Zahnerhaltung

-Advertorial -

Ein Komposit für alle Fälle

Abb. 1: Eine der anspruchsvollsten ästhetischen Herausforderungen an ein Komposit-Füllungsmaterial: Großflächige Restaurationen an den oberen mittleren Schneidezähnen im direkten Verfahren.
Abb. 1: Eine der anspruchsvollsten ästhetischen Herausforderungen an ein Komposit-Füllungsmaterial: Großflächige Restaurationen an den oberen mittleren Schneidezähnen im direkten Verfahren.

Komposite sind feste Begleiter im Rahmen direkter adhäsiver Restaurationstechniken. In der Praxis kommt der Auswahl geeigneter Komposit-Werkstoffe größte Bedeutung zu, will man diesen „blind“ vertrauen“ und soll das Behandlungsergebnis allen werkstoffkundlichen sowie ästhetischen Ansprüchen gerecht werden. Nachfolgend berichtet Dr. Firla über seine Erfahrungen mit dem Komposit Estelite ?.

Das in seiner klinischen Verwendbarkeit nunmehr noch stärker anwenderfreundlich gestaltete Estelite ? Quick des japanischen Herstellers Tokuyama wird sämtlichen Zielsetzungen an ein voraussagbar ansehnliches, wie auch zuverlässig hochwertiges Behandlungsergebnis gerecht, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen sollen.

Die Ansprüche an eine sowohl für den Patienten als auch für den Behandler langfristig werkstoffkundlich sowie ästhetisch befriedigende Kompostifüllung – speziell für das direkte Verfahren – wurden vom Autor bereits vor fast 20 Jahren definiert1 und sind nach wie vor gültig. Demnach muss das Kavitätendesign eine die Zahnhartsubstanz schonende Zugangs- wie auch Retentionsform aufweisen, welche zusätzlich dem ästhetischen Erscheinungsbild der Restauration nicht abträglich sein darf (Abb. 1 u. 2).

  • Abb. 2: Die Versorgung an den Schneidezähnen mit Estelite ? Quick.

  • Abb. 2: Die Versorgung an den Schneidezähnen mit Estelite ? Quick.
Das Material muss mundhöhlenbeständige und langlebig zuverlässige werkstoffkundliche Eigenschaften besitzen. Ebenso muss es während des Restaurationsvorganges mit nicht zuletzt günstigen, optisch-ästhetischen Charakteristika unproblematisch zu handeln sein. Dieses betrifft die sowohl die Füllungsmaterialschichtung (gegebenenfalls im klinischen Behandlungsablauf mögliches Schichten mehrerer farblich sowie optisch unterschiedlicher Massen)  als auch die Füllungsform und -oberfläche (die Restaurationsmorphologie ebenso wie die Textur der Füllungsoberfläche müssen dem zu rekonstruierenden Zahn bzw. angrenzenden Zahngruppen angepasst sein).

Diese Maximen der direkten adhäsiven Restaurationstechniken mittels Kompositen sind mittlerweile allgemein bekannt und werden offenkundig in der Regel ohne Einschränkungen auch befolgt.

In diesem Kontext ist es allerdings interessant hervorzuheben, dass – gerade hinsichtlich der werkstoffkundlichen Eigenschaften und optisch-ästhetischen Charakteristika – je nach Hersteller deutlich unterschiedliche Konzepte zur Erlangung einer lebensnah ästhetisch anspruchsvollen Kompositrestauration verfolgt und letztendlich dem zahnärztlichen Praktiker nahe gebracht werden. So werden (vor allem insbesondere bedingt durch engagierte zahnärztliche „Opinion Leader“, welche bestimmte ästhetische Komposit-Füllungsmaterialien konzeptionell favorisieren) sehr unterschiedliche und, nicht selten, sehr komplexe Komposit-Material-Systeme propagiert, deren klinischer Einsatz einer strengen Philosophie bezüglich Farbauswahl und Ablauf der Farbschichtung unterliegt. So gibt es auf dem Dentalmarkt Komposit-Füllungsmaterial-Sets, die mehr als 30 unterschiedliche Farbtöne in verschiedenen Opazitätsgraden umfassen. Primäre Ziele dieser enormen Auswahl ist es, dem Behandler bei der Auffüllung einer Kavität entweder die Möglichkeit zu bieten, mit nur einer einzigen Komposit-Masse den optimal passenden Farbeindruck in Verbindung mit dem stimmigen Lichteffekt der Füllung zu erzielen. Oder, im direkten Gegensatz hierzu, es dem Behandler möglich zu machen, mittels einer Vielzahl von Komposit-Material-Schichtungen der unterschiedlichsten Farbtöne und Opazitätsgrade innerhalb einer Füllung, den geforderten lebensecht wirkenden ästhetischen Gesamteindruck zu erzielen. Praktisch-klinisch zeigt es sich jedoch, dass sowohl der eine Weg, also die Auswahl eines exakt passenden Farbtons aus vielen möglichen für eine bestimmte Füllung, als auch der andere, also das mehrlagige Schichten einer Komposit-Restauration, nicht selten dadurch umgangen werden, das in der Regel standardmäßig auf immer ein und denselben Farbton zurückgegriffen wird.

