Abrechnung


Wiederherstellungsmaßnahmen nach GOZ 231 und GOZ 232

Die Frage der Berechenbarkeit von Wiederherstellungsmaßnahmen an festsitzendem oder herausnehmbarem Zahnersatz wirft immer wieder Fragen auf. Nachfolgend wird dargestellt, in welchen Fällen die GOZ 231 und wann die GOZ 232 angesetzt werden kann.

GOZ 231

Wiedereingliederung einer Einlagefüllung oder Krone oder Wiederherstellung einer Verblendschale an herausnehmbarem Zahnersatz besteht für

  • das Wiederbefestigen einer Krone oder Einlagefüllung
  • die Wiedereingliederung eines gegossenen Stiftaufbaus
  • die Wiedereingliederung eines Schraubenaufbaus
  • die Erneuerung einer Verblendung (direktes oder indirektes Verfahren) an herausnehmbarem Zahnersatz
  • die Erneuerung einer Verblendschale an herausnehmbaren Zahnersatz
  • die Wiederherstellung einer Verblendschale an herausnehmbaren Zahnersatz
  • die Wiederbefestigung von Suprakonstruktionen

Bei Wiederherstellungsmaßnahmen in Zusammenhang mit herausnehmbaren Zahnersatz kann ggf. die GOZ 525 (Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion oder zur Erweiterung einer abnehmbaren Prothese (ohne Abformung) oder die GOZ 526 (Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion oder zur Erweiterung einer abnehmbaren Prothese (mit Abformung) einschließlich Halte- und Stützvorrichtungen) zusätzlich berechnet werden.

GOZ 232

Wiederherstellung einer Krone, eines Brückenankers, einer Verblendschale oder Verblendung an festsitzendem Zahnersatz, ggfs. einschließlich Wiedereingliederung und Abformung, besteht für

  • Reparaturen an Keramik- oder Kunststoffverblendungen mit Composite (direkt im Munde des Patienten), je Verblendschale/Verblendung
  • Wiederherstellungsmaßnahmen an festsitzenden Kronen oder Brückenankern (Achtung! Wiedereingliederung ist mit abgegolten!), je Krone oder Brückenglied), ggf. kann zusätzlich die GOZ 229 (Entfernung einer Einlagefüllung, einer Krone, eines Brückenankers, Abtrennen eines Brückengliedes oder Steges) für die Abnahme einer noch festsitzenden Krone/Brückenanker anfallen.
  • Wiederherstellungsmaßnahmen an Sekundärkronen (hierzu gibt es unterschiedliche Auffassung)
  • das Schließen einer okklusalen Perforation (z. B. nach endodontischer Behandlung) an einer Krone

Zusätzlich können bei allen aufgeführten Maßnahmen die anfallenden zahntechnischen Leistungen gemäß §9 GOZ berechnet werden.


Die Abrechnungshinweise sind von der Autorin nach ausführlicher Recherche erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr wird jedoch ausgeschlossen.

 

 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Sabine Schnug-Schröder


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