Gesellschaften/Verbände


Digitales Schaufenster der DentalTheke mit neuem Konzept

08.11.2019

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Die DentalTheke überraschte mit dem 4. Strategieforum die interessierte Fachwelt mit einer sehr gut konzipierten Veranstaltung, die am 25.Oktober 2019 in Hannover stattfand.

Das ausgeschriebene Programm ließ erkennen, dass es hier um genau den digitalen Wandel geht, der die Schnittstellen zwischen Zahnarztpraxis und Dentallabor jetzt und in der Zukunft immer stärker beeinflussen wird. Welche Scannervariante führt zu passgenauen Abformungen und wie schafft man einen kompatiblen Datentransfer zwischen Praxis und Labor? Fragen, auf die das Strategieforum mit dem Arbeitstitel „Digitales Schaufenster“ versucht hat, dem Auditorium Antworten zu geben.

Damit traf die DentalTheke den aktuellen Nerv und zog 180 interessierte Teilnehmer der Dentalfamilie aus Labor, Praxis, Industrie und Handel nach Hannover.

Was war neu? Die DentalTheke hatte diesmal neben namhaften Referenten, die in das Thema einführten, auch 4 Herstellerfirmen von Mundscannern eingeladen, die zuerst nach gleichen Kriterien, die die DentalTheke vorgab, ihr Scanner-System dem Publikum vorstellen konnten. So wurde eine Vergleichbarkeit der Systeme sichergestellt. Daraufhin konnten die Teilnehmer in einzelnen Workshops aktiv die unterschiedlichen Scanner ausprobieren und direkt Fragen an die Hersteller stellen. Im Anschluss wurde aufgezeigt, wie derartige digitale Arbeitsabläufe zwischen Praxis und Labor funktionieren und ein optimales Ergebnis für den Patienten erzielen können.

Alfred Schiller, Geschäftsführer der DentalTheke, begründete bei seiner Eröffnung, warum der Mundscanner im Focus des Forums steht:

„Die digitale Abformung hat eine neue Dimension erlangt. Abdrücke werden durchs Glasfaserkabel mittels Daten geschickt. Nur wohin gehen diese Daten? Gehen sie in das Labor des Vertrauens, landen sie bei lizensierten Planungspartnern oder gar in irgendwelchen Fertigungszentren? Durch die Digitalisierung werden an dieser Stelle die Karten neu gemischt und wir beobachten, dass sich hier seitens der großen Dentalfirmen ein Plattformmarkt entwickelt. Ich nenne hier als Beispiel: ‚Smile in a box‘!
Immer stärker und offensiver versuchen viele Dentalfirmen durch Werbung in öffentlichen Medien den ästhetischen Massengeschmack des Publikums auf industriekonformes Niveau hin zu verändern. Damit mutiert der freie Beruf „Zahnarzt“ immer mehr zum verlängerten Arm der Dentalindustrie.
Können Zahnärzte und Zahntechnikermeister das wirklich wollen und hat die Dentalindustrie das wirklich nötig? Zahnersatz ist keine Handelsware, sondern ein Gesundheitsgut!
Die DentalTheke hat dieses Forum organisiert, weil nicht nur die Technologie entscheidet, sondern auch der Patient. Dieser will einen Wert und dieser Wert heißt ‚Vertrauen‘. Vertrauen in seinen Zahnarzt in Zusammenarbeit mit seinem meistergeführten Fachlabor vor Ort. Deshalb fokussiert sich die DentalTheke genau auf diese Zusammenarbeit und hat erstmals auch die Zahnärzte und Zahnärztinnen eingeladen. Die Teilnehmerzahl zeigt, dass das der richtige Weg ist.“

Frank Schollmeier, Obermeister der beteiligten Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen, bekräftigte die Worte von Schiller:

„Wir möchten die Technologien zwischen Zahnarztpraxis und Labor vereinheitlichen und als Teambasis aufstellen. Intelligente Planungsprogramme, beginnend bei ‚A‘, wie der richtigen Abformung, und endend bei ‚Z‘, wie hochwertiger Zahnersatz, mit optimaler Qualität für den Patienten. Das neue Schlagwort heißt ‚KI‘, künstliche Intelligenz, die plant, konstruiert und herstellt – aber unter Kontrolle und Anleitung im Basisteam von Zahnarzt und Zahntechniker. Das muss unser Credo für die Zukunft sein.“

Carsten Müller, selbständiger Zahntechnikermeister mit Labor in Leipzig, moderierte durch den Tag.

