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33. DGZMK / BZÄK / Dentsply Sirona Förderpreis

22.11.2019

Die Sieger des 33. DGZMK/BZÄK/Dentsply Sirona Förderpreises, Jurymitglieder und die Präsidenten von BZÄK und DGZMK sowie Dr. Frank Pfefferkorn, Leiter klinische Forschung und wissenschaftlicher Dienst Dentsply Sirona.
Die Sieger des 33. DGZMK/BZÄK/Dentsply Sirona Förderpreises, Jurymitglieder und die Präsidenten von BZÄK und DGZMK sowie Dr. Frank Pfefferkorn, Leiter klinische Forschung und wissenschaftlicher Dienst Dentsply Sirona.

Die Preisverleihung zum 33. Dentsply-Sirona-Förderpreis, unterstützt von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), fand traditionell zum Deutschen Zahnärztetag 2019 statt.

Einer der – laut BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel – „wichtigsten Wissenschaftsevents für junge Zahnärztinnen und Zahnärzte“ fand in der Siegerehrung sein spannendes Ende. Insgesamt 21 Teilnehmer/-innen aus 17 Hochschulstandorten waren in diesem Jahr im Wettstreit um die beiden ersten Plätze und die damit verbundene Reise zur Jahrestagung der AADR in die USA im kommenden Jahr angetreten.

In der Kategorie klinische Studien, experimentelle Forschung mit klinischem Bezug und Public-Health- sowie Versorgungsforschung sicherte sich Anna Peters, Universität Halle-Wittenberg, Universitätspoliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, mit Tutorin Dr. Karolin Brandt die Geldprämie von 1500€ sowie den Trip über den großen Teich.

In der Kategorie Grundlagenforschung und Naturwissenschaften konnte Martin Philipp Dieterle, Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Kieferorthopädie, mit Tutorin Prof. Dr. Britta Jung den ersten Rang verbuchen.

Den zweiten Preis und ein Preisgeld von 500€ im Bereich klinische Forschung gewann Amira Jung, Technische Universität Dresden, Klinik für Zahnerhaltung, mit Tutorin Dr. Jasmin Kirsch. Bei der Grundlagenforschung konnte sich darüber Florian Schweitzer, Universitätsklinikum Tübingen, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Sekt. MWT, mit Tutor Prof. Dr. Jürgen Geis-Gerstorfer freuen.

Auf die Gewinner wartet jetzt eine besondere und internationale Herausforderung. Auf der Jahrestagung der AADR präsentieren sie ihre Arbeit gegen die Gewinner des Förderpreises aus anderen Ländern. Diesen Aspekt stellte der frühere Gewinner Dr. Werhan heraus. Er berichtete über die internationale Dimension dieses Preises, an dem etwa im vergangenen Jahr Teilnehmer aus 28 Ländern miteinander wetteiferten. Unter dem Namen SCADA (Student Competition for Advancing Dental Research and its Application) wird er seit 2017 gemeinsam mit der AADR verliehen.

Für dieses Jahr hatte der traditionelle Nachwuchswettbewerb in der Ausschreibung eine Art Frischzellenkur durchlaufen. Die beiden Ausschreibungskategorien wurden erweitert und darüber hinaus kann jetzt jeder Hochschulstandort mehr als nur eine/n Teilnehmer/-in melden, wovon 2 Hochschulen bereits in diesem Jahr Gebrauch machten.

„Nur die Verbindung beider Sichtweisen – Wissenschaft und Praxis – führt zu dem Erfolg, den unsere Patienten erwarten“, erklärte Dr. Frank Pfefferkorn, Leiter klinische Forschung und wissenschaftlicher Dienst für Restaurative Materialien bei Dentsply Sirona. Er beschrieb die mühselige „Knochenarbeit“, die oft mit wissenschaftlichem Arbeiten verbunden ist, und stellte heraus: „Aber es gibt sie; die Momente, in denen das Experiment gelungen ist, die Auswertung Sinn macht und neue Erkenntnisse sich Bahn brechen. Denn nicht das Bestätigen vorhandenen Wissens, sondern das Schaffen neuen Wissens ist eben Ziel und Zweck von Wissenschaft.“

In diese Kerbe stieß auch BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel, der feststellte: „Wir brauchen aktive und weltoffene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“ Und als ein Land mit wenig Rohstoffen und einer alternden Gesellschaft könne das Wissen in den Köpfen junger Menschen sich zum entscheidenden Standortvorteil auswachsen.

Die Schaffung einer tragfähigen wissenschaftlichen Basis sei Voraussetzung für den Wissenschaftsstandort Deutschland, zeigte sich auch DGZMK-Präsident Prof. Dr. Michael Walter überzeugt. „Dem tragen wir mit unserer ausgeweiteten Forschungsförderung und mit diesem Förderpreis Rechnung“, sagte er. Er warnte vor einer vermeintlichen Trennung von Wissenschaft und Praxis oder gar dem Heraufbeschwören eines Antagonismus zwischen beiden. „Nur über die Förderung des Nachwuchses kann es uns gelingen, die Wissenschaftlichkeit unseres Faches für die nächsten Jahrzehnte sicherzustellen.“ Dem Förderpreis kommt also auch in Zukunft große Bedeutung zu.


Quelle:
Deutsche Gesellschaft für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde


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