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Die Krankheit NOMA

03.12.2021

Links: Ausgangsbild. Rechts: Bild nach der OP und weiterer Therapie.
Links: Ausgangsbild. Rechts: Bild nach der OP und weiterer Therapie.

Noma ist eine bakterielle Erkrankung, die fast ausschließlich Kinder in Entwicklungsländern betrifft, die unter Nahrungsmangel leiden und in schlechten hygienischen Verhältnissen leben. Meist sind die erkrankten Kinder unter 6 Jahre alt und verfügen über ein schwaches Immunsystem.

Kinderkrankheiten wie Mumps und Masern fördern die Entstehung von Noma, da sie die Abwehrkräfte der Kinder angreifen. Auch schwangere Frauen gehören zur Risikogruppe. Obwohl Noma eine bakterielle Erkrankung ist, sind keine Übertragungsfälle bekannt.

Noma verläuft in 4 schmerzhaften Phasen. Die Krankheit beginnt meist an der Wangenschleimhaut mit der Bildung von Geschwüren und zerstört das betroffene Gewebe. Von dort befällt Noma auch tiefere Gewebsschichten wie Muskulatur und Knochen und breitet sich über das gesamte Gesicht aus. Dies kann zu einer Beeinträchtigung aller körperlichen Funktionen, wie Essen, Sprechen, Riechen, Sehen und Hören führen.

Die Bezeichnung Noma leitet sich von dem griechischen Wort „nome“ ab, das wörtlich übersetzt „Weide“ bedeutet, hier aber sinngemäß als „um sich fressendes Geschwür“ übertragen werden kann. In Deutschland wurde vielfach die Bezeichnung Wangenbrand verwendet. Auch in Europa erkrankten Menschen an Noma vor der Entdeckung von Antibiotika. In den Konzentrationslagern der Nazis konnte sich die Krankheit unter dem Einfluss von Hunger und mangelnder Hygiene ebenfalls ausbreiten.

Verlässliche Angaben zur Häufigkeit von Noma-Erkrankungen existieren noch nicht. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt jedoch, dass jährlich zwischen 80.000 und 90.000 Kinder an Noma sterben. Etwa 10.000 überleben die Krankheit mit verheerenden Folgen. Überlebende sind stark entstellt und werden häufig von Familie und Gemeinschaft verstoßen.

Hintergrund: Hilfsaktion Noma e.V.

Die Hilfsaktion Noma e.V. mit Sitz in Regensburg ist in Kooperation mit der WHO mittlerweile in 10 afrikanischen Ländern im Einsatz. Sie betreibt dort mehrere Kinder- und Krankenhäuser und ermöglicht den Kindern und Jugendlichen die lebensrettenden Operationen. Bereits mit einer Spende in Höhe von 15 € können stärkende Aufbaunahrung für die schwachen Patienten gekauft werden; Spenden in Höhe von 30 € helfen bei der Anschaffung von Schmerzmitteln und Wunddesinfektion und bereits mit 50 € können OP-Besteck-Sets finanziert werden.


Quelle:
Hilfsaktion Noma e.V.


Wie Sie unterstützen können

Wenn auch Sie dieses Hilfsaktion unterstützen möchten, so senden Sie eine E-Mail an: Opens window for sending emailmail(at)noma.de.

Gerne können auch direkt Spenden erfolgen: Spendenkonto Hilfsaktion Noma e.V.

IBAN: DE05 7506 0150 0000 3102 80; BIC: GENODEF1R02; Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach

Weitere Informationen über die Krankheit, den Verein sowie die ehrenamtlichen Helfer lesen Sie im Netz auf www.noma.de.


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