Praxisführung


Die patientenorientierte Praxis-Website: eine Übersicht, Teil II


Im Teil I seines Artikels gab Dr. Naumann einen Einblick über die verschiedenen Grundlagen für eine patientenfreundliche Praxis-Website. Grundlagen sind immer Teil des Erstellungsprozesses, den Sie auch ohne fundiertere Kenntnisse aktiv bestimmen und begleiten können. Nun schließen sich nachfolgend die Überlegungen zur Textund Farbgestaltung an.

 

 

 

 

Machen Sie Ihre Texte lesbar

Lesen am Bildschirm ist anstrengend. Deshalb lesen Nutzer nicht, sondern sie scannen eine Seite. Scannen heißt, der Nutzer überfliegt einen Text und sucht nach Wörtern, die ihm diejenigen Informationen vermitteln, nach denen er sucht. Ein Text wird nur bei besonderem Interesse intensiver gelesen.

Sie müssen somit keine Textwüsten zu verfassen, sondern können sich auf Ordnung und Schwerpunkte konzentrieren, die es dem Nutzer Ihrer Website erleichtern, Inhalte zu erfassen. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Warum schreibe ich diesen Text?
  • Was ist meine Kernbotschaft?
  • Für wen schreibe ich diesen Text?
  • Welche Reaktion möchte ich hervorrufen?

Die Nutzer Ihrer Website fragen sich:

  • Was bietet die Praxis konkret an?
  • Wie kann mir geholfen werden?
  • Wie funktioniert was?

Die Patienten kommen oftmals schon mit einem bestimmten Anliegen oder suchen nach der Lösung ihres „Problems“. Umso besser ist es, zur Sache zu kommen. Wichtig ist dabei für den Nutzer eine einfache und verständliche Sprache zu finden. Schauen Sie sich folgenden Satz einer Startseite an: Er ist kurz und übersichtlich. Drei Inhaltspunkte sind im Text als farbiger Link hervorgehoben, sodass der Nutzer bei Interesse sofort die Seiten „Praxis“, „Behandlungsspektrum“ oder „Team“ erreichen kann (Abb. 1).

  • Abb. 1: Beispiel eines kurzen, übersichtlichen Textes einer Startseite.
  • Abb. 2: Beispiel der Leistungsübersicht einer Praxis.
  • Abb. 1: Beispiel eines kurzen, übersichtlichen Textes einer Startseite.
  • Abb. 2: Beispiel der Leistungsübersicht einer Praxis.

Achten Sie auf den Inhalt Ihrer Texte. Nachfolgendes Beispiel in Abbildung 2, welches auf mehreren hundert Websites unter „Unsere Leistungen“ zu finden ist, ruft bei mir persönlich die Frage hervor, ob diese Praxen tatsächlich „Gingivitis“ oder „Mundgeruch“ bieten oder worin der Unterschied zwischen „Prophylaxe“ und „Individualprophylaxe“ besteht.

Inhalte benutzerorientiert aufbereiten

  • Abb. 3: Ergebnis der Suche nach einem Synonym für den Begriff „Dysfunktion“ (http://www.openthesaurus.de/synonyme/dysfunktion, 12.09.2012).

  • Abb. 3: Ergebnis der Suche nach einem Synonym für den Begriff „Dysfunktion“ (http://www.openthesaurus.de/synonyme/dysfunktion, 12.09.2012).
Ich lese oft auf Websites, dass Zahnärzte „CMD“ behandeln. Allenfalls wissen wir Zahnärzte, was sich hinter der Abkürzung „CMD“ verbirgt. Der Besucher Ihrer Website weiß im Allgemeinen nicht, was eine „Craniomanibuläre Dysfunktion“ ist, geschweige denn, was sich hinter dem Kürzel „CMD“ verbirgt. Ähnlich ist es mit dem Wort „Gingivitis“. Finden Sie Synonyme, die Fach- oder Fremdworte verständlich machen. Schreiben Sie beispielsweise „Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen“ oder „Behandlung von Fehlfunktionen des Kiefergelenks“. Schreiben Sie, dass Sie Entzündungen des Zahnfleischs behandeln.Wenn Ihnen die Übertragung von Fachbegriffen in eine verständliche Sprache schwer fällt, können Sie ein Synonym- Wörterbuch zur Hilfe nehmen (Abb. 3).

