Allgemeine Zahnheilkunde

Aus Wissenschaft und Hochschulen.

Gesichtsschmerz: neues Medikament in Phase-2-Studie

Die sogenannte Trigeminusneuralgie zählt zu den schlimmsten chronischen Nervenschmerzen.

Die Schmerzattacken werden durch Berührungsreize ausgelöst. Verursacht werden sie in der Regel durch eine Reizung des Nervus trigeminus, der für das sensible Empfinden im Gesichtsbereich sowie von Teilen der Kopfhaut und der Mundhöhle verantwortlich ist.

Resultate einer internationalen Phase-II-Studie unter Beteiligung des Zentrums für Zahnmedizin der Universität Zürich lassen hoffen, dass ein neues Medikament den Schmerz einerseits reduziert und andererseits weniger Nebenwirkungen zeigen wird als bisherige Mittel. Das Medikament mit dem Wirkstoff „BIIB074“ hemmt den schmerzverantwortlichen Natriumkanal 1.7 in Abhängigkeit von dessen Aktivitätszustand: Je aktiver dieser Natriumkanal ist, desto stärker wird er durch den Wirkstoff gehemmt. Im Unterschied zu etablierten Medikationen, die oft zu Müdigkeit und Konzentrationsstörungen führen, soll der neue Wirkstoff nach bisherigen Studienergebnissen gut verträglich sein.

Quelle: Zakrzewska J et al.: Safety and efficacy of a Nav1.7 selective sodium channel blocker in trigeminal neuralgia: a double-blind, placebocontrolled, randomised withdrawal phase 2a trial. The Lancet Neurology 2017; 16 (4): 291–300. DOI: 10.1016/S1474-4422(17)30005.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dagmar Kromer-Busch


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