Gesellschaften/Verbände

Lebenswichtige Spenden aus der Zahnarztpraxis

Dentists for Africa sammelt erstmals über 20.500 Euro bei Weihnachtstombola für Witwen und Waisen in Kenia

09.02.2024

Frauen der Witwenkooperative St. Monica Village mit ihren Gewinnen.
Frauen der Witwenkooperative St. Monica Village mit ihren Gewinnen.

Ein Paket Saatgut im Wert von 15 Euro oder ein Huhn für 10 Euro kann Leben verändern. Für die Frauen der Witwenkooperative St. Monica Village bedeuten die Sachspenden, die durch die jährliche Dentists for Africa Weihnachtstombola verteilt werden, eine Nahrungsgrundlage und zusätzliche Einnahmen für sich und ihre Kinder. In diesem Jahr sammelte Dentists for Africa insgesamt 20.520 Euro an Spenden ein. Das ist neuer Rekord.

Gutscheine für die Sachspenden wurden vor allem von deutschen Patienten in Zahnarztpraxen erworben. Die Weihnachtstombola in Kenia beendete zum 8. Mal das Jahr der Witwenkooperative.

Die 643 Frauen zogen ihre besten Kleider an für diesen Höhepunkt. Jede zog ein Los. Am 23. Januar trafen sich die Witwen erneut, um die Gutscheine gegen die Tier- und Sachspenden einzulösen.

Sachspenden werden vor Ort erworben

In der Zwischenzeit standen die Koordinatorinnen vor ihrer logistisch bisher größten Aufgabe. Niemals zuvor waren so viele Gewinne zusammengekommen wie bei dieser Tombola. Es mussten 330 Hühner gekauft werden sowie 101 Ziegen, 133 Obstbäume, 93 Maistüten, 77 Nahrungsmittelpakete, 63 Pakete mit Samen und Düngemitteln, 30 Pakete Zucker sowie 42 Kanister Öl.

„Allein die vielen Tiere zu besorgen, war eine Herausforderung. Auf verschiedenen Märkten und von lokalen Händlern wurden Ziegen gekauft und in PKWs und Sammeltaxis ins St. Monica Village gebracht“, berichtet Katharina Weiland-Zejewski.

Die zahnmedizinische Fachangestellte leitet die Koordination des Witwenprojekts von Deutschland aus. Damit ging jeder gespendete Euro nicht nur an die Witwen, sondern kam zusätzlich der Wirtschaft vor Ort zugute.

„Die Verlosung von dringend benötigten Sachspenden hat eine große Bedeutung für die Frauen der Kooperative. Sie sorgen allein für ihre Kinder, Enkel und Urenkel, manchmal auch für Eltern oder andere Verwandte. Gesundheitliche Beschwerden, Preissteigerungen, Klimawandel, schlechte Ernten und oft auch der Mangel an Schul- und Berufsausbildung bei Frauen und Mädchen machen ihnen das Leben schwer“, erklärt Katharina Weiland-Zejewski. 

Gewinne helfen nachhaltig

Der Gewinn eines Paketes mit Samen und Düngemittel hilft den Frauen, ihre Felder für eine gesamte Pflanzperiode zu bestellen. Aus den Samen werden Maispflanzen.

Mais wächst in Kenia besonders gut und wird zweimal im Jahr ausgesät und geerntet. Er gehört zu den Grundnahrungsmitteln.

In einer Baumschule im 45 Minuten entfernten Kisumu kauften die Organisatorinnen Maracujasträucher, Papaya- und Mangobäume. Wer einen Maracujastrauch pflanzt, erntet oft schon nach dem zweiten Jahr. Papayabäume werden sehr groß und bis zu 25 Jahre alt.

Sie tragen viele Früchte, die die Frauen für den Eigenbedarf nutzen und verkaufen. Mangobäume werden bis zu 300 Jahre alt und ernähren Generationen mit ihren Früchten.

Hühner bieten Eier und Fleisch zur eigenen Versorgung oder zum Verkauf. Wer eine Ziege erhält, kann sich zu den Hauptgewinnerinnen zählen. Sie bieten täglich Milch und können Grundlage für eine Zucht sein.

Es gehört zum Selbstverständnis der Witwen, ihre Geschenke gewinnbringend anzulegen und sich so ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. „Jedes Jahr wieder erzählen die Witwen, dass gewonnene Tiere Nachwuchs bekommen haben und sie von dem Geld ihre Kinder zur Schule schicken konnten. Ich bekomme Bilder von Maisfeldern, die ohne die Spenden von Samen und Dünger kaum Ertrag gebracht hätten und nun dicht bewachsen sind“, erläutert Katharina Weiland-Zejewski.

Gutscheinaktion bricht alle Rekorde

2023 wurden mehr Gutscheine verkauft, als es Mitglieder in der Witwenkooperative gibt. Zum dritten Mal wurden deshalb gezielt auch Gutscheine für Waisenkinder aus dem DfA-Patenschaftsprojekt vergeben. Sie freuten sich über Schuhe, Schuluniformen, Sportschuhe und -kleidung, Matratzen und Koffer.

Zudem werden weitere Gutscheine in einer Ostertombola an die Witwen der Kooperative verlost werden. Dentists for Africa bedankt sich bei allen Spendern der diesjährigen Tombola. Auch durch kleine Spendenbeträge kann sich das Leben der Witwen entscheidend verbessern.


Quelle:
Dentists for Africa e. V. (DfA) 


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