KFO

Masterkurs der DGCZ am 23. bis 25. Mai 2019

Funktionstherapie im Fokus

20.05.2019

Hamburg beherbergt den Masterkurs 2019 der DGCZ und bietet eine Vielzahl von Themen rund um die computergestützte Restauration.
Hamburg beherbergt den Masterkurs 2019 der DGCZ und bietet eine Vielzahl von Themen rund um die computergestützte Restauration.

Bruxismus als Parafunktion des Kauorgans kann zu Attritionen führen. Diese sind, neben Erosionen, eine der Hauptursachen für Zahnverschleiß. Während Bruxismus sich offenbar als eine physiologische Dysfunktion manifestiert, ist Zahnverschleiß für die Gesunderhaltung des Kauorgans ein erhebliches Risiko.

Insbesondere bei einem Zusammenspiel von Attritionen und Erosionen verursacht Zahnverschleiß einen bis zu 30 Mal höheren Hartsubstanzverlust als normal. Die Folgen für die einzelnen Zähne sind progressive Substanzverluste – und bei pathologischem Fortschreiten Vitalitätsverluste und/oder Zahnfrakturen sowie Funktionsstörungen durch Verlust der okklusalen Stabiliät.

  • Zahnhartsubstanz und Ästhetik durch Attrition massiv kompromitiert.

  • Zahnhartsubstanz und Ästhetik durch Attrition massiv kompromitiert.
    © Schneider
Daraus resultieren schließlich phonetische sowie ästhetische Beeinträchtigungen. Ferner kann es infolge des Zahnverschleißes generell zu Stellungsveränderungen des Unterkiefers und in der Folge zu Arthropathien kommen. Unphysiologisch progressiver Zahnverschleiß kann so erheblichen funktionellen Rehabilitations- und Restaurationsbedarf auslösen, der je nach Invasivität des restaurativen Vorgehens weitere Belastungen mit sich bringt.

In der Praxis ist daher die mehrstufige Erfassung von Zahnverschleiß erforderlich, beginnend mit einem Zahnverschleiß-Screening, bei Bedarf gefolgt von einem Zahnverschleiß-Status mit zahnbezogener Erfassung der Substanzverluste und einer strukturierten Erfassung der Ursachen.

Parafunktionen sind behandlungsfähig

Der Spezialist für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) sowie Leiter des CMD-Zentrums Hamburg-Eppendorf, Priv.-Doz. Dr. Oliver Ahlers, wird auf dem Masterkurs der Deutschen Gesellschaft für Computergestützte Zahnheilkunde (DGCZ) am 24. Mai 2019 in Hamburg über „Grundlagenentscheidungen für die Bruxismustherapie“ sprechen.

Laut Ahlers ist Diagnostik der Schlüssel zur erfolgreichen Therapie. Deshalb ist es Ziel des Referats, die verschiedenen Erfassungsmethoden von Funktionsstörungen mit Hilfe der instrumentellen Funktionsanalyse als Grundlage eines praxistauglichen digitalen Vorgehens vorzustellen. Dies ermöglicht, Patienten mit unphysiologischem Zahnverschleiß zu identifizieren und nach Möglichkeit präventiv einzugreifen oder konservierend zu behandeln. Hier bringt für Zahnärzte die Digitalisierung große Vorteile in der Funktionsdiagnostik, bei der systematischen Befunderhebung, Diagnosestellung und Dokumentation. Die Software sortiert und bewertet die relevanten Befunde und visualisiert sie auch grafisch. Das alles lässt sich auch ausdrucken und exportieren für den Patienten und Kostenträger.

Der CMD-Spezialist zeigt auch neue atraumatische Wege für eine kiefergelenkschonende Therapie. Sein Konzept: über den gesamten Therapieweg die Diskoordination minimieren und die Kieferposition stabilisieren. Das initiale Therapieziel liegt in der Detonisierung der Muskulatur. Offenbart sich dabei ein Verlust an Zahnhartsubstanz, ist ein Okklusionsausgleich erforderlich, um den Kiefer wieder in reponierter Lage einzustellen.

 

Der 27. Masterkurs der Deutschen Gesellschaft für Computergestützte Zahnheilkunde (DGCZ) findet vom 23. bis 25. Mai 2019 in Hamburg, Hotel Grand Elysee, statt. In Referaten und Workshops werden auch Erfahrungen über intraorales Digitalscanning, navigierte Implantologie, Klebebrücken, digitale Kieferorthopädie und Materialauswahl ausgetauscht. Eine Panel-Diskussion und Live-Behandlungen coram publico werden die Höhepunkte der 3-tägigen Veranstaltung sein.


Weitere Informationen:
www.dgcz.org 
www.dda.berlin

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Manfred Kern


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