Gesellschaften/Verbände

DAZ über Beratung durch die UPD

Echte Patientenberatung statt Callcenter - Qualität und Quantität

27.07.2021

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DAZ wendet sich erneut gegen eine formalisierte und überwiegend technische Beratung bei der UPD. Die zurzeit anstehende Evaluation und Neuformierung der vor einigen Jahren an eine „Firma“ vergebenen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ist Anlass für den Deutschen Arbeitskreis für Zahnheilkunde auf die schon bei der seinerzeitigen Vergabe geäußerte Kritik zurückzukommen.

Damals wurde, nicht nur von Seiten des DAZ, auf die Bedeutung des persönlichen und häufig auch ärztlich qualifizierten Kontaktes zu den Ratsuchenden hingewiesen. Von Seiten der verantwortlichen Politiker wurde der Wunsch nach einer vorzeigbaren großen Zahl an Beratungsvorgängen sehr in den Vordergrund gestellt.

Es wurde damals wenig über die substanziell qualitätssichernden Funktionen einer Beratung im Gesundheitswesen gesprochen. Der einzelne Patienten darf ebenfalls eine Beratung von angemessener fachlicher Qualität fordern, die in erträglicher Zeitnähe zur Verfügung stehen sollte. Die bestehende Gestaltung der UPD wurde diesen Anforderungen offenbar nicht gerecht. 

DAZ ruft zur Orientierung an fachlicher Qualität auf

Dass die Neuvergabe des Beratungsauftrages jetzt gestoppt worden ist und die Einrichtung einer Stiftung für die UPD überdacht werden soll, ist Anlass für den DAZ, die Entscheidungsträger für die Neuordnung der UPD zu einer Orientierung an fachlicher Qualität aufzurufen. Eine unabhängige Patientenberatung muss leider kompensatorisch wirken in einem Gesundheitswesen, das immer stärkere Industrialisierungstendenzen aufweist – weg von ärztlicher Betreuung hin zu hohem Durchsatz mit viel technischem Aufwand.

Sicherlich kann ein erheblicher Teil der Anfragen auf einer eher verwaltungsmäßigen Ebene beantwortet werden. Der Kern der Arbeit muss aber von medizinisch geschulten und im Gesundheitssystem erfahrenen Fachleuten mit möglichst viel persönlichem Kontakt erbracht werden.


Quelle:
Deutscher Arbeiterkreis für Zahnheilkunde (DAZ)


Aufruf zur Online-Umfrage für ZÄ, ZMP und DH – Studie zu Gingivawucherungen
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Prof. Dr. Christian Graetz et al., Universitätsklinikum Kiel, freuen sich über die Teilnahme an einer anonymisierten Umfrage. Zeitdauer ca. 10 Minuten. Die Studie untersucht, ob aus zahnmedizinischer Sicht eine adäquate Versorgung des o.g. Krankheitsbildes „gingivale Wucherungen“ vorliegt.