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Goldstandard erreicht – Spitta feiert 50-jähriges Bestehen

27.09.2021

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Jährt sich das Hochzeitsfest zum 50. Mal, so spricht man von der Goldenen Hochzeit. Auch in anderen Bereichen des Lebens und der Gesellschaft wird ein Fünfzigster gern groß gefeiert. Man prägt Münzen, lässt Luftballons steigen und die Sektkorken knallen. Angesichts der ausgeprägten Feierfreude könnte man darauf schließen, dass mit einem fünfzigsten Jubiläum tatsächlich ein gewisser Goldstandard erreicht ist: Wer 50 Jahre lang erfolgreich unterwegs war, hat Standhaftigkeit gezeigt und bewiesen, dass seiner Unternehmung eine gute Idee zugrunde lag. Dies gilt auch für Albert Spitta, den Gründer unseres Verlages.

Die Idee: eine Karteikarte für jeden Patienten

Ende der 60er Jahre gab es eine Selbstverständlichkeit der heutigen Zahnarztpraxen noch nicht: die System-Karteikarte. Den niedergelassenen Zahnarzt Albert Spitta plagt das Ordnen und Sortieren jüngster Patientendaten am Quartalsende so sehr, dass er schließlich zunächst für den eigenen Gebrauch und dann für einen immer größer werdenden Kreis eine DIN A5 System-Karteikarte entwickelt, die einen ununterbrochenen Siegeszug in zahlreiche Zahnarztpraxen antritt und bis heute verwendet wird.

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    © Spitta

Nachdem die Karteikarte den Praxistest über 2 Jahre besteht und 400 gedruckte Muster auf dem FDI-Kongress 1971 in München reißenden Absatz finden, fällt der mutige Entschluss, den Bohrer an den Nagel zu hängen und ein Unternehmen zu gründen. Damals entschließt sich Albert Spitta nach 25 Jahren praktischer Tätigkeit als Zahnarzt dazu, gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula, die mittlerweile patentierte Erfindung selbst herzustellen und zu vertreiben. Er beginnt mit dem serienmäßigen Druck der Karteikarten im 20 m2 großen Kellergeschoss der Praxis.

Einige Patienten wundern sich über laute Stampfgeräusche, die aus den Kellerräumen in die Praxis dringen. 2 Druckmaschinen arbeiten im wahrsten Sinne des Wortes mit Hochdruck im Keller des Balinger Zahnarztes, bis die Statik des Gebäudes gefährdet und der Auszug der Druckerei unvermeidbar ist. Mit dem Erlös der verkauften Praxis startet das Ehepaar Spitta neu.

Das ist die Geburtsstunde des Spitta Verlages. Albert Spitta kommentiert das später so: „Mit einem Drucker fingen wir an, und wir wussten nicht, ob wir auf die Nase fallen würden.“ Doch von Letzterem konnte keine Rede sein.

Das so einfache wie einleuchtende Motto des Verlages: „Aus der Praxis für die Praxis“ wird das Erfolgsrezept des Unternehmens. Zur Karteikarte gesellen sich kontinuierlich erfolgreiche Produkte für die Zahnarztpraxis. Patientenmerkblätter, individuelle Formulare, Terminbuch und Kontrollbücher entstehen.

Aus der Lehrtätigkeit Albert Spittas in der Helferinnenausbildung geht das erste Loseblattwerk des Spitta Verlags hervor: „Praxisverwaltung, Lehr- und Nachschlagewerk für die Zahnarzthelferin“.

Wettbewerb und Digitalisierung vorausgesehen

Auch im Sektor elektronische Medien wird der junge Verlag rasch aktiv. Interessant liest sich eine mit Leidenschaft geführte Diskussion aus dieser Zeit, in der renommierte Zahnärzte das Für und Wider in puncto „Computer in der Zahnarztpraxis“ diskutieren.

So schreibt z.B. 1978 der Zahnarzt Dr. Ralph Gutmann in einer heute kaum noch nachvollziehbaren Debatte: „Es ist hingegen verwunderlich, mit welcher Hingabe und mangelnden Klarsicht sich seit einigen Jahren auch verschiedene Mitglieder unseres Berufsstandes dazu verwenden (oder verwenden lassen?), uns diese für unseren Bereich berufs- menschen- und freiheitsfeindlichen Maschine, eben den Computer, aufzudrängen.“ In diesem „Computer-Streit“ bricht Albert Spitta unter dem Stichwort „Stillstand ist Stagnation“ eine Lanze für den Fortschritt.

Wachstum in der WEKA-Gruppe

Als Albert Spitta sich 1985 aus gesundheitlichen Gründen dazu entschließt, seinen Verlag an die international tätige WEKA Firmengruppe zu verkaufen, übernimmt WEKA ein wirtschaftlich sehr erfolgreiches und florierendes Unternehmen. Die Produktpalette umfasst ca. 500 Printprodukte im Organisationsmittelbereich für die Praxis. 50 bis 60% aller Zahnarztpraxen zählen zu den Kunden des Spitta Verlages und der Bekanntheitsgrad des Verlages bei seiner Zielgruppe der Zahnärzte liegt bei über 90%.

Nach der Übernahme durch WEKA gestaltet sich der Spitta Verlag zunächst einmal neu. Loseblattwerke werden bedeutend; allen voran etabliert sich „Die richtige Honorarabrechnung des Zahnarztes“ rasch als Herzstück der Abrechnungswerke des Verlages. Der Spitta Verlag übernimmt in einer Zeitspanne von nur 3 Jahren DentSo Spitta (heute DentSo) als 100%-igeTochter, den Medizinverlag Perimed und den Demeter Verlag.

Vom Organisationmittel bis zur etablierten Fachzeitschrift

  • Halil Recber, Leiter Spitta GmbH.

