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Studie belegt erhöhtes Demenzrisiko durch Parodontitis – neue PAR-Richtlinie zeitgemäß

FVDZ: Parodontitis-Prophylaxe aufgewertet

16.06.2021

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Alles andere als eine Lappalie: Die Volkskrankheit Parodontitis begünstigt nicht nur kardiovaskuläre Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, sondern erhöht offenbar auch das Demenzrisiko nennenswert. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer aktuellen Studie der Greifswalder Universitätsmedizin auf der Grundlage von Daten der Langzeitstudie SHIP (Study of Health in Pomerania).

Für Harald Schrader, den Bundesvorsitzenden des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), sind die Studienergebnisse ein Grund mehr, der Mundgesundheit die Aufmerksamkeit zu widmen, die ihr gebührt: „Zahnfleischprobleme blühen häufig im Verborgenen. Darum ist die Vorsorgeroutine hier noch wichtiger als bei Karies. Die haben wir weitgehend im Griff“, erklärt Zahnarzt Schrader, der in seiner eigenen Praxis regelmäßig Parodontalerkrankungen und ihre mitunter schwerwiegenden Folgen zu sehen bekommt. Parodontitis-Prophylaxe sei ein spielentscheidender Baustein für die Gesamtgesundheit aller Menschen – und offenbar besonders für Herz und Hirn.

Fragen zu den neuen Regelungen nicht abschließend geklärt

Im Sinne des Patientenwohls begrüße der FVDZ daher grundsätzlich die Neufassung der PAR-Richtlinie für gesetzlich Versicherte (Richtlinie zur systematischen Behandlung von Parodontitis und anderer Parodontalerkrankungen). „Die neue Richtlinie trägt dem Kenntnisstand und den Leistungen Rechnung, die in den zahnärztlichen Praxen ohnehin längst angekommen sind“, betont Schrader.

Gleichwohl gibt er zu bedenken, dass einige Fragen zu den neuen Regelungen noch nicht abschließend geklärt seien. So dürfe es nicht passieren, dass ein vermehrtes Abrechnen der Leistungen den Kolleginnen und Kollegen hinterher „auf die Füße falle“, etwa in der Wirtschaftlichkeitsprüfung oder bei Budgetüberschreitungen. Schrader: „Bleibt zu hoffen, dass sich diese aus Gesundheitsaspekten durchaus sinnvolle Reform nicht als Boomerang erweist, der vor allem auf die Zahnarztpraxen zurückfällt.“


Quelle:
Freier Verband Deutscher Zahnärzte


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