Gesellschaften/Verbände


Wollen die Zahnärzte den Beruf der ZFA abschaffen?

08.11.2018

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Wenn sich die Zahnärzteschaft in Frankfurt am Main zur Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer trifft, sollten die Delegierten auch ein Signal der Wertschätzung an ihre angestellten MitarbeiterInnen schicken.

Das fordert Sylvia Gabel, Referatsleiterin für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) im Verband medizinischer Fachberufe e.V. „ZFA, Zahnmedizinische ProphylaxeassistInnen, FachassistentInnen, VerwaltungsassistentInnen und DentalhygienierInnen sind wichtige Teammitglieder in der Zahnarztpraxis, ohne die eine sichere und wirtschaftliche Betreuung der Patienten nicht möglich wäre“, so Sylvia Gabel weiter. Die Diskussion auf der Hauptversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte e.V. Mitte Oktober in Lübeck lässt aus ihrer Sicht jedoch anderes befürchten. Dort wurde unter anderem vorgeschlagen, dem Fachkräftemangel bei ZFA damit zu begegnen, dass BewerberInnen ohne bzw. mit fachfremdem Abschluss „rechtssicher“ in den zahnärztlichen Praxen eingestellt werden dürfen – zum Beispiel als Rezeptionsmanagerin oder als Hygienefachkraft. Entsprechende Kurse dazu sollen bereits angeboten werden.

 

Sylvia Gabel: „Hygiene- und Praxismanagement sind Inhalte der Ausbildungsordnung. Wenn diese Aufgaben nicht mehr zum Tätigkeitsbereich von ZFA gehören, entfällt vielleicht auch bald die Assistenz bei Behandlungen. Der Weg zum Horrorszenario, dass Quereinsteiger nach einem Crashkurs Röntgenaufnahmen anfertigen, ist dann nicht mehr weit. Damit stellt sich die Frage: Will die Zahnärzteschaft den Beruf ZFA abschaffen und nur noch angelernte Hilfen für ihre Sprechstunden beschäftigen? Ist sie sich der Konsequenzen für die Qualität der Betreuung und die Patientensicherheit bewusst? Aus Arbeitgebersicht wäre dann wenigstens das Problem der Personalkosten gelöst. Ein Tarifvertrag ist dann nicht nötig, denn diese Hilfskräfte erhalten den Mindestlohn.“  


Quelle:

Verband medizinischer Fachberufe e.V.

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