Interview

Interview mit BLUE SAFETY

BLUE SAFETY – seit 10 Jahren der Experte in Sachen Wasserhygiene

28.05.2020

Rechtssichere Wasserhygiene – dieser Revolution haben sich Chris Mönninghoff und Jan Papenbrock (v.l.) seit 10 Jahren verschrieben.
Rechtssichere Wasserhygiene – dieser Revolution haben sich Chris Mönninghoff und Jan Papenbrock (v.l.) seit 10 Jahren verschrieben.

Das Medizintechnologie-Unternehmen BLUE SAFETY mit Sitz in Münster beging am 11. Mai 2020 sein 10-jähriges Firmenjubiläum. Die Gründer und Geschäftsführer Chris Mönnighoff und Jan Papenbrock haben uns aus diesem Anlass einige Fragen beantwortet.

ZMK: Zunächst gratulieren wir Ihnen, Herr Mönninghoff und Herr Papenbrock, zu Ihrem Firmenjubiläum. Leider sind zu dieser Zeit Feierlichkeiten im größeren Rahmen ja nicht möglich. Werden diese zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden und wie sind diese geplant?

Mönninghoff: Vielen Dank. In der Tat überschattet Corona unser Firmenjubiläum und zeigt uns, wie richtig unsere Entscheidung war, mit BLUE SAFETY auf Hygienekompetenz zu setzen. Denn Keime kennen keine Grenzen. Das führt die Virus-Pandemie sehr eindrucksvoll vor Augen, und der einzige Weg zur Eindämmung bleibt die Hygiene. Unser Herzensthema ist also von höchster Bedeutung, um künftigen Krisen vorzubeugen. Wir haben das Ziel, Zahnmediziner bestmöglich dabei zu unterstützen. Dafür verschieben wir gerne unsere internen Feierlichkeiten samt großem Teamevent auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr.

ZMK: Sie sind beide im Mai 2010 als Zwei-Mann-Betrieb gestartet. Wie stark ist Ihr Unternehmen seither mit Blick auf die Mitarbeiterzahl, das Produktportfolio und Ihre Kunden angewachsen?

Papenbrock: Zu Beginn erfüllte jeder von uns beiden verschiedene Positionen in einem aus – Forscher, Techniker, Buchhalter, Geschäftsführer und viele mehr. Heute sind wir mit über 70 Teammitgliedern fachlich breit und interdisziplinär aufgestellt. Als einziges Unternehmen in der Dentalbranche in Deutschland arbeiten wir mit eigenem mikrobiologischem Labor und zeichnen uns als Installationsbetrieb in Meisterhand aus. Unsere Produkte und Services entstehen komplett inhouse und wir begleiten von der ersten Beratung bis zur täglichen Anwendung. Neben unserem SAFEWATER Hygiene-Technologie-Konzept, das bereits weit über 1.000 Praxen in Deutschland bei ihrer Wasserhygiene entlastet, führten wir mit der SAFEBOTTLE eine weitere Innovation in den Dentalmarkt ein. Das erste validiert aufbereitbare Druckflaschensystem made in Germany. Und dank zahlreicher Patente im Rücken steht auch in Zukunft weiteren Hygienerevolutionen nichts im Wege. Eins aber ist über die Jahre gleich geblieben – unser Anspruch, die Gesundheitsbranche mit medizintechnologischen Lösungen hygienisch noch sicherer zu machen

ZMK: Welche Ereignisse in der Unternehmenshistorie erachten Sie als besonders wichtig?

Mönninghoff: Im November letzten Jahres erhielten wir als Medizinproduktehersteller die Zertifizierung nach DIN EN ISO 13485. Bewusst entschieden wir uns für diese Extrameile, auch vor dem Hintergrund der neuen Medical Device Regulation. Damit stellen wir uns mit den ganz Großen auf eine Stufe. Die Zertifizierung bestätigt unsere hohe Messlatte in puncto Qualität auf international anerkanntem Niveau. Sie legt einen wichtigen Grundstein für die weitere Entwicklung und Einführung hochklassiger, innovativer Medizinprodukte auch höher Klasse I. Und stärkt das kundenseitige Vertrauen noch weiter. Ein bedeutender Meilenstein für das Team von BLUE SAFETY.

ZMK: Der Name BLUE SAFETY ist in der Dentalbranche mittlerweile ein Begriff. Was zeichnet Ihr Unternehmen besonders aus bzw. was ist Ihr Erfolgsrezept?

Papenbrock: Wir konzentrieren uns mit ganzer Leidenschaft auf ein höchst zukunftsweisendes Thema, die Hygiene. Nicht bloß so nebenher. So konnten wir unsere Expertise fokussieren, zuspitzen und uns über die letzten 10 Jahre als Marktführer im Bereich Wasserhygiene etablieren. Unser Erfolgsrezept sehen wir darin, den Zahnmediziner in seinen Bedürfnissen zu verstehen und ihn dabei bestmöglich zu unterstützen. Nicht nur mit dem Verkauf irgendeines Produkts, sondern mit einem Full Service, der wirklich entlastet. Damit sich das Praxisteam mit ganzer Leidenschaft der Behandlung widmen kann.

ZMK: Mit dem SAFEWATER Hygiene-Technologie-Konzept sichern Sie dem Anwender langfristig hygienisch sauberes Wasser. Wie ist dies überhaupt realisierbar?