Es ist Ihnen erlaubt, sachlich über Ihre Kompetenzen und Leistungsangebote zu informieren. Nicht erlaubt ist eine anpreisende, irreführende und vergleichende Werbung.

Texte lesefreundlich gestalten

  • Abb. 4 a u. b: Beispiele problematischer Kontrast- und Farbkombinationen.

  • Abb. 4 a u. b: Beispiele problematischer Kontrast- und Farbkombinationen.
Nicht nur der Inhalt eines Textes ist wichtig, sondern auch die Gestaltung. Denken Sie daran, dass es viele Menschen mit Augenkrankheiten und Sehschwächen gibt, die sich freuen, dass der Text eine genügend große Schriftgröße besitzt, skalierbar ist und genügend Kontrast zum Hintergrund aufweist. Eine hellgraue Schrift auf dem weißen Hintergrund bietet für den Leser zu geringen Kontrast, die grüne Schrift auf rotem Hintergrund ist für Nutzer mit Rot-Grün- Blindheit unlesbar (Abb. 4 a und b).

Farbgestaltung und Bilddaten

Neben der optischen Gefälligkeit von Farben und Farbkombinationen haben diese eine bestimmte Wirkung. Überlegen Sie, welche Gefühle ruft bei Ihnen die Farbe rot hervor. Ist es Warnung oder Aktivität? Oder die Farbe Schwarz. Ist diese gleichzusetzen mit Tod, Trauer oder Seriosität? Die Farbe grün – assoziiert sie Wellness, Natur, Harmonie? Dieser Farbwirkung muss man sich bei der Farbauswahl bewusst sein. In unterschiedlichen Kulturkreisen kann es zudem völlig verschiedene Assoziationen und Interpretationen von Farben geben. Im besten Fall besitzen Sie ein eigenes Corporate Design oder lassen sich dies entwickeln. Es gibt hierfür auch Hilfe im Internet. Mit dem Color Scheme Designer können Sie in einem Farbrad eine Basisfarbe wählen und sich dazu passende Farben anzeigen lassen (Abb. 5). Adobe Kuler ist eine Webanwendung, mit der Sie Farbkombinationen nach Schlagworten suchen können oder Bilder, die Sie selbst hochladen können, als Ausgangsbasis nimmt. Ich habe das mit dem Schlagwort „nature“ getestet – Sie können es aber mit „dentist“, „medicine“, „dental office“ oder sonstigen Begriffen probieren und sehen, welche Farben mit diesen Wörtern in Verbindung gebracht worden sind (Abb. 6).

  • Abb. 5: Ein Farbschema (http://www.colorschemedesigner.com, 14.09.2012).
  • Abb. 6: Farbkombinationen können nach Schlagwörter gesucht werden (http://kuler.adobe.com, 14.09.2012).
  • Abb. 5: Ein Farbschema (http://www.colorschemedesigner.com, 14.09.2012).
  • Abb. 6: Farbkombinationen können nach Schlagwörter gesucht werden (http://kuler.adobe.com, 14.09.2012).

Wollen Sie Bilder in Ihre Website einfügen, dann bedenken Sie, dass Bilder speicherintensiv sind und dadurch sehr lange Ladezeit benötigen. Bilder lassen sich derart bearbeiten, dass man ihre Speichergröße verkleinern kann. Gute Lösungen sind zum Beispiel kleine Vorschaubilder (Thumbnails), die sich erst durch Klicken vergrößern lassen, oder Bildergalerien, in denen sich Bilder abwechseln und einzeln nachladen.

Wie gelangen die Zutaten ins Web?

Sie kennen bestimmt das Sprichwort: „Alle Wege führen nach Rom“. Wenn ich Ihnen im Folgenden vier Wege zur eigenen Praxis-Website vorstellen will, so gibt es sicherlich auch den fünften, sechsten und siebten Weg ...

  • Abb. 7: Website Baukasten Anbieter Jimdo (http://de.jimdo.com, 26.10.2012).

