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Schutzkleidung, Aerosolreduktion, Desinfektion und Behandlung nur in Notfällen

Review: Zahnmedizin in der COVID-19-Ära

06.07.2020

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Im Literatur-Review zu Infektionsrisiko und Wegen zur Reduktion dieses Risikos in der Zahnmedizin der COVID-19-Ära betont Zahnmedizinerin Dr. Carter die Notwendigkeit, an verschiedensten Stellen gleichzeitig anzusetzen. An vorderster Stelle sieht sie die Konzentration auf nur die absolut notwendigen Notfallprozeduren, da die zahnärztliche Behandlung ein hohes Potenzial für Aerosole und Übertragungen hat.

Zahnmedizinerin Dr. Carter vom Leeds Dental Institute in Großbritannien beschrieb nun in einem Review, wie das Infektionsrisiko und Wege zur Reduktion dieses Risikos in der Zahnmedizin der COVID-19-Ära aussehen. Dazu ermittelte sie Studien zum Thema aus 5 elektronischen Datenbanken: COVID-19 Open Research Dataset (CORD-19-2020), PubMed, MEDLINE, Scopus und Google Scholar. Veröffentlichungen bis 19. März 2020 wurden berücksichtigt.

Qualitativer Review zu Infektionsrisiko und Sicherheit in der Zahnmedizin

Die Übertragung des Virus kann in der Zahnarztpraxis klassisch durch Kontakt zwischen Menschen erfolgen. Problematisch in diesem Umfeld sind aber auch Speichel, Aerosole und orthodontische Instrumente. Entsprechend der Nähe zwischen Patient und Behandler sowie der Entwicklung von Aerosolen bei der Behandlung kommt der persönlichen Schutzkleidung eine besonders wichtige Rolle zu. Kritisch sind optimale Handhygiene, der Einsatz von Schutzkleidung (PPE) mit hohem Standard, eine gute Kontrolle oder Reduktion der Nutzung von Aerosolen in der Behandlung und eine angemessene Lüftung.

Der Kontakt der Behandlungsgeräte mit Speichel u. ä. erfordert außerdem besondere Beachtung der Hygiene: Oberflächendesinfektion und Sterilisationsprotokolle sind in diesem Kontext kritische Faktoren zum Schutz der Patienten, der behandelnden Ärzte und Angestellten. Die Autorin betont, dass trotz dieser Maßnahmen die ausschließliche Behandlung von Notfällen sinnvoll ist und in Leeds praktiziert wird.

Schutzmaßnahmen durch Schutzkleidung, Aerosolreduktion, Desinfektion und Behandlung nur in Notfällen

Selbst wenn noch keine Übertragungen von SARS-CoV-2 in der Zahnmedizin bekannt sind, ist höchste Vorsicht geboten. Die Autorin betont auf Basis der Literatur zum Thema die Notwendigkeit, an verschiedensten Stellen gleichzeitig anzusetzen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. An vorderster Stelle sieht sie die Konzentration auf nur die absolut notwendigen Notfallprozeduren, da die zahnärztliche Behandlung ein hohes Potenzial für Aerosole und Übertragungen hat.


Quelle:
DeutschesGesundheitsPortal


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