  • Halil Recber, Leiter Spitta GmbH.
    © Spitta
Die heutige Spitta GmbH ist mit rund 100 Mitarbeitern unter der Leitung von Halil Recber einer der führenden Anbieter eines breiten Portfolios für Zahnmediziner und Zahntechniker sowie deren Mitarbeiter. Zur Erleichterung und Optimierung des Praxis- und Laboralltags bietet das Unternehmen heute Organisationsmittel, angefangen von der Karteikarte, über Merkblätter, Patientenformulare, Terminbücher bis hin zu Recallkarten etc., die sowohl über den Verlagskatalog als auch über den Spitta-Shop geordert werden können.

Mit dem Schwesterunternehmen DIOS wird die Produktpalette seit 2015 mit Softwareprodukten aus dem Bereich Praxisverwaltung & Abrechnung, Medizinprodukteverwaltung und Hygienemanagement sowie Qualitätsmanagement erweitert. Im Jahr 2018 fand dann die Verschmelzung des Spitta Verlags mit DIOS zu Spitta GmbH statt.

Zahnärztliches und zahntechnisches Fach- und Abrechnungswissen werden über die klassischen Produkte, d.h. über Fachbücher, Loseblatt- und Nachschlagewerke und Fachmagazine vermittelt. Die Zeitschrift „ZMK“ ist seit nunmehr 37 Jahren auf dem Markt und das „Zahntechnik Magazin“, die Fachzeitschrift „Dentale Implantologie und Parodontologie“ sowie die „Plaque and Care“ dürfen diesjährig auf ein 26-jähriges bzw. 15-jähriges Bestehen zurückblicken.

Aufgrund des geänderten Informationsverhaltens hat jede Fachzeitschrift seit 2009 ein eigenes Online-Portal. Interessierte können sich damit auf dem Laufenden halten und ihre Kenntnisse vertiefen.

Verschiedene praxisrelevante Newsletter und Facebook-Seiten transportieren aktuelle zahnmedizinische und zahntechnische Themen, News und Produktneuheiten aus der Dentalbranche und den Fachgesellschaften. Somit vernetzt Spitta die Dentalindustrie mit den dentalen Zielgruppen und verbindet wichtiges Know-how.

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    © Spitta

Erfolgreich durch aktive und interaktive Weiterbildung

Fundierte Informationen und wichtiges Know-how in unterschiedlichen Formaten zu vermitteln, spiegelt sich auch im Weiterbildungsbereich von Spitta wider. Mit der Spitta Akademie und dent.kom – ein Institut für dentale Kommunikation und Fernunterricht – werden unterschiedliche Weiterbildungen für Zahnärzte, Zahntechniker, Praxis- und Laborpersonal veranstaltet.

In Präsenzseminaren und interaktiven Webinaren greifen renommierte Referenten und Experten der Spitta Akademie aktuelle Themen auf dem Gebiet der Abrechnung, Hygiene, Qualitätsmanagement und Verwaltung auf. Parallel hierzu hat die Dentalindustrie die Möglichkeit, in Webinaren neue Behandlungswege und Produktinnovationen zu präsentieren. Spitta schafft somit eine weitere Plattform, um beide Zielgruppen zu vernetzen.

Mit dem Institut dent.kom, seit 2011 zu Spitta zugehörig, fokussiert sich der Verlag auf die Qualifizierung und Spezialisierung von Praxis- und Laborpersonal. Dabei steht die berufliche Weiterentwicklung im Mittelpunkt des Weiterbildungsportfolios. Mit staatlich geprüften und zugelassenen Fernlehrgängen sowie Präsenzlehrgängen wird unter der Marke dent.kom berufliche Weiterbildungen für die Bereiche Abrechnung, Verwaltung und Praxismanagement sowie Hygiene- und Qualitätsmanagement offeriert.

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    © Spitta

Reaktion auf verändertes Nutzungsverhalten

Die Digitalisierung im Gesundheitsbereich mit Telematikinfrastruktur und der durch die Corona-Pandemie getriggerten stärkeren Nutzung von Netzangeboten verlangt neue und innovative Formen für Medien, Fortbildung, Arbeitsmittel und Lösungen.

Das Pandemiejahr 2020 war einschneidend für die gesamte Dentalbranche. So auch bei Spitta. In 2020 trat nicht nur Paragon als Partner an die Seite der WEKA Firmengruppe, sondern es entstanden verstärkt digitale Produkte und Softwarelösungen. An das digitale Netz ging das professionelle Dokumentations- & Unterweisungssystem „entolia“ sowie die innovative Checklisten- App „flowlist“ für reibungslose zahnmedizinische Arbeitsabläufe.

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    © Spitta

Beide Lösungen (Cloud-Anwendungen mit Apps) wurden mit dem Fachmedium-Preis in 2020 bzw. 2021 ausgezeichnet. Die stärkere Nachfrage und Nutzung digitaler Medien lösten auch den Relaunch der beiden Abrechnungsportale www.abrechnung-zahnmedizin.de und www.abrechnung-zahntechnik.de aus. Mit dieser neu gestalteten „Abrechnungswelt“ ist es den Usern möglich, das komplette Abrechnungswissen aus einer Hand zu nutzen, welches mit Tutorials und Fortbildungsinformationen angereichert ist.

Das veränderte Nutzungsverhalten führte auch dazu, dass die Spitta Akademie derzeit beinahe alle Seminare und Lehrgänge online durchführt. Außerdem können auf der digitalen Lernplattform von Spitta in Eigenregie e-Learning-Kurse absolviert werden.

Spitta wird sich weiterhin den Marktveränderungen stellen und in den nächsten 50 Jahren für seine Kunden innovative Lösungen für den Praxisalltag finden und anbieten.


Quelle:
Spitta GmbH