Gesellschaften/Verbände


Prof. Moritz Kebschull wird European Federation of Periodontology (EFP) anführen

23.03.2021

Vorstandsmitglied und zukünftiger Präsident der EFP, Prof. Moritz Kebschull
Vorstandsmitglied und zukünftiger Präsident der EFP, Prof. Moritz Kebschull

Am 20.03.2021 wurde Prof. Moritz Kebschull, Birmingham, nach seiner Nominierung durch die DG PARO in das Executive Committee der Europäischen Föderation für Parodontologie (EFP) gewählt. Während der Amtszeit von 5 Jahren wird Prof. Kebschull verschiedene Positionen im Vorstand einnehmen und am Ende die Präsidentschaft der EFP übernehmen.

Nach seiner Nominierung durch die DG PARO wurde Prof. Moritz Kebschull, Birmingham, auf der Generalversammlung der 37 nationalen Fachgesellschaften in das Executive Committee der Europäischen Föderation für Parodontologie (EFP) gewählt. Während der Amtszeit von fünf Jahren wird Prof. Kebschull verschiedene Positionen im Vorstand einnehmen und im Jahr 2024/2025 die Präsidentschaft dieser weltweit größten und wahrscheinlich einflussreichsten parodontologischen Vereinigung übernehmen.

Nach Prof. Lavinia Flores-de-Jacoby, Prof. Jörg Meyle und Prof. Søren Jepsen ist er nun der vierte Deutsche, der die EFP in ihrer 30-jährigen Geschichte anführen wird. In der neuen Position möchte Prof. Kebschull die sehr erfolgreiche Leitlinienarbeit und die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Parodontologie und Implantologie vorantreiben.

EFP der Dachverband von 37 parodontologischen Gesellschaften

Die EFP ist der Dachverband von 37 nationalen parodontologischen Gesellschaften in Europa und darüber hinaus von Argentinien bis Australien. Die EFP vertritt mehr als 16.000 Parodontologen, Zahnärzte, Wissenschaftler und Fachvertreter und stellt als Veranstalter der EuroPerio, dem weltweit führenden Kongress im Bereich Parodontologie und Implantologie, und als Herausgeber der impact-stärksten wissenschaftlichen Fachzeitschrift für Originalarbeiten in der Zahnmedizin, des Journal of Clinical Periodontology, eine wichtige Institution dar. Vor wenigen Jahren erneuerte die EFP gemeinsam mit der amerikanischen AAP die Klassifikation der parodontalen und periimplantären Erkrankungen und veröffentlichte im vergangenen Jahr auf dieser Klassifikation aufbauend Behandlungs-Leitlinien.

Moritz Kebschulls Weg zu EFP

Moritz Kebschull ist Lehrstuhlinhaber für Restaurative Zahnheilkunde an der Universität Birmingham in England und Träger einer außerordentlichen Professur der Columbia University in New York. Vor seiner Berufung nach England war der Fachzahnarzt und DG PARO Spezialist für Parodontologie® Oberarzt an der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde Zentrum für ZMK in Bonn.

Neben seiner klinischen Tätigkeit ist Prof. Kebschull ein sehr engagierter Wissenschaftler mit dem Fokus auf die Verbindung von molekularer Forschung und Klinik. Seine Arbeiten zur molekularen Diagnostik wurden mit 17 wissenschaftlichen Preisen, unter anderem dem deutschen Millerpreis sowie dem IADR Socransky Award, ausgezeichnet.

Die Nominierung durch DG Paro

Prof. Kebschull war vor wenigen Monaten aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie ausgeschieden, dem er sechs Jahre angehört hatte. Die DG PARO hatte ihn daraufhin für die EFP Position nominiert. Im Vorstand der DG PARO leitete Prof. Kebschull unter anderem die Entwicklung von deutschen S3-Leitlinien zur Parodontitistherapie, welche die aktuelle Leitlinienentwicklung der EFP inspirierte. Als Leitlinienbeauftragter der Deutschen und Britischen Gesellschaft für Parodontologie leitete Prof. Kebschull die nationalen Bearbeitungen der Leitlinien, die vor einigen Wochen veröffentlicht wurden.

Als Vorstandsmitglied und zukünftiger Präsident der EFP wird Prof. Kebschull die national und international viel beachtete Arbeit an hochwertigen Leitlinien für die Parodontologie weiter vorantreiben. Im kommenden Juli sollen die Behandlungs-Leitlinien auf S3-Niveau für die interdisziplinäre Therapie der Stadium IV Parodontitis konsentiert werden, für das nächste Jahr sind hochwertige internationale Leitlinien für Periimplantitis-Therapie geplant.


Quelle:
Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V.


Aufruf zur Online-Umfrage für ZÄ, ZMP und DH – Studie zu Gingivawucherungen
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Prof. Dr. Christian Graetz et al., Universitätsklinikum Kiel, freuen sich über die Teilnahme an einer anonymisierten Umfrage. Zeitdauer ca. 10 Minuten. Die Studie untersucht, ob aus zahnmedizinischer Sicht eine adäquate Versorgung des o.g. Krankheitsbildes „gingivale Wucherungen“ vorliegt.