Charakteristika von Estelite ? Quick

  • Abb. 3: Estelite ? Quick und Estelite Flow Quick in der bevorzugten Zusammenstellung des Autors.

  • Abb. 3: Estelite ? Quick und Estelite Flow Quick in der bevorzugten Zusammenstellung des Autors.

Das neue Komposit-Material-System ist mit 20 Farbtönen in unterschiedlichen Opazitätsgraden (A1, OA1, A2, OA2, OPA2, A3, OA3, A 3,5, A4, A5, B1, B2, B3, B4, C1, C2, C3, CE (Inc.), BW (Bleach White) und WE (White Enamel) sehr übersichtlich und für den Anwender logisch konzeptioniert (Abb. 3). Die Komposit-Füllungsmaterialien orientieren sich an der gängigen VITA® -Farbskala und machen es möglich, dass die drei Grundkonzepte bei der direkten Füllungsversorgung mittels plastischer Kompositmassen umgesetzt werden können, mit den Ziel eine mono- bzw. polychrome biomimetische Restauration zu erreichen:

  1. Möglichst wenige Farben mit breiter Farbwirkung
    Dies ist bei den Kompositen von Estelite ? Sigma umgesetzt, da durch den deutlichen Chamäleoneffekt aufgrund der äußerst günstig ausgeprägten Licht-Diffusions- sowie Transmissionseigenschaften (innere Reflexion) dieser Materialien eine sehr vorteilhafte Farbanpassung an die jeweilig umgebende Zahnhartsubstanz besteht.

  2. Eine Vielzahl an verschiedenen Farbschattierungen
    Die vorliegenden 20 Farben der Palette des Estelite ? Sigma-Programmes decken alle üblichen Farbnuancierungen ab. So stehen auch extreme Farbtöne, wie etwa A5, sehr deutlich weißliche (BW) sowie stark transluzente (CE Inz. Und WE) Farbtöne zur Verfügung. Bei der praktisch-klinischen Erprobung der Materialien durch den Autor zeigte sich, dass nicht selten der Farbton OA2 für eine monochromatische Füllungsversorgung zum Einsatz kommen konnte.

  3. Erzielung eines speziellen Farbeindruckes durch Schichtung
    Im Rahmen des praktisch-klinischen Vorgehens ist es sehr angenehm, dass alle Materialien eine bestechende Farbtontreue vor und nach der Lichthärtung zeigen.

Besondere Materialeigenschaften

Ein als Uptodate anzusehendes Kunststoff-Füllungsmaterial zeichnet sich außerdem durch gutes Handling und einen geringen Schrumpf aus2,3. Beides ist bei vorliegendem Material vorhanden, denn in der praktischen Anwendung zeigte sich eine auffallend gute Modellierbarkeit mit deutlich stabiler Standfestigkeit im unausgehärteten Zustand.

Mit einem Schrumpfwert von nur 1,3 % liegt dieses Füllungsmaterial des japanischen Herstellers Tokuyama im Spitzenfeld der schrumpfungsarmen Komposite.

„RAP-Technologie“ – schnelle Photopolymerisation bei dennoch zeitdruckfreier Verarbeitungsphase

Die vom Hersteller als „RAP-Technologie“ (Radicalamplified Photopolymerization Initiator) bezeichnete sehr schnelle und dennoch zuverlässige und dabei nicht ungewollt vorschnelle Photopolymerisationsreaktion ermöglicht die bereits hervorgehobenen Materialeigenschaften.

  • Abb. 4: Schematische (und vereinfachte) Darstellung der RAP-Technologie. Durch den Einsatz spezieller Initiatoren kann auf den sonst üblichen hohen Anteil von Campherchinonen verzichtet werden (©Tokuyama).

  • Abb. 4: Schematische (und vereinfachte) Darstellung der RAP-Technologie. Durch den Einsatz spezieller Initiatoren kann auf den sonst üblichen hohen Anteil von Campherchinonen verzichtet werden (©Tokuyama).