Die Messlatte zu digitalen Scans liegt hoch

Der erste Redner, Prof. Bernd Wöstmann, Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Geschäftsführender Direktor des Zentrums für ZMK des Universitätsklinikums Marburg und Gießen mit Standort in Gießen, begann seine Ausführungen genau mit Blick auf die Teamarbeit zwischen Zahnarzt und Labor.

Sind die Abformungen bald alle nur noch digital? Diese Frage beherrschte seinen Vortrag und wo die Reise hingehen wird, zeigte er dem Zuhörer anhand des üblichen Arbeitsablaufs bei einer Abformung.

„Ohne Zweifel – die Zahnheilkunde wird digital!“ Zurzeit sind die Labore digitaler als die Praxen.  Zahntechnische Arbeitsabläufe sind für digitale Prozessabläufe zurzeit besser geeignet. Der Trend  betrifft aber immer mehr auch die zahnärztliche Praxis und so auch die klassische Abformung. Die Prozesskette bei der digitalen Abformung erspart viele Arbeitsschritte.

Nach Prof. Wöstmann ist es nicht ausreichend, digitale intraorale Scansysteme als reinen Abformersatz anzusehen. Die digitale Abformung geht bis auf das Jahr 1972 zurück. Bis heute sind die notwendigen Messergebnisse noch nicht zufriedenstellend. Der weltweite Verkauf von digitalen intraoralen Scannsystemen liegt bei ca. 40.000 Stück, in Deutschland sind aktuell 5-6% der Zahnarztpraxen damit ausgestattet. Die bisherige Zurückhaltung von Scanabformungen in Deutschland liegt an der sehr guten Ausbildung von Zahntechnikern und Zahnärzten in Deutschland im internationalen Vergleich. Die Messlatte zur Akzeptanz derartiger Systeme liegt deshalb hier sehr hoch.

Die Gretchenfragen lauten nach Prof. Wöstmann: Ergeben die digitalen Messungen eine höhere Genauigkeit als bei den analogen Abformungen? Ist der Mundscan für den Patienten wirklich angenehmer? Ergibt sich bei der Anwendung des digitalen Systems wirklich ein spürbar besserer Workflow?

Die Antworten auf diese Fragen legte er analytisch dar. Als Fazit bleibt die Diskrepanz zwischen den technischen Möglichkeiten im Labor und der spezifischen Besonderheiten der Patienten. Letztere sind im Labor meistens unbekannt. Mit dem Scan bewegt man sich im Arbeitsfeld „Mund“, wo sich viele Problemzonen wie Speichel, Blut, Präparationsgrenzen etc. befinden. Hinzu kommen die besonderen Praxisanforderungen, die so unterschiedlich sind, dass aussagefähige Statistiken zu den digitalen Messergebissen schwierig festzustellen sind. Ungenauigkeiten im Herstellungsprozess liegen häufiger in der Software als in der Hardware begründet. Jedoch ergeben sich bei Anwendung digitaler Technik Fehlerreduktionen. Das macht den Scanner als Hilfsmittel sinnvoll und erweitert das Repertoire der Zahnheilkunde erheblich.

Ob die digitale Abformung tatsächlich ein Meilenstein auf dem Weg zum vollständigen digitalen Workflow ist, ist abhängig vom Chairside zwischen Praxis und Labor. Wer macht den Scan, wer kümmert sich um den Datentransfer und die Datenverarbeitung, wer um die passgenaue Randgestaltung und das Design? Klare Favoriten sind hier offene Systeme, die weg vom Modell, die reine Restauration nach dem Scan ermöglichen. Zusätzlich sollten die Ad-on-Vorteile der Scanner von Praxis und Labor genutzt werden. Digitales Planen, Verlaufskontrollen, Abrasionsverfolgung, smiledesign, metrische Auswertungen usw. Wenn die Daten vorhanden sind, sind dem Erfindungsreichtum hier keine Grenzen gesetzt. Zielführend sei es bei aller Digitalisierung aber nicht, so Prof. Wöstmann, wenn am Ende alle Patienten gleich aussehen wie bei dem neuesten Trend „Smile in a box“.  

