Firmennachrichten

Deutschland sehr gut aufgestellt

Zuckerkonsum: Zahngesundheit in Europa

15.02.2022

.
.

Mit dem Atlas der Zahngesundheit haben die Dental-Experten von PlusDental eine umfassende Datenanalyse veröffentlicht, die Aufschluss über den Status der Zahngesundheit in 26 ausgewählten Ländern Europas gibt.

Die Auswertung hat aussagekräftige Zahlen und Statistiken über zahnschädliche Lebensgewohnheiten (Zucker-, Softdrink-, Alkoholkonsum, Rauchen), den Stand der zahngesundheitlichen Versorgung (Karieswert, ZahnärztInnen, zahnmedizinischer Nachwuchs) und über öffentliche, die Zahngesundheit fördernde Maßnahmen (Fluorid-Versorgung, Versicherungsschutz, finanzielle Belastung) von Quellen wie Eurostat, der OECD und der Universität Malmö berücksichtigt. Das Ergebnis ist eine Rangliste der Länder mit der besten Zahngesundheit mit Portugal, Deutschland und Finnland an der Spitze.

Die Zahngesundheit in Deutschland ist im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt. Der wichtigste Pfeiler ist der weitreichende Versicherungsschutz. Die gesetzliche Krankenkasse in Deutschland deckt im Schnitt 68 % aller anfallenden Zahnarztkosten für Vorsorge und die Behandlung von Erkrankungen ab.

In keinem anderen Land in Europa ist dieser Anteil höher. Der europäische Durchschnitt liegt bei 30%. In Ländern wie Griechenland oder Spanien müssen sogar alle oder fast alle Zahnarztkosten privat getragen werden. 

Schon der Zahnstatus von Kindern in Deutschland ist vorbildlich, wenn man den Europavergleich zieht. Der Karieswert gibt an, wie viele Zähne im Schnitt kariös oder in Behandlung sind. Bei den 12-Jährigen in Deutschland liegt dieser Wert gerade einmal bei 0,5.

Nur in Dänemark haben Kinder noch gesündere Zähne als in Deutschland. Den höchsten Karieswert verzeichnet die Slowakei mit 5,1. Mit 85 ZahnärztInnen je 100.000 EinwohnerInnen ist Deutschland im Vergleich überdurchschnittlich gut zahnmedizinisch versorgt. 

Deutschlands größtes Laster ist die vergleichsweise zahnschädliche Ernährung

Mit 34 Kilogramm Zucker im Jahr konsumieren Deutsche deutlich mehr Zucker als andere europäische Nationen (z. B. Ungarn mit nur 19 Kilogramm Zucker im Jahr). Dazu kommt der zahnschädliche Softdrink-Konsum, der in Deutschland ebenfalls weit verbreitet ist.

12% der Deutschen trinken täglich zucker- und säurehaltige Getränke, wie Cola, Limonade oder Energy-Drinks. Das strapaziert die Zahngesundheit. Außerdem rauchen 22 % der Deutschen regelmäßig und riskieren damit unschöne Verfärbungen an den Zähnen. 

NationKarieswert bei KindernZahnärztInnenZuckerkonsumVersicherungsschutz
DMFT-Wert/Anzahl erkrankter Zähnepro 100.000 EinwohnerInnenPro-Kopf-Konsum im JahrAnteil der Zahnarztkosten, den die gesetzliche Krankenversicherung abdeckt
1Portugal1,28824 kg19 %
2Deutschland0,58535 kg68 %
3Finnland0,710832 kg32 %
4Schweden0,78137 kg43 %
5Dänemark0,47241 kg18 %
6Slowenien1,97224 kg49 %
7Frankreich1,26335 kg48 %
8Irland1,66129 kg30 %
9Ungarn2,47319 kg31 %
10Italien1,2 8627 kg25 %

Tabelle: Top 10 der Länder mit der besten Zahngesundheit, mit ausgewählten Ergebnissen. Die gesamte Studie mit ausführlicher Beschreibung der Methodik und allen Quellen findet sich unter: https://magazin.plusdental.de/atlas-der-zahngesundheit-european-oral-health-index/ 

Gesunde Zähne haben einen großen Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden. Mit der Studie möchte PlusDental darauf aufmerksam machen, dass die Zahngesundheit in den verschiedenen Ländern Europas noch sehr unterschiedlich hohe Prioritäten genießt.

Während in Nationen wie Deutschland die gesetzliche Krankenversicherung den Großteil der zahnmedizinischen Vorsorge- und Behandlungskosten trägt, kann Zahngesundheit in anderen Ländern, wo alle zahngesundheitlichen Kosten privat bezahlt werden müssen, schnell auch zu einer finanziellen Belastung und sozialen Frage werden. Umso wichtiger ist in diesem Umfeld die Vorsorge durch besonders zahnfreundliche Ernährung von Kindesbeinen an, denn die beste Grundlage für gesunde Zähne bis ins hohe Alter ist ein gesundes Milchzahngebiss.


Quelle:
Sunshine Smile GmbH


Aufruf zur Online-Umfrage für ZÄ, ZMP und DH – Studie zu Gingivawucherungen
csm Bild 1 gingivawucherung.jpg 06f39e04d9a5f361cbe0cb540b51d060 43c9730af5

Prof. Dr. Christian Graetz et al., Universitätsklinikum Kiel, freuen sich über die Teilnahme an einer anonymisierten Umfrage. Zeitdauer ca. 10 Minuten. Die Studie untersucht, ob aus zahnmedizinischer Sicht eine adäquate Versorgung des o.g. Krankheitsbildes „gingivale Wucherungen“ vorliegt.