Gesellschaften/Verbände

Impfterminportal für Baden-Württemberg

Baden-württembergische Zahnärzteschaft Partnerin der landesweiten Impfkampagne

24.10.2022

Beim ersten Impftermin in der Praxis lässt sich Dr. Patrick Putze die Auffrischimpfung von seinem Vater geben.
Beim ersten Impftermin in der Praxis lässt sich Dr. Patrick Putze die Auffrischimpfung von seinem Vater geben.

Unter Eingabe der Postleitzahl „70178“ und des Impfstoffs „Comirnaty Original/Omicron BA.4-5 (BioNTech/Pfizer)“ ist die Praxis Dres. Hendrik und Patrick Putze gleich der erste Eintrag. Seit 10. Oktober 2022 bietet die Praxis Termine im neuen Impfterminportal für Baden-Württemberg an. Die beiden Stuttgarter Zahnärzte gehören damit zu den über 700 Zahnärztinnen und Zahnärzten in Baden-Württemberg, die die Landeszahnärztekammer und ihre Bezirkszahnärztekammern geschult haben, damit die seitens der Politik geforderten Voraussetzungen zum Impfen in eigener Praxis erfüllt sind. 

„Die Landeszahnärztekammer hat seit Beginn der Pandemie mehrfach ihre Motivation unterstrichen, darauf hinzuwirken, dass auch Zahnärztinnen und Zahnärzte impfen dürfen. Wir freuen uns, dass Sozial- und Gesundheitsminister Manne Luche unsere Ambitionen stets unterstützt hat. Es war der Landeszahnärztekammer daher auch ein großes Anliegen, selbst praktische ärztliche Notfall-Schulungen anzubieten, damit die Zahnärzteschaft die Voraussetzungen zum Impfen erfüllt“, sagt LZK-Präsident Dr. Torsten Tomppert.

Rechtliche Voraussetzungen

Es war ein langer Weg bis die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen waren, damit Zahnärztinnen und Zahnärzte in eigener Praxis Schutzimpfungen gegen das Coronavirus durchführen können. Mit Erfüllung der Voraussetzungen des § 20b Infektionsschutzgesetz sind Zahnärztinnen und Zahnärzte grundsätzlich zur Durchführung von COVID-19-Schutzimpfungen berechtigt. Aber erst durch die Änderungen der Coronavirus-Impfverordnung zum 25. Mai 2022 konnten Zahnärztinnen und Zahnärzte auch als Leistungserbringer COVID-19-Schutzimpfungen in der eigenen Praxis oder im Rahmen von Besuchen erbringen und abrechnen.

Zusätzlich mussten Zahnärztinnen und Zahnärzte erfolgreich an einer ärztlichen Schulung teilgenommen haben, um impfen zu können. Die ärztliche Schulung besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. 

Einen Beitrag zu Bewältigung der Pandemie leisten

Vater und Sohn Putze haben den praktischen Teil der Schulung bei Dr. Dr. Sandra Ketabi absolviert, die für die Landeszahnärztekammer im Februar dieses Jahres eine Schulung für Zahnärztinnen und Zahnärzte angeboten hat, die gerne in eigener Praxis impfen möchten. Für den theoretischen Teil haben die beiden Zahnärzte bei der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf das Modul „Impfen zum Schutz vor Covid-19“ erfolgreich absolviert.

Dr. Hendrik Putze wollte von Anfang an einen Beitrag leisten, die Corona-Pandemie zu bewältigen. „Zunächst haben wir ein Corona-Testzentrum in der Praxis aufgebaut und dann stand es für uns außer Frage, dass wir alle Hürden nehmen, um in eigener Praxis impfen zu können – nicht nur unsere eigenen Patientinnen und Patienten, sondern alle impfwilligen Bürgerinnen und Bürger.“

Gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten sowie Apotheken bietet die Zahnärzteschaft jetzt rund 10.000 Impftermine pro Woche im Terminportal für Baden-Württemberg an und ist Teil der landesweiten Impfkampagne.


Quelle:
Andrea Mader
Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg
Opens window for sending emailmader(at)lzk-bw.de
Tel. 0711 22 845 29


Aufruf zur Online-Umfrage für ZÄ, ZMP und DH – Studie zu Gingivawucherungen
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Prof. Dr. Christian Graetz et al., Universitätsklinikum Kiel, freuen sich über die Teilnahme an einer anonymisierten Umfrage. Zeitdauer ca. 10 Minuten. Die Studie untersucht, ob aus zahnmedizinischer Sicht eine adäquate Versorgung des o.g. Krankheitsbildes „gingivale Wucherungen“ vorliegt.