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VdZÄ-Dentista begrüßt Novellierung und bedauert Trennung von Zahn- und Humanmedizin

11.06.2019

Dr. Anke Klas, Präsidentin des VdZÄ – Dentista.
Dr. Anke Klas, Präsidentin des VdZÄ – Dentista.

Die Novellierung der zahnärztlichen Approbtionsordnung wurde am 7. Juni 2019 verabschiedet. Dies begrüßt der Verband der ZahnÄrztinnen – Dentista e.V. sehr. „Endlich hat sich der Gesetzgeber zur Neufassung der Approbationsordnung durchringen können, sodass die Grundlage zahnärztlicher Ausbildung endlich an den wissenschaftlichen Fortschritt der letzten 64 Jahre angepasst wird“, erläuterte Dr. Anke Klas, Präsidentin des VdZÄ – Dentista.

Bedauerlich sei jedoch, dass die vorklinische Ausbildung von Zahn- und Humanmedizinern vorerst weiter getrennt bleibt. „Wir hätten uns hier mehr Mut gewünscht, schließlich sind die Zahnärztinnen und Zahnärzte die Fachärzte für die Mundhöhle – und diese wiederum ist ein Spiegel der Allgemeingesundheit.“ Medizin müsse daher einen wesentlichen Teil des zahnmedizinischen Studiums darstellen. Es bleibe zu hoffen, dass dies im Rahmen der Verhandlungen zum Masterplan Medizinstudium 2020 noch einmal aufgegriffen werde.

Der VdZÄ – Dentista begrüßt ausdrücklich die Verbesserung des Zahlenverhältnisses Studierende zu Lehrenden im klinischen Abschnitt der Ausbildung – und die ausdrückliche Warnung des Bundesrates, dies dürfe nicht zu einer Verringerung der Studienplatzkapazitäten führen. Dies habe Gender Dentistry bereits 2017 angemahnt, ergänzt PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Vizepräsidentin Wissenschaft und Gender Dentistry im VdZÄ – Dentista. „Gerade im Hinblick auf den nach wie vor steigenden Frauenanteil unter den Studierenden und die damit verbundenen anstehenden Veränderungen der Ausübung zahnärztlicher Praxistätigkeit müssen wir uns eher für eine Ausweitung der Studienplätze einsetzen.“ Bei unverändert hohem Bedarf sei dies ein wichtiger Schritt für die Sicherstellung zahnärztlicher Versorgung in den kommenden Jahren.

Präsidentin Dr. Anke Klas fasst zusammen: „Dass nach so langer Zeit nun endlich eine verlässliche Neuordnung zahnärztlicher Ausbildung auf den Weg gebracht wurde, kann schon als Meilenstein verstanden werden“. Wenn nun noch die Bundesregierung die Änderungen des Bundesrates umsetze, könne die neue Approbationsordnung zum 1. Oktober 2020 in Kraft treten. Nach 65 Jahren sicher nicht zu früh.


Quelle:
VdZÄ – Dentista e.V.


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