Mönninghoff: Mit einem zentralen, ganzheitlichen Lösungskonzept. Ein Bestandteil ist die innovative Technologie, die für die nötige Trinkwasserdesinfektion sorgt. Vervollständigt wird diese mit einer umfassenden Betreuung durch unsere Wasserexperten. Gemeinsam stellen wir ein maßgeschneidertes Biofilmmanagement auf, das Wasserkeimen den Garaus macht. Spülpläne und regelmäßige Wartungen sichern die Wirksamkeit, während jährliche akkreditierte Probenahmen diese auch rechtssicher belegen. Die hygienisch einwandfreie Qualität des Wassers sichern wir mit unserem Leistungsversprechen ab, das wir unseren Kunden über 7 Jahre geben. Wir kommen im Zuge unseres Full-Service im Zweifel so lange, bis alles zuverlässig funktioniert, ohne zusätzliche Kosten. Wir setzen damit auf absolute Transparenz.

ZMK: In der derzeitigen Situation ist das Bewusstsein für Hygiene und die Nachfrage nach Hygienemaßnahmen so hoch wie nie. Wie stark schlägt sich dies in Ihrem Bereich der Wasserhygiene nieder?

Papenbrock: Corona sensibilisiert uns alle mehr denn je für Hygiene. Wir sehen das Virus für die Zahnmediziner als Chance. Denn Hygiene war bereits vor der Pandemie zweitwichtigster Entscheidungsfaktor von Patienten für eine Praxis. Nun wird er umso wichtiger. Wer jetzt seinen besonderen Hygieneeinsatz sichtbar macht und sich so von Kollegen hervorhebt, kann den Patientenstamm weiter binden und ausbauen. Ein echter Erfolgsbooster also. Ein Weg dazu ist es, die Wasserhygiene endlich in Angriff zu nehmen und sicher aufzustellen. Auch, weil Corona den Fokus auf die Aerosole in Zahnarztpraxen warf. Und die sind auch ohne SARS-CoV-2 eine Gefahr für die Gesundheit von Behandler, Team und Patient. Denn in den Wasser führenden Systemen lauern wirklich gefährliche Keime, die es auszumerzen gilt.

ZMK: Aufgrund der Corona-Pandemie konnten viele ZA-Praxen nicht mehr vollumfänglich an allen Behandlungseinheiten arbeiten. Manche stellten den Praxisbetrieb ganz ein. Was ist bei der Wiederaufnahme nach Ruhezeiten zu beachten?

Mönninghoff: Während Stillstandzeiten, egal ob nun wegen Corona oder während des Urlaubs, wachsen Biofilme in den Wasser führenden Systemen besonders gut. Damit fühlen sich hier auch Legionellen, Pseudomonaden und Co. wohl. Um einer Kontamination des Wassers und damit einer Infektionsgefahr sowie möglichen Praxisschließungen durch das Gesundheitsamt vorzubeugen, ist Wasserhygiene jetzt besonders essenziell. Es gibt verschiedene Tricks, der Biofilmbildung entgegenzuwirken. Einer ist in jedem Fall regelmäßiges Spülen. Die Richtlinie VDI 6023 vom Verein Deutscher Ingenieure bietet dabei beispielsweise Orientierung. Im besten Falle holen sich Zahnarztpraxen aber einen ausgewiesenen Experten an die Seite, der individuell mit einer funktionierenden Lösung langfristig begleitet.

  • Im unternehmenseigenen Labor entstehen innovative Technologien. Hier Dr. Friederike Emeis, Prozess-, Projekt- und Qualitätsmanagerin, bei ersten Tests.
  • Im unternehmenseigenen Labor entstehen innovative Technologien. Hier Dr. Friederike Emeis, Prozess-, Projekt- und Qualitätsmanagerin, bei ersten Tests.
    © BLUE SAFETY

ZMK: Kann BLUE SAFTEY auch bezüglich des Coronavirus SARS-CoV-2 Sicherheit für die Wasserhygiene garantieren?

Papenbrock: Das Umweltbundesamt hielt in einer Stellungnahme fest, dass eine Übertragung des Coronavirus über das Trinkwasser nach aktuellem Stand nicht wahrscheinlich ist. Im gleichen Zuge bestätigte es die Wirksamkeit von Chlor – unseres Wirkstoffs – jedoch auch gegen behüllte Viren.

ZMK: Sie boten als Unterstützung für Zahnärzte in dieser Zeit einen kostenlosen SAFEWATER Full-Service für 3 Monate an. Was ist darunter zu verstehen und wie war die Resonanz?

Mönninghoff: Wie erläutert, ist Wasserhygiene aktuell wichtiger als je zuvor. Mit unserem Angebot bedankten wir uns bei den Praxen einerseits für deren Einsatz während Corona und unterstützten diese andererseits finanziell. So konnten sich Praxen schon zu Beginn sicher aufstellen, von unserem Service profitieren, und mit der Zahlung aber erst später beginnen. Zahlreiche Praxisunternehmer nutzten unsere Offensive zu ihrem Vorteil und entschieden sich für SAFEWATER, sodass wir das Angebot bis Ende Mai verlängert haben.

ZMK: Wagen wir einen Blick in die Zukunft. Was sind Ihre Ziele bzw. Herausforderungen der nächsten 10 Jahre?

Papenbrock: Wir werden unser Ziel weiterverfolgen, die Gesundheitsbranche noch sicherer zu machen, und hierzu weitere innovative Produkte und Services entwickeln. Alles zugunsten von Medizinern und ihren Teams national wie international. Dazu wollen und müssen wir auch personell wie räumlich weiterwachsen. Es werden spannende 10 Jahre, nachdem wir den Kinderschuhen nun endgültig entwachsen sind. Sie dürfen gespannt bleiben!

Vielen Dank für Ihre Antworten.