Fortbildung


Zahnmedizinisches Staatsexamen im Dienste der Patienten

02.04.2020

Prof. Jana Jünger, Direktorin IMPP-Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen.
Prof. Jana Jünger, Direktorin IMPP-Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen.

Das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) ist gerüstet: Das Staatsexamen Zahnmedizin kann kommen. IMPP-Direktorin Professorin Jana Jünger erwartet eine stärkere Verzahnung des Prüfungsstoffes für Studierende der Zahnmedizin mit den Inhalten des Medizinstudiums. „Es geht um die Gewährleistung einer qualitativ gleichmäßig guten Versorgung von ZahnpatientInnen in Deutschland. Daraus legitimiert sich die Funktion eines Staatsexamens.” Die neue Approbationsordnung für ZahnärztInnen (ZÄPrO) tritt am 1. Oktober 2020 in Kraft. Das IMPP ist vom Gesetzgeber mit der Erstellung des schriftlichen Teils des dritten Abschnitts der zahnärztlichen Prüfung beauftragt.

Die Annäherung zwischen medizinischem und zahnmedizinischem Studium wird sich nach den neuen Regeln im vorklinischen und klinischen Teil des Studiums vollziehen. Auch in den beiden klinischen Studienabschnitten werden Inhalte des Medizinstudiums durch Querschnittsfächer wie Biometrie, Informatik und evidenzbasierte Medizin etwas mehr Platz einnehmen.

Kickoff-Workshop

In einem Kickoff-Workshop mit rund 50 Fachleuten am 3. März 2020 in Mainz zeigte Professorin Jünger auf, dass die neue Approbationsordnung mehr Möglichkeiten biete, in allen Prüfungsstufen auch medizinisches Wissen zu prüfen. Dies werde vor allem durch die erneuerten Lernzielkataloge Medizin (NKLM) und Zahnmedizin (NKLZ) gesichert: “Und umgekehrt”, so Jünger, “wird Mundgesundheit stärker in den Prüfungsinhalten für angehende HumanmedizinerInnen verankert.”

Das müsse sich in den Gegenstandskatalogen, in denen die Prüfungsinhalte festgelegt sind, auch abbilden. „Interprofessionelle Zusammenarbeit ist elementar für die Stärkung der Patientenorientierung und -Patientensicherheit“ betonte sie in diesem Zusammenhang.

Prozess des Staatsexamens

Von der Erstellung über die Durchführung bis zur Auswertung eines Staatsexamens dauert es 1 1/2 Jahre – ein Prozess mit strengen Qualitätskriterien und unter Beteiligung vieler ExpertInnen. Die IMPP-Direktorin betonte: „An die bundeseinheitlichen Examensfragen werden strenge Maßstäbe angelegt, an die künftigen ÄrztInnen jedoch auch.”


Quelle:
Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP)


Bislang deuten die vorliegenden Daten auf ein geringes Infektionsrisiko mit dem Coronavirus in der zahnärztlichen Praxis hin. Um eine realistische Einschätzung zu erhalten, wie stark Zahnärzte und ihre Mitarbeiter betroffen sind, bittet die BZÄK betroffene Praxen um Meldung.

Die anonyme Erfassung läuft über die jeweilige Landeszahnärztekammer. 

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