Prozessketten managen und neu denken

Zahntechnikermeister Ralph Riquier aus Remchingen schloss direkt an den Ausführungen seines Vorredners an und brachte das Spannungsfeld zwischen Labor, Zahnarzt und Industrie aufs Tableau. Die Einführung von digitalen Scansystemen ist der zweite Schritt im digitalen Workflow. Betraf der erste Schritt nur das Labor, wird nun die Arbeitsstruktur von Praxis und Labor beeinflusst.

Ein durchgängig digitaler Workflow an der Schnittstelle zwischen Praxis und Labor wird mittels Datentransfer nun möglich. Dieser erfordert aber eine Neuorganisation aller digitalen Prozesse. Welche digitalen Geräte werden eingesetzt und wie gelingt ein reibungsloser Datenfluss? Die Schnittstelle muss nahtlos sein und im Vorfeld abgeklärt werden. Ohne Abstimmung in der Schnittstelle gibt es keinen durchgängigen Workflow, machte Riquier klar und rät zu Formaten, die jeder lesen kann. Geschlossene Systeme machen eine ungehinderte Datenweitergabe eher schwierig.

„Es entsteht gerade ein ganz neues Denken, ein völlig neues Vorgehen ist angesagt“, so Riquier. „Ganze Arbeitsprozesse werden eliminiert, neue geschaffen, Ressourcen geschont, Kosten gespart und alles in schnellerer Zeit erledigt. Digitale Technik macht Spaß, weil sie zu additiven Verfahren führt!“

„Digital oder analog“ wird nicht mehr zu großen Diskussionen führen, wenn man die Prozesslogik beherrscht. Labor- und Praxisinhabern legte Riquier ans Herz, die Technologien zu vergleichen und gemeinsam im Team zu entscheiden: Für was brauchen wir welches digitale System und sind die Geräte kompatibel? Fräsfertigung ist sehr materiallastig. Ist deshalb vielleicht die Hybridfertigung besser? 3D-Drucker sind wiederum sehr materialabhängig aufgrund der hohen Wärmeerzeugung beim Druck. Ralph Riquier zeigte bei allen Versorgungsformen auf, ob die Frästechnik oder der 3D-Druck Mittel der Wahl sein sollte und warum. „Das Verfahren bestimmt das Material“, so sein Fazit.

Im Gegensatz zu Prof. Wöstmann sprach sich Riquier eindeutig für das Modell aus, das wir als Überprüfung der Werkstücke immer brauchen. Denn je komplexer die digitalen Prozesse, desto höher auch das Fehlerrisiko.

„Prozessketten managen“, gab Riquier als Hausaufgabe mit. „Nur eine durchgängig abgestimmte, digitale Prozessstruktur aufbauen und Entscheidungen darüber treffen, wieviel Software ich brauche. Denn diese kostet betriebswirtschaftlich viel Geld, weil Lizenzmodelle oder Serviceverträge dran hängen, die oft zu hohen Folgekosten führen. Welche Portale können für die Fertigung, extern oder intern genutzt werden?“
Riquier rät zur Schaffung von indikationsbezogenen CAD/CAM-Arbeitsplätzen in allen Abteilungen der Fertigung und nicht nur zur einer CAD/CAM-Abteilung im Labor. „Schulen Sie alle Mitarbeiter in den Systemen und der Software. Implementieren Sie die neuen Technologien in die Prozessketten und schaffen Sie neue Verantwortlichkeiten dort, wo alte wegfallen! Integration von digitalen Prozessen funktioniert nicht durch Abspaltung im Betrieb. Prozessvalidierung zur Qualitätsüberprüfung geht im Digitalen dann viel einfacher. Die zahntechnischen Labore haben im Vergleich zur Industrie den direkten Kundenkontakt und das fachliche Know-how und somit alle Chancen für die digitale Zukunft“, so Riquier am Schluss seiner Ausführungen.

