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jameda

Recht auf vollständige Arztlistung

09.12.2019

Vollständige Arztlisten sind die Grundlage für eine freie Arztwahl und für Transparenz über ärztliche Qualität.
Vollständige Arztlisten sind die Grundlage für eine freie Arztwahl und für Transparenz über ärztliche Qualität.

Das Landgericht München entschied über 4 Fälle, in denen Ärzte ihr Profil aus jameda löschen lassen wollten. Die Ärzte stützten ihre Klagen auf das Angebot von jameda gegenüber Kunden, sich ausführlicher zu präsentieren. Dieses Angebot hat jedoch keinen Einfluss auf die Bewertungen oder das Ranking in den Suchergebnislisten.

Zudem bietet jameda allen Ärzten – unabhängig von ihrem Kundenstatus – die Möglichkeit, ihren Patienten relevante Informationen zur Arztwahl (Fachrichtung, Spezialisierung, Kontaktdaten, Öffnungszeiten) bereitzustellen, um ihnen die optimale Grundlage für ihre Arztwahl zu geben. Das Gericht folgte der Argumentation der Ärzte nur zum kleinen Teil und bestätigte damit letztlich – wie auch das OLG Köln am 14.11.2019 – das Recht von jameda auf eine vollständige Arztlistung im Sinne einer informierten Arztwahl der Patienten.

Als Bedingung für eine vollständige Arztlistung nannte das Gericht das Unterlassen von bestimmten Gestaltungen auf den Profilen nicht zahlender Ärzte. Um für mehr Transparenz über die Leistungen von jameda für Kunden zu sorgen, hatte jameda die Gestaltung der Profile bereits vor einiger Zeit im Zuge regelmäßiger Layout-Überarbeitungen entsprechend angepasst. Somit bezieht sich dieses Urteil auf eine veraltete Version von jameda.

jameda kann weiterhin alle niedergelassenen Ärzte in Deutschland listen und so Patienten auf der Suche nach einem passenden Arzt unterstützen. Des Weiteren stellte das LG München in seinem Urteil klar, dass jameda Ärzten weiterhin die Möglichkeit geben darf, Patienten über ein Premium-Profil ausführlich ihre Praxis zu informieren.

„Der offene Dialog über unsere Vision, die Gesundheitsversorgung in Deutschland zu verbessern, ist uns sehr wichtig. Dass ein vertrauensvolles Miteinander mit Ärzten dafür die Basis ist, ist uns bewusst, und wir werden uns in Zukunft noch stärker für einen partnerschaftlichen Austausch im Sinne einer transparenten Gesundheitsversorgung einsetzen“, sagt Dr. Florian Weiß, Geschäftsführer von jameda.

Vollständige Arztlisten als Grundlage für eine freie Arztwahl und Transparenz

Jeden Monat suchen mehr als 6 Mio. Patienten auf jameda nach einem passenden Arzt – und Ärzte finden auf jameda die passenden Patienten. Es ist im Interesse der Patienten, auf Arztportalen einen vollständigen Überblick über alle für ihr Anliegen in Frage kommenden Ärzte zu erhalten. Nur so kann Transparenz über die ärztliche Versorgungsqualität im niedergelassenen Bereich gelingen, die den Patienten eine freie und gut informierte Wahl des passenden Arztes erlauben. Wichtig ist dafür natürlich auch, dass Patienten alle zu ihrer Anfrage passenden Ärzte angezeigt bekommen und die wichtigsten Informationen zu diesen finden – unabhängig davon, ob diese Ärzte Kunden des Arztportals sind. Diese Anforderung ist bei jameda ohne Einschränkung gewährleistet.

Könnten Ärzte sich aus den Portalen austragen, in denen sie nicht gelistet sein wollen, wäre das System deutlich anfälliger für Manipulationen. Schließlich hätten die bewerteten Ärzte mit ihrer potenziellen Auslistung immer ein Druckmittel gegen eine negative Bewertung in der Hand. In Folge würden sich Ärzte die Portale aussuchen, die ihnen positive Bewertungen garantieren. Für Patienten bedeutet so eine Konstellation das Ende jeder Möglichkeit, Transparenz über die Qualität eines Arztes zu erlangen.

Die jameda-Arztlisten und ihre Reihenfolge generieren sich ausschließlich aus vom Kundenstatus unabhängigen Faktoren. Ferner finden Patienten zu allen Ärzten die notwendigen Informationen zu deren Kontaktdaten, Fachrichtungen und Weiterbildungen. Darüber hinaus haben alle Ärzte (unabhängig vom Kundenstatus) die Möglichkeit, Informationen zu ihren Spezialisierungen auf jameda zu veröffentlichen, die Patienten wichtige Informationen für ihre Arztentscheidung liefern.

Darüber hinaus bietet jameda Ärzten gegen die Zahlung eines Entgeltes an, weitere Informationen in Form von Texten und Bildern zu hinterlegen, Termine online an ihre Patienten zu vergeben oder Patienten via Videosprechstunde zu betreuen. Dies ist ein Angebot an Ärzte, ihre Patienten ausführlicher zu informieren bzw. an Patienten, weiterführende Informationen zu lesen, wenn sie diese für ihre Arztwahl als hilfreich ansehen. Mit diesem für Ärzte kostenpflichtigen Angebot geht jedoch niemals eine Bevorzugung bei der Zusammenstellung der Ranglisten oder im Umgang mit deren Bewertungen einher.


Quelle:
jameda GmbH


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