  • Abb. 7: Website Baukasten Anbieter Jimdo (http://de.jimdo.com, 26.10.2012).
Sie können sich das ganze Thema „Praxis-Website“ fernhalten, in dem Sie die Erstellung einer Website vollständig an eine Agentur delegieren. Sie können aber auch mit relativ klaren Vorstellungen an eine praktische Umsetzung Ihrer Vorstellungen gehen. So behalten Sie die Übersicht und können bei eigener Beteiligung „nur“ mit Zutaten wie Texten und Bildern die Kosten minimieren.

Es ist schwierig, objektive Kriterien für die Wahl der „richtigen“ Agentur aufzuzählen. So verschieden der jeweilige Geschmack, so verschieden sicher auch die Auswahl an Agenturen. Schauen Sie sich beispielsweise Websites von Kollegen an und erkunden Sie die Agenturen, die dahinter stehen. Auf Agentur-Websites finden Sie oftmals eine Auswahl an Arbeiten und Impressionen und Sie können selbst herausfinden, ob diese Ihren Vorstellungen entsprechen. Es gibt auch auf medizinische Websites spezialisierte Agenturen, die mit den Besonderheiten Ihres Berufes vertraut sind. Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl eines Partners und gehen Sie nicht auf die erstbeste Telefonaquise ein.

Die Website-Baukästen

Der Einsatzbereich von Baukasten-Systemen ist die schnelle und vor allem preiswerte Erstellung und Aktualisierung einfacher Internet-Präsenzen. Die Möglichkeiten von den oftmals stark beworbenen Baukästen sind begrenzt und eine Individualisierung eingeschränkt.

Anbieter sind zum Beispiel:

Das Content Management System

Ein Content Management System (CMS) ist eine Software zur Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten (Content). Mit diesem können Sie in den meisten Fällen ohne Programmierkenntnisse eine Website selbst erstellen und ändern. Für viele dieser Systeme existieren Vorlagen, die man, eine gewisse Einarbeitungszeit vorausgesetzt, selbst verändern und an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

Bekannte Content Management Systeme sind zum Beispiel:

Möchten Sie einen Blick hinter die Kulissen wagen? Dafür stehen Ihnen online Testseiten zur Verfügung (Abb. 8).

Eine Website selbst schreiben und programmieren

Das ist sicher die anspruchvollste Variante, denn irgendwie müssen Sie Experte in Vielem sein und solide Kenntnisse in HTML, CSS und eventuell der Programmiersprache Javascript haben. Mit HTML (HyperTextMarkupLanguage) wird eine Website geschrieben, mit CSS (Cascading Stylesheets) formatiert und der Programmiersprache Javascript Aktionen zugefügt. Aktionen spielen zum Beispiel bei einer Bildergalerie mit wechselnden Bildern eine wichtige Rolle.

  • Abb. 8: Ein Content Management System (http://contao.org/de/26.10.2012).
  • Abb. 9: Beispiel einer Kontaktdarstellung einer Praxiswebsite.
  • Abb. 8: Ein Content Management System (http://contao.org/de/26.10.2012).
  • Abb. 9: Beispiel einer Kontaktdarstellung einer Praxiswebsite.

Lassen Sie uns einen Blick auf meine eigene Praxis-Website werfen (Abb. 9 [11]). Wenn Sie das Bild, im Original unter http://www.dr-naumann.de/kontakt.html, betrachten, dann finden Sie viele Merkmale, die in Anlehnung an Nutzerforschungen und Website-Konventionen für gutes Webdesign umgesetzt sind:

