Firmennachrichten

Übertragungswege und Überlebenszeiten des Virus

Der Ausbreitung der Corona-Viren gegensteuern

23.03.2020

.
.

Unternehmen und Forschungsinstitute, u.a. in Tübingen, Amsterdam und China, arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 sowie an Medikamenten. Resultate werden für Herbst dieses Jahres erwartet. Es gilt daher, weiterhin das Coronavirus einzudämmen. Um dies zu erreichen, muss verstanden werden, über welche Wege es weitergegeben wird und wie überhaupt die Überlebenszeiten auf Trägermaterialien sind.

Was bedeutet was?

Coronavirus: Es handelt sich um den Oberbegriff für eine Familie von Viren, die Menschen oder Tiere befallen. Die Erreger von SARS in den Jahren 2002/2003, MERS (Middle East Respiratory Synsrom = Infektion der Atemwege) und mehreren Erkältungsformen zählen ebenfalls dazu.

SARS-CoV-2: Der Erreger der aktuellen Pandemie erhielt diesen Namen im Februar 2020. Häufig wird er einfach „neuartiger Coronavirus“ genannt. Die Abkürzung steht für Severe Acute Respiratory Syndrome-Coronavirus-2.

Covid-19: Zum Glück erkrankt nicht jede Person, die sich mit SARS-CoV-2 ansteckt. Diejenigen, die nach einer Ansteckung mit dem neuen Erreger Symptome zeigen, leiden unter der Atemwegserkrankung Covid-19. Die Bezeichnung leitet sich ab von „Coronavirus-Disease“ und dem Jahr des ersten Auftretens, 2019.

 

Die Ausbreitung von Coronaviren erfolgt per Tröpfcheninfektion. Gefährlich sind nicht nur direkte Kontakte mit dem Patienten. Das Virus kann sich auch über Hände sowie über Oberflächen ausbreiten, die häufig angefasst werden. Coronaviren bleiben auf unbelebten Oberflächen wie Metall, Glas oder Kunststoff bis zu 9 Tage existent – wenn sie nicht beseitigt werden.

Tests mit verschiedensten Desinfektionslösungen haben laut den Experten gezeigt, dass Mittel auf der Basis von Ethanol, Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorit gut gegen Coronaviren wirksam sind. Wende man diese Wirkstoffe in entsprechender Konzentration an, so reduziere sie die Zahl der infektiösen Coronaviren binnen einer Minute um 4 soge­nannte log-Stufen, berichten die Experten. Dies bedeute zum Beispiel, dass die Zahl der krankmachenden Partikel von einer Million auf 100 gesenkt werde.

Wenn Präparate auf anderer Wirkstoffbasis verwendet würden, sollte für das Produkt mindestens eine Wirksamkeit gegenüber behüllten Viren nachgewiesen sein („begrenzt viruzid“), so raten die Experten. Dies sollte in der Regel genügen, um die Gefahr einer Ansteckung deutlich zu reduzieren.    

Quelle: Redaktion/aerzteblatt.de

Weitere ausführliche Informationen zum Corona-Virus und der Überlebenszeit lesen Interessierte in nachstehenden Studien:

https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMc2004973?fbclid=IwAR2ybP1Mr-jAVFhO7q8C2lTWX08HK_d44BaSslTZq68cmwDBLiBUoEjd8EM 

www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0195670120300463