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Dentsply Sirona unterstützt 15 Xingu-Dörfer mit Zahnbehandlungen

04.07.2019

Die Ureinwohner halfen beim Transport der zahnmedizinischen Geräte – wie hier bei einer CEREC Omnicam und einer CEREC Schleifeinheit.
Die Ureinwohner halfen beim Transport der zahnmedizinischen Geräte – wie hier bei einer CEREC Omnicam und einer CEREC Schleifeinheit.

Dentsply Sirona unterstützte mit moderner Technologie und hochwertiger Ausrüstung die Zahnbehandlung von indigenen Völkern im brasilianischen Amazonas-Gebiet. Dafür reiste ein Team von den Doutores Sem Fronteiras (DSF, zu Deutsch: Doktoren ohne Grenzen) Mitte Mai in die Region von Mato Grosso.

Dort fanden um diese Zeit die traditionellen Xingu-Spiele statt, das größte offizielle Sportevent der Region, zu dem 600 Athleten sowie mehr als 3.000 Besucher aus 15 Indianerdörfern kamen.

Zahnmedizin in entlegene Regionen in Amazonien zu bringen – dieses Anliegen der brasilianischen Organisation Doutores Sem Fronteiras hat sich in Brasilien herumgesprochen. Auf Einladung der Organisatoren der traditionellen Xingu-Spiele (Jogos do Xingu, auch „Indianerspiele“ genannt) reiste ein Team von DSF mit 7 Zahnärzten nach Kalapalo, um die Einwohner von einigen Kuikuru-Dörfern zahnmedizinisch zu versorgen. Bei ihren Behandlungen wurden sie von Dentsply Sirona unterstützt, unter anderem mit CEREC-Geräten sowie mit modernen zahnmedizinischen Instrumenten und Materialien.

Wegen starken Regens fand die traditionsreiche Veranstaltung, bei der hunderte Sportler von 15 indigenen Gruppen in 15 Disziplinen zu Wettkämpfen antreten, ein wenig später als geplant statt. Der Motivation der Teilnehmer tat dies keinen Abbruch. Die in diesem Jahr angebotene zahnmedizinische Betreuung sollte für die Patienten ein positives Erlebnis werden.

Das Wetter bereitete auch den Doutores Schwierigkeiten: Die ausgiebigen Regenfälle machten es unmöglich, das Gebiet mit dem Auto zu erreichen. Auch die Fähre fuhr nicht zuverlässig, sodass das Behandlungsteam und die komplette zahnmedizinische Ausstattung in einer 4-stündigen Fahrt auf kleinen Booten in den Dschungel transportiert werden mussten. Auf den letzten Metern halfen Einheimische dabei, die Hightech-Geräte zu ihrem Einsatzort zu tragen. Auf diese Weise fanden insgesamt 5 „mobile Kliniken“ (improvisierte Behandlungsstühle sowie Kompressoren) ihren Weg zu den Menschen.

Bohrer und Intraoralscanner treffen auf Pfeil und Bogen

Viele Männer, Frauen und Kinder erhielten im Vorfeld der Spiele eine Zahnbehandlung: Ureinwohner, denen eher Pfeil und Bogen vertraut waren, lernten Intraoralscanner und Schleifmaschinen kennen und erhielten staunend innerhalb kürzester Zeit Zahnersatz. Außerdem wurden bei den Patienten mithilfe moderner Instrumente und Materialien schonend Wurzelkanalbehandlungen durchgeführt und Kariesläsionen versorgt – und das alles in einer klimatisch herausfordernden Umgebung und mit Strom aus Generatoren.

Für die indigene Bevölkerung Brasiliens ist eine zahnmedizinische Betreuung keine Selbstverständlichkeit. Für die meisten Menschen ist der Weg zum nächsten Zahnarzt zu weit, oder sie können sich eine Behandlung nicht leisten. Entