir eine in jeder Hinsicht volldigitale Praxis. Alle einzelnen Module in unseren Abläufen greifen ineinander. Das ist der Fortschritt, den wir lieben, und das unterscheidet uns radikal von allen anderen.

Aber bedeutet Digitalisierung nicht auch große Lernbereitschaft des Teams?

Dr. Carlos Barrado: Von dem Moment an, als die ersten digitalen Geräte bei uns installiert wurden, haben wir jederzeit und immer Hilfe bekommen – vom Hersteller und vom Handelspartner. Dabei ging es auch um die Integration der neuen Workflows in unsere Praxisabläufe. Nicht zuletzt dadurch verlief die Umstellung zur digitalen Zahnheilkunde sehr schnell. Dabei ist es jedoch wichtig, das gesamte Personal in den Prozess einzubinden. Dann stehen alle dahinter und es macht Spaß.

Dr. Döring, setzen auch Sie auf eine Volldigitalisierung wie Ihr Kollege aus Barcelona?

Dr. Karsten Döring: Wir haben den Digitalisierungsgrad unserer Praxis auf das derzeitig mögliche maximale Niveau gebracht: Seit 1991 arbeiten wir mit einer vollständig digitalen Behandlungsdokumentation und dem entsprechenden Archivsystem. Wir nutzen eine komplett digitale Material- und Geräteverwaltung sowie Patientenaufklärung.

… und im klinischen Bereich?

Dr. Karsten Döring: Der digitale Workflow in der Implantologie bietet uns aus Sicht der Zeiteffizienz, der Qualität und Sicherheit einen besonders großen Nutzen. Wir arbeiten mit dem DVT Orthophos SL und machen bei 90% unserer Implantationen ein klassisches Backward-Planning mit Bohrschablone. Diese nutzen wir auch für die Freilegung der Implantate. Der gesamte Prozess ist ein echter Fortschritt: planungssicher, effizient und maximal substanzschonend. Wir haben einen großen Stamm von rund 10.000 Patienten von Hamburg bis Düsseldorf. Das ist für uns das wichtigste Indiz, dass unsere Prozesse und unser Angebot auf dem neuesten Stand sind.

Dr. Barrado, wie reagieren die spanischen Patienten auf integrierte digitale Lösungen?

Dr. Carlos Barrado: Sie spüren die Vorteile am eigenen Körper. Nehmen Sie CEREC. Die Patienten benötigen weniger Zeit – alles ist in einer einzigen Behandlungssitzung erledigt. Bei den chirurgischen Behandlungen können wir unseren Patienten den Eingriff zunächst virtuell vorführen und erklären. Die Handarbeit, das Personal und die technische Ausstattung eines Zahnarztes machen seine Glaubwürdigkeit aus. Ein Zahnarzt, der in Technik investiert, ist einer, der sich mit seinem Beruf auseinandersetzt, und seine Patienten erleben den Gang zum Zahnarzt ganz anders.

Vielen Dank für das Gespräch. 

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Weitere Informationen:

Weitere Inspirationen zum Thema Praxisdesign finden Sie
im neuen trenDS Magazin von Dentsply Sirona:
www.dentsplysirona.com/design-inspirationen


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