Hygiene


Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis – so wichtig wie nie

22.11.2017

©Bernd Geller/fotolia
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Ein Hauptproblem in Sachen Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis stellen meist die langen Schläuche dar, die zu den Dentaleinheiten führen. Eine regelmäßige Reinigung und Wartung sollte daher weit oben auf dem Hygieneplan stehen. Doch auch dann, wenn sowohl Zahnarzt als auch Mitarbeiter nach bestem Wissen und Gewissen handeln und höchstmögliche Hygienestandards einhalten, ist eine Verkeimung in den Schläuchen und Geräten nicht ausgeschlossen.

Im Wasser können sich verschiedenste, zum Teil sehr gefährliche Keime verbergen. Dazu zählen vor allem Legionellen. Diese können, wenn sie in die Atemwege geraten, zu schweren Erkrankungen führen – insbesondere für den behandelnden Zahnarzt und sein Team. Weitere Erreger, die laut RKI-Richtlinien nicht im Wasser einer zahnärztlichen Praxis heimisch sein sollten, sind Keime der Gattung Pseudomonas aeruginosa. Dementsprechend empfiehlt das RKI die mindestens jährlich aufgefrischte Wasseranalyse des Trinkwassers, das aus sämtlichen Dentaleinheiten entnommen wird.

Die Wasseranalysen sollten in regelmäßigen Abständen, idealerweise einmal jährlich, durchgeführt und fest in den Hygieneplan einer zahnärztlichen Praxis aufgenommen werden, um frühzeitig eventuelle Verunreinigungen festzustellen.

Welche Entkeimungsmittel kommen zum Einsatz

  • Bakterien (z. B. Pseudomonaden oder Legionellen) wie auch auf grampositive Bakterien (Staphylokokken oder Streptokokken).

  • Bakterien (z. B. Pseudomonaden oder Legionellen) wie auch auf grampositive Bakterien (Staphylokokken oder Streptokokken).
Die Entkeimungsmittel, die Herstellerfirmen von Behandlungseinheiten meist empfehlen, enthalten Wasserstoffperoxid (H2O2). Diese haben jedoch eine geringere Wirkung auf gramnegative Bakterien (z. B. Pseudomonaden oder Legionellen) wie auch auf grampositive Bakterien (Staphylokokken oder Streptokokken). Die Bakterien werden hierdurch nicht abgetötet, sondern lediglich das Wachstum der Bakterien wird gehemmt. Daher ist folglich auch die Gefahr gegeben, dass die Bakterien gegen H2O2 resistent werden. Diese Resistenz der Biofilmbakterien gegenüber Wasserstoffperoxid steigt mit dem Alter des Biofilms, so das Ergebnis einer Studie der Universität Duisburg Essen aus dem Jahr 2013 [1]. Dieser Biofilm kann sich außerdem in der Dentaleinheit festsetzen und eine Verstopfung herbeiführen, die eine Reparatur erforderlich macht. Nachteilig wirken sich die Entkeimungsmittel mit H2O2 auch an den Dichtungen, Instrumenten und Magnetventilen aus. Über einen längeren Zeitraum setzen diese Korrosion an und müssen ausgetauscht werden.

H2O2 verfälscht Probeergebnisse

Für die jährliche Probeentnahme zur Auswertung gemäß den Vorgaben zur Trinkwasserverordnung des Robert-Koch-Instituts müsste das H2O2 während der Probeentnahme neutralisiert werden. Dies erfolgt meist aus technischen Gründen nicht. Das H2O2 hat nun genügend Zeit, um die im Wasser befindlichen Keime zu neutralisieren. Die Ergebnisse scheinen einwandfrei zu sein, doch die eigentliche Keimbelastung wird nicht angezeigt. Falsche Probenergebnisse gefährden die Rechtssicherheit bei einer eventuellen Auseinandersetzung mit Patienten. Wenn die Probenergebnisse verfälscht waren, kann nicht mehr bewiesen werden, dass das Wasser – und somit die Behandlung – einwandfrei waren. Dies macht Praxen rechtlich angreifbar.

Vorteile einer einheitlichen Wasserqualität

  • SAFEWATER-Konzept.

  • SAFEWATER-Konzept.
Das Technologieunternehmen BLUE SAFETY aus Münster hat für die oben aufgeführten Probleme genau die passende Lösung. Sie bietet eine einheitlich gute medizinische Wasserqualität. BLUE SAFETY hat ein SAFEWATER-Konzept entwickelt, das nicht mit H2O2 entkeimt. Durch ein fortschrittliches elektrochemisches Verfahren wird durchgehend ein entkeimendes Mittel in den Wasserkreislauf gegeben, das zuverlässig und sicher die Dentaleinheit von einem Biofilm befreit.

Schicht um Schicht wird dieser abgetragen, ohne die Einheit zu verstopfen. Spätestens nach acht bis zehn Wochen sind die Schläuche frei. Die zum Einsatz kommende Technologie hält die Keimzahl in den Einheiten unter den vorgegebenen Höchstwerten gemäß der Trinkwasserverordnung des RKI. Pseudomonas und Legionella haben keine Chance.

BLUE SAFETY führt die Installation und die jährliche Wartung in der Zahnarztpraxis durch, unterweist das Praxispersonal und erteilt eine Erfolgsgarantie auf die Wirksamkeit des SAFEWATER-Systems. Einzig die Untersuchung der Wasserproben ist ausgelagert. Hier arbeitet das Unternehmen mit universitären Hygieneinstituten zusammen.

[1] Schulte, S. (2003): Wirksamkeit von Wasserstoffperoxid gegenüber Biofilmen. http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5510/DissSchulte.pdf

 

Biozidprodukte vorsichtig verwenden.
Vor Gebrauch stets Etikett
und Produktinformation lesen.

 

 

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Nähere Information zum System und der Wirkweise erhalten Interessierte unter:

Tel.: 00800 88 55 22 88 (kostenfrei)
BLUE SAFETY GmbH
Siemensstr. 57
48153 Münster
Germany
www.bluesafety.com


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