  • Der erste Blick beim Betrachten einer Webseite geht meist nach links oben. Dort ist meistens das Logo platziert, das einen Link auf die Startseite beinhalten sollte. Dieser Link gibt dem Nutzer immer die Möglichkeit, auf die Homepage zu gelangen.
  • Neben meinem Logo habe ich in großer Schrift Namen, Beruf und den Name der Stadt platziert. Diese Wörter geben zudem schon viele Hinweise, um was es sich für eine Website handeln dürfte.
  • Die Navigation habe ich horizontal angeordnet. Oft sieht man die Navigation auch vertikal links oder als Kombination. Finden Sie Bezeichnungen, die klar und verständlich sind. Gut ist, dem Nutzer einen Hinweis zu geben, auf welcher Seite er sich befindet. der Navigationspunkt „Kontakt“ ist deshalb andersfarbig hervorgehoben.
  • Erinnern Sie sich an den Teil I in der ZMK 11, S. 756 ff oder auf www.zmk-aktuell.de/Naumann dieser Übersicht? In diesem war eine Studie erwähnt, die die Wichtigkeit allgemeiner Kontaktdaten und der Sprechzeiten nachweist. Deshalb halte ich es persönlich für angebracht, dem Nutzer diese Informationsmöglichkeiten auf jeder Webseite sichtbar zu machen und habe auf der rechten Seite die Übersicht „Auf einen Blick“ platziert.
  • Links steht der „Content“; auch hier mit dem Versuch einer Ordnung von „Anschrift“, „Anfahrt“ und „Weitere Pflichtangaben nach TMG“ und der großen Rubrik „Kontakt“. Die Überschriften sind etwas größer, damit sie dem Nutzer einen wichtigen Hinweis auf den nachfolgenden Inhalt geben.

Die Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Für die Frage, ob Ihre Website gefunden wird, spielt die Suchmaschinenoptimierung eine große Rolle. Marktführer bei Suchmaschinen ist das Unternehmen Google, das derzeit für Suchanfragen in Deutschland einen Marktanteil von über 95% besitzt [7]. Andere Suchmaschinen wie Bing von Microsoft oder Yahoo spielen nur eine untergeordnete Rolle. Praktisch findet die Suchmaschinenproblematik somit nur durch einen Konzern statt, was nicht nur positiv gedeutet, sondern immer öfters kritisch hinterfragt wird, vor allem den Wirklichkeitsgrad der Ergebnisfindung und Probleme des Datenschutzes betreffend. Letztendlich müssen wir uns der Realität stellen und können neben platzierten Werbeanzeigen auch einiges in der eigenen Website tun, damit wir im Trefferbild der Suchmaschine gefunden werden. Wer sich tiefer in die Materie einarbeiten will, dem stellt Google einige wertvolle Tipps zur Verfügung. Sie selbst können zur Suchmaschinenoptimierung Folgendes beitragen.

Einen Titel für Ihre Webseiten festlegen

Der Titel einer Webseite ist einer der wertvollsten Bestandteile für eine Suchmaschine. Er hilft die Relevanz Ihres Inhalts zu bestimmen sowie einen Titel für die Suchmaschinen-Resultate auszugeben. Jede Seite der Website sollte einen einzigartigen Seitentitel bekommen – zum Beispiel: Zahnarzt 09111 Chemnitz Dr. Jörg Naumann Praxis für Implantologie. Wenn Sie genauer hinschauen, so verbergen sich für den Website-Nutzer wie auch für die Suchmaschine viele interessante Informationen wie Beruf, Name, Postleitzahl und Stadt sowie ein Tätigkeitsschwerpunkt.

Denken Sie hierbei an die Nutzer und fragen Sie sich, was diese in das Suchfeld einer Suchmaschine eingeben, um mich, einen Spezialisten oder einen beliebigen Zahnarzt zu finden? Die Seitentitel sollte nicht mehr als 65 Schriftzeichen beinhalten.

Eine Beschreibung erstellen

Die Beschreibung oder „description“ gibt eine Zusammenfassung des Inhalts einer Seite. Sie dient zur Kurzinformation und Orientierung des Nutzers. Diese Zusammenfassung sollte nicht mehr als 160 Schriftzeichen enthalten.

Eine wichtige Rolle spielen auch Überschriften, die für die Suchmaschine eine bestimmte Wertigkeit besitzen. Wenn Sie als Überschrift ein „Herzlich willkommen in meiner Praxis“ schreiben, dann wird die Suchmaschine damit weniger anzufangen wissen als mit der Wortwahl „Herzlich Willkommen in der Zahnärztlichen Praxis Dr. Jörg Naumann in Chemnitz“.

Schlüsselwörter im Text erforderlich

Die Verwendung von praxisrelevanten Schlüsselwörtern im Text und das Errreichen einer angemessenen Keyworddichte ist ebenfalls maßgeblich für die Suchmaschinen. Bestimmte Wörter können mehrmals verwendet werden, dürfen allerdings nicht den Eindruck von Spam erwecken. Übersteigt der Einsatz bestimmter Schlüsselwörter einen von der Suchmaschine festgelegten Wert, dann wird dies als Spam-Versuch aufgefasst. Gute Werte liegen bei 3 bis 7 %; höhere Werte geraten unter Spam-Verdacht.