Digitale Lösungen sind Werkzeuge

Josè de San Josè Gonzalez führte aus, dass man die Mitarbeiter im Labor und in der Praxis über kleine Schritte an die digitalen Abläufe heranführen sollte. Es ist nicht notwendig, Mitarbeiter zu rationalisieren, sondern sie zu kompensieren! Gonzalez selbst ist Zahntechnikermeister und seit 1999 mit eigenem Labor in Weinheim selbstständig. Von Anfang an optimierte er die Arbeitsabläufe zwischen Zahnarztpraxis und Labor und integrierte digitale Prozesse zwischen beiden Teamplayern. Sein Ziel ist der durchgängige digitale Workflow. In dieser Sache ist er auch als Referent für Zahnärzte und Zahntechniker sehr erfolgreich.

In seinem Vortrag zeigte er in einem sehr guten Animationsfilm, wie bei ihm bereits mittels Scanner, noch während der Patient im Stuhl sitzt, kontrolliert werden kann, ob die Präparationsgrenzen, die der Zahnarzt gesetzt hat, so sind, wie sie sein sollen. Über einen sogenannten „Mesh Viewer“ ist Präzision bestens möglich.

Digitale Lösungen sind keine Lösungen, sondern Werkzeuge! Digitale Volumentomographie, digitale Implantat-Planungssoftware und digitale Abformungen sowie CAD/CAM-Restaurationen sind nur einige dieser neuen Werkzeuge, die sich immer häufiger im Praxisalltag finden lassen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, diese verschiedenen Technologien zu kombinieren und zu verbinden, um den maximalen Nutzen für den Patienten zu erzielen. Genau das hat Gonzalez den Zuhörern versucht zu vermitteln. 

Auch er bestätigte, dass die Materialeigenschaften und dessen Langlebigkeit entscheidend für das Gesamtergebnis sind. In seinen weiteren Darlegungen stellte er unterschiedliche Techniken vor, die er mit seinem Labor und den ihm angeschlossenen Praxen bereits ausprobiert hat: Welche Technologien funktionieren gut und welche nicht? Die digitale Schnittstelle zwischen Zahnarztpraxis und Dentallabor ist kein Dogma. „Denn Digitalität kann auch zum Wahn führen“, mahnte Gonzalez.

Was soll designt und konstruiert werden, welche Geräte braucht das Labor dafür und wie verlaufen Wartung und Support, wenn Fehlermeldungen der Maschinen da sind? Damit will Gonzalez sagen, dass es genau deswegen ohne die Industrie nicht geht. Bisher sind ca. 50% der Zahnarztpraxen nur deshalb digital, weil es die zahntechnischen Labore sind, mit denen diese zusammenarbeiten. Die Frage nach digitalen oder analogen Abläufen ist immer noch eine Frage des Gesamtzieles.

Patienten werden immer mehr die digitale Herstellung fordern. So kommen Aufträge demnächst per Mausklick. Deshalb müssen wir umdenken. Das beweist die neueste Delphi-Studie „HORIZON 2030“ Den Blick in die Zukunft gaben 136 dentale Experten, denen ca. 60 Fragen gestellt worden sind. Darunter Fragen wie z.B.: Wie werden bis 2030 die Gerüste hergestellt (83% der Experten meinten gedruckt), wie die Abformung (90% der Experten meinten digital)?

Das heißt, vieles wird digital. Aber die Daten müssen a) vorhanden und sie müssen b) lesbar sein. „Inboxen“ existieren schon, aber mit der Lesbarkeit hapert es noch. Die größte Herausforderung für die Labore ist dabei die Frage, welche Systeme nutzt der Zahnarzt.