Erklären lässt sich dies so, dass durch die RAP-Initiatoren, welche ja die Polymerisation der Monomere der organischen Komposit-Matrix verstärken, auf hohe Campherquinon-Anteile in der organischen Matrix verzichtet werden kann. Da, wie hinlänglich bekannt, Campher-Quinone durch Abgabe von Radikalen im Rahmen der Photopolymerisations-Lichtzufuhr die Aushärtung eines Komposites bewirken – bei der Abgabe der Radikale jedoch ihre ursprüngliche (gelblich-bräunliche) Eigenfärbung verlieren und sich hierbei auch der Lichtbrechungsindex dieser Moleküle ändert – stellt der Campher-Quinon-Anteil eines lichthärtenden Komposites eine Medaille mit zwei Seiten dar (Abb. 4 u. 5).

Es kommt hinzu, dass Campher-Quinone zwar licht- und vor allem auch tageslicht-sensitiv sind, dennoch aber eine hohe und lange Bestrahlung mittels Polymerisations-induzierendem Licht (sprich Energie) benötigt, um letztendlich vollständig ihre Radikalen abzugeben. Diese Eigenart hat zur Folge, dass herkömmliche Komposite handhabungstechnisch ungünstig tageslicht-empfindlich sein können, dabei aber gleichzeitig nicht vollständig bzw. schnell aushärtbar sind. Werkstoffkundlich weisen sie also unzulängliche klinische Eigenschaften auf.

  • Abb. 5: Der übliche hohe Anteil von Campherchinon-Molekülen in konventionellen Komposit-Materialien führt zu einer relativ hohen Lichtempfindlichkeit dieser Restaurationswerkstoffe (©Tokuyama).

  • Abb. 5: Der übliche hohe Anteil von Campherchinon-Molekülen in konventionellen Komposit-Materialien führt zu einer relativ hohen Lichtempfindlichkeit dieser Restaurationswerkstoffe (©Tokuyama).

Füllerpartikel für gute mechanische Werte

Die grundlegenden Anforderungen an Komposit-Restaurationswerkstoffe, wie etwa Abnutzungsresistenz, Biegefestigkeit und Hochglanzpoliturfähigkeit, werden nach meinen klinischen Erfahrungen von den neuen Estelite-?-Quick- -Materialien ebenso wie von den gesamten Kompositen der umfangreichen bisherigen Estelite-Produkt-Palette erfüllt. Diese guten werkstoffkundlichen Eigenschaften erklären sich u. a. durch die späherischen Submicron-Füllerpartikel, die mit einem Anteil von 82 Gewichtsprozent in Estelite ? Quick verwendet werden. Diese Füllerpartikel stellen nahezu kugelförmige Teilchen dar, die als anorganische Komponente des Komposits in einer durchschnittlichen Größe von nur 0,2 µm vorliegen. Diese „Minikügelchen“, die in einem Gesamtpartikelgrößenbereich von 0,1 bis 0,3 µm vorhanden sind, werden in einem speziellen Sol-Gel-Verfahren gewonnen, und nicht durch Zerkleinern und Zermalen erzeugt.

Dies heißt, dass die anorganische Phase aller Estelite Quick-Materialien in ihrer Struktur eine soweit wie möglich homogene Masse von submicron-kleinen kugel- bis ovoidförmigen Partikeln darstellt, wodurch – was elektronenmikroskopische Darstellungen sehr deutlich belegen – eine sehr dichte, Schichtung dieser Füllerteilchen zustande kommt. Daraus wiederum ergeben sich die ausgezeichneten physikalisch-mechanischen und ästhetisch-optischen Werte.

Nicht zuletzt sei erwähnt, dass der optische Brechungsindex dieser anorganischen Silizium-Zirkon-/Silizium-Titan-Teilchen so eingestellt wurde, dass er zwischen den Brechungsindices der organischen Kompositmatrix vor Lichthärtung und nach Lichthärtung liegt. In Kombination mit der bereits oben beschriebenen RAP-Technologie erklärt sich so die als besonders positiv auffallende Farbtreue der Komposit-Werkstoffe vor und nach Photopolymerisation.

Fazit

Estelite ? Qick ist aus meiner Sicht ein empfehlenswertes Produkt, das sich als Standard-Komposit für alle direkten Restaurationen bestens eignet.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Markus Th. Firla

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Markus Th. Firla


Nachhaltige Zahnmedizin – so geht's
csm FINAL Kako 22 Ausschnitt Klein.jpg 4049048a638c59a992c19f66c7254581 3bd8b3414d

Die Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele der UN darf keine Utopie bleiben.
Auch die Zahnmedizin kann und muss ihren Beitrag dazu leisten.
Wie?! – Dies erfahren Sie auf der Karlsruher Konferenz am 18. März 2022 online.

Erfahren Sie im kostenlosen Live-Webinar „Die Versorgung zahnloser Kiefer im digitalen Workflow“ von Permadental am 04.02.2022 von 14:00–15:00 Uhr alles über die digitale Prothetik, Planung und Abrechnung der Leistungen, sowie über den Workflow zwischen Praxis und Labor.

Jetzt kostenlos anmelden