Abrechnung


Abrechnung von restaurativen Versorgungen nach dem CEREC-Verfahren

Beim CEREC-Verfahren handelt es sich um ein computergestütztes Verfahren, bei dem auf eine konventionelle Abformung des präparierten Zahnes verzichtet werden kann. Das CEREC-Gerät fräst nach Übertragung von Bilddaten mithilfe eines speziellen Programmes aus einem Keramikblock eine Restauration, die in derselben Sitzung eingegliedert werden kann. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, nur das Kronen- /Brückengerüst durch das Gerät fräsen zu lassen und alle anderen Arbeitsschritte wie bei der Herstellung einer konventionellen Kronen- oder Brückenversorgung auch im Labor durchzuführen. Im Folgenden stellt Ihnen Sabine Schröder die Möglichkeiten der Abrechnung dieser Versorgungsformen vor.

Abrechnung beim gesetzlich versicherten Patienten

Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Abrechnung von CEREC-Restaurationen nicht enthalten. Bei der Herstellung von Kronen bzw. Teilkronen nach dem CEREC-Verfahren handelt es sich um gleichartigen Zahnersatz, der dann die entsprechenden Festzuschüsse auslöst (CEREC-Krone: Festzuschuss 1.1 und im Verblendbereich 1.3, CEREC-Teilkrone: Festzuschuss 1.2), sofern die Zähne behandlungsbedürftig sind. Die Berechnung erfolgt nach den Bestimmungen der GOZ. Eine evtl. notwendige provisorische Versorgung wird nach Bema Nr. 19 berechnet. Die zahntechnischen Leistungen für die CEREC-Krone werden nach BEB berechnet. Liegt kein Anspruch auf einen Festzuschuss vor (z. B. bei Anfertigung von CEREC-Kronen oder Teilkronen aus rein kosmetischen Gründen), kann mit dem gesetzlich versicherten Patienten eine Behandlung schriftlich privat vereinbart werden (nach § 4 Abs. 5 BMV-Z bzw. § 7 Abs. 7 EKZV). In diesem Fall sind sämtliche Begleitleistungen und auch das Provisorium nach GOZ zu berechnen.

Bei der Herstellung von CEREC-Inlays kann mit dem gesetzlich versicherten Patienten, bei Vorliegen einer Behandlungsbedürftigkeit des Zahnes, vor Behandlungsbeginn eine Mehrkostenregelung gemäß § 28 Abs. 2 SGBV getroffen werden. Die Krankenkasse beteiligt sich an der Versorgung in der Höhe der Kosten, die eine herkömmliche Füllung ausgelöst hätte. Über den Erfassungsschein wird die entsprechende Füllung (13a, 13b, 13c oder 13d) abgerechnet. Dem Patienten werden dann nach der GOZ die entsprechenden Mehrkosten für die Inlayversorgung in Rechnung gestellt.

Die Abrechnung nach GOZ

1. Die CEREC-Krone

Als zahnärztliches Honorar kann hier die Ziffer GOZ 221 „Versorgung eines Zahnes durch eine Vollkrone“ zzgl. entsprechender Begleitleistungen berechnet werden. Der zusätzliche Aufwand des CEREC-Verfahrens sollte in der Höhe des Steigerungsfaktors nach § 5 (2) GOZ entsprechend Berücksichtigung finden.

2. Die CEREC-Teilkrone

Als zahnärztliches Honorar kann hier die Ziffer GOZ 222 „Versorgung eines Zahnes durch eine Teilkrone mit Retentionsrillen oder -kasten oder mit Pinledges einschließlich Rekonstruktion der gesamten Kaufläche“ zzgl. entsprechender Begleitleistungen berechnet werden. Der zusätzliche Aufwand des CEREC-Verfahrens sollte auch hier in der Höhe des Steigerungsfaktors nach §5(2) GOZ entsprechend berücksichtigt werden.

3. Das CEREC-Inlay

Bei der Abrechnung von Inlays wird entsprechend der Anzahl der zu versorgenden Zahnflächen die Berechnung nach den Ziffern GOZ 215 Einlagefüllung, einflächig, GOZ 216 Einlagefüllung, zweiflächig, GOZ 217 Einlagefüllung, mehr als zweiflächig, unterschieden. Der zusätzliche Aufwand des CEREC-Verfahrens sollte auch hier in der Höhe des Steigerungsfaktors nach §5(2) GOZ entsprechend berücksichtigt werden.

Für das Eingliedern einer provisorischen Inlayversorgung ist in der GOZ keine Gebührenziffer vorgesehen. Der Aufwand kann z. B. auch im Steigerungsfaktor der Inlayposition Berücksichtigung finden. Eine andere Möglichkeit ist die Abrechnung der Herstellung des provisorischen Inlays als zahntechnische Leistung über eine BEB-Ziffer im Eigenlabor.


Die Abrechnungshinweise sind von der Autorin nach ausführlicher Recherche erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr wird jedoch ausgeschlossen.

 

 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Sabine Schnug-Schröder

Bilder soweit nicht anders deklariert: Sabine Schnug-Schröder


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