Wie es bei Gonzalez geht, beschrieb er ganz kurz so: „Wir digitalisieren die Modelle, erstellen ein digitales WAXUP, exportieren die Daten, die der Zahnarzt dann in seine Software importiert. Auf dieser Datenbasis wird ein Matching vorgenommen. Einfacher geht es nicht und die Gesamtbehandlungsdauer wird erheblich verkürzt. Wichtig immer: Alles validieren!“

Insgesamt, so Gonzalez, ist die Digitalisierung ein neues Gebiet, auch in unserer Branche, und es wird immer einen geben, der es billiger macht. Davon soll man sich nicht entmutigen lassen.
Er endet mit dem Zitat von Einstein: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

 

DentalTheke – Teil einer digitalen Zahntechnik

Silas Feddersen ist zur Zeit Student der Zahnmedizin an der MHH, aber schon Kenner seines Faches. Er ist zahnmedizinischer Fachangestellter und hat seinen Bachelor of Science für Dentaltechnologie an der FH Osnabrück absolviert. Dort hat er sich auch intensiv mit der Evaluierung von Messergebnissen und mit Datenverarbeitungsprozessen sowie Datenvernetzungen beschäftigt. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit ist er auf das Portal der DentalTheke gestoßen und seither arbeiten er, die ZINB und die DentalTheke zusammen.

Über die Darstellung des globalen digitalen Wandels und seiner Strukturen stellte Herr Feddersen auch für die DentalTheke technisch mögliche Weiterentwicklungen vor. Diese Modelle haben das Ziel, eine noch schnellere und effizientere Vernetzung innerhalb der DentalTheke zu erreichen. Immer mehr zahntechnische Betriebe sind beim Produktdesign und bei der Produktherstellung digitalisiert. Gleichzeitig nehmen die Mengen der Fachkräfte ab und die der Bürokratie zu. Es existieren neue Behandlungskonzepte, neue Unternehmensstrukturen und der Generationswechsel ist ein weiteres Problem. Die Verteilung der Zahnersatzfertigung nimmt daher eine neue Dimension an. Die neue Dimension bilden insbesondere die digitalen „Plattformmärkte“. Hier werden „Stationen“, die aufgrund örtlicher Gebundenheit zwingend vorhanden sein mussten, einfach übersprungen. Grundlage ist ein Datensatz und bedeutet, dass der (.stl) Datensatz „mobil“ ist, egal, wer diesen gerade besitzt, so Feddersen. Das hat entscheidenden Einfluss auf die Kommunikation zwischen den dentalen Playern und auf die dentale Auftragsvergabe.

„Was wäre, wenn der örtliche Zahntechniker am digitalen Wettbewerb teilnehmen könnte und der fachlichen Kompetenz eine digitale Komponente zur Seite gestellt werden würde und Investitionskosten durch ein funktionierendes ‚Teilen‘ der Kapazitäten reduziert werden könnten?“ Anhand dieser Fragen stellte er modellhaft vor, wie die DentalTheke als Annahme und als Vermittler für digitale Aufträge funktioniert und nur über einen Datensatz, der direkt über den neuen Internetauftritt hochgeladen werden kann. Herr Feddersen appellierte an die Zuhörer, den Prozess des digitalen Wandels als Dentallabor von innen heraus aktiv mitzugestalten und das mittels vernetzter Daten.

Carsten Müller fasste am Ende den Tag und die Diskussion sehr gut zusammen. So wurde deutlich herausgearbeitet, dass den Unterschied die Software und das Material machen. Die Prozessabläufe zwischen Praxis und Labor müssen analysiert, und die Systeme, die man zusammen mit seinen Kunden anwenden möchte, hinterfragt werden. Sie müssen kompatibel sein und einen durchgängigen Workflow bieten. Darüber hinaus soll man sinnvolle Portale nutzen, sich vernetzten und alles validieren. Der Schulterschluss zwischen Zahnärzten und Zahntechnikern, aber auch intern im Zahntechnikerhandwerk selbst, befreit von Abhängigkeiten sonstiger Art. Notwendige zusätzliche Wissensgebiete, in die alle einbezogen werden müssen, sind die Datengewinnung, die Datenverarbeitung, die Datenstrukturen, der Datentransfer, die Datenmanipulation und die Datenintegration.


Quelle:
Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen


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