Gesellschaften/Verbände

Ein Kommentar von DZOI-Präsident Dr. Helmut B. Engels zu den bisher fehlenden Rahmenbedingungen für Impfungen in Zahnarztpraxen

Ene, mene, muh – und raus bist du …

25.03.2022

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„Ene, mene, muh und raus bist du … So fühlen sich zahlreiche Zahnärztinnen und Zahnärzte, die in aufwendigen Fort- und Weiterbildungen und Hospitationen bei diversen Fortbildungsinstituten und wissenschaftlichen Gesellschaften die Befähigung als Impfarzt gegen Covid-19 erworben haben und jetzt in ihren Praxen tätig werden wollen“, schreibt DZOI-Präsident Dr. Helmut B. Engels in einem Kommentar zur aktuellen Lage bezüglich Schutzimpfung in Zahnarztpraxen. 

Das Deutsche Zentrum für orale Implantologie e. V. (DZOI) führt selbst Impf-Curricula durch und ist im Gespräch mit Zahnmedizinerinnen und -medizinern, die fachlich bereit sind zu impfen, aber durch fehlende technische Voraussetzungen in den Praxen ausgebremst werden.

Das erweiterte Infektionsschutzgesetzes (IfSG §§ 20b, 60) wurde Mitte Dezember 2021 durch Bundestag und Bundesrat beschlossen und nach den Empfehlungen der Bundesärztekammer und Bundeszahnärztekammer zu einem Fortbildungsprogramm mit Impf-Curricula für Zahnärztinnen und -ärzte gestaltet. Mittlerweile seien über drei Monate vergangen, so Engels weiter, und die technischen Voraussetzungen wie zum Beispiel die Anbindung an das Meldesystem des RKI, die Möglichkeit zur Bestellung von Impfstoffen oder abrechnungsspezifische Details seien weiter in der Pipeline der zuständigen Institutionen.

Der Wille zur Unterstützung ist da

„Es ist schon beschämend, dass die zahnärztlichen Kolleginnen und Kollegen auf diese Weise die gesetzlichen Bestimmungen nicht umsetzen können. Wenn die fünfte oder sechste Infektionswelle kommt, sind wir in Deutschland wieder hinten an, obwohl der Wille zur Unterstützung seitens der Zahnärzteschaft da ist. Man stellt sich daher die Frage, an wem die Umsetzung bisher scheitert.“

Hier sei Eile geboten, um nicht eventuell Untätigkeitsbeschwerden zu provozieren. Allein in Nordrhein würden ca. 600 Zahnärztinnen und Zahnärzte mit Impfzertifikat in der Warteschleife stehen.


Quelle:
Dr. Helmut B. Engels
Public Relations von Hoyningen-Huene


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