 

Die Impressumspflicht

Für jede Website sind Pflichtangaben gefordert. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dann fragen Sie einen Rechtsanwalt oder Ihre Landeszahnärztekammer. Die Landeszahnärztekammer Sachsen zum Beispiel stellt ihren Mitgliedern das Merkblatt „Hinweise zur Gestaltung einer praxiseigenen Homepage“ [8] zur Verfügung, welches Sie auch über eine Suchmaschine finden können [9,10] (Abb. 10 a und b). Nachfolgende Angaben sollten in einem Impressum stehen (Angaben ohne Gewähr):

  • Vollständiger Name
  • Praxisadresse
  • Telefonnummer
  • Faxnummer
  • E-Mail-Adresse
  • zuständige Landeszahnärztekammer und Aufsichtsbehörde
  • Berufsbezeichnung und der Staat, der diese verliehen hat
  • Berufsordnung Ihrer Kammer, Weiterbildungsordnung, Heilberufskammergesetz (Hier ist eine Verlinkung möglich mit dem Hinweis: „Es gelten die berufsrechtlichen Regelungen.“ Der Link führt auf die „Regelungen“ der entsprechenden Webseite;
  • Zahnärzte, die als Partnerschaftsgesellschaft niedergelassen sind, müssen das Partnerschaftsregister und die entsprechende Registernummer aufführen
  • Wenn vorhanden: Umsatzsteueridentifikationsnummer.

Beachten Sie Datenschutzproblematiken, zum Beispiel bei der Verwendung von „Google Analytics“ oder einem Kontaktformular.

Webseiten werden sozial

  • Abb. 10 a u. b: Screenshot Website Google (http://www.google.de, 12.09.2012).

  • Abb. 10 a u. b: Screenshot Website Google (http://www.google.de, 12.09.2012).
Jeder kennt YouTube, Facebook, Google+ oder Twitter. Es ist zu erwarten, dass die Verknüpfung von Webseiten und Social Media zunimmt. Oftmals werden Social Plug-Ins wie der Facebook Like Button oder der Google+ Button in die eigene Website integriert, ohne die Folgen dessen zu erahnen. Durch einen Klick auf diese ergeben sich Fragen hinsichtlich des Datenschutzes, denn es wird eine direkte Verbindung zu den Servern von Facebook, Google und Co. aufgebaut, ohne den Nutzer nach Erlaubnis gefragt zu haben. Für uns Zahnärzte kann „Social Media“ sicherlich sehr wertvoll für das Praxismarketing werden, allerdings sollten Sie die rechtlichen Hürden beachten und die weitere Entwicklung der Rechtsprechung beobachten. Persönlich halte ich viele Möglichkeiten immer noch mit einem „ja, aber“ verbunden, wo ich noch nicht völlige Rechtssicherheit verspüre.

Ein kleines Fazit

In meinem Bücherregal steht das „Handbuch der Webnavigation“, in welchem sich der Autor James Kalbach auf knapp 400 Seiten intensiv mit dem Thema „Webnavigation“ auseinandersetzt. Ich selbst habe Ihnen mit meinem Artikel einige Aspekte hierzu aufgezeigt.

Sie ahnen, dass ich Ihnen nur eine kleine Übersicht erstellen konnte. Nähere Informationen erhalten Sie im Internet oder in Buchhandlungen. Auch die Lektüre über das Baukastensys tem Jimdo, das CMS Contao, Webdesign im Allgemeinen und vieles mehr kann hilfreich sein. Es ist vieles in Entwicklung. Tagtäglich entstehen neue Websites und nützliche Tools, ständig kann man Neues entdecken. Mobile Internetnutzung wird die Nutzung des Internets am Desktop in naher Zukunft ablösen. Soziale Netzwerke und vor allem mobile Websites werden für das Praxismarketing eine bedeutende Rolle bekommen.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Jörg Naumann

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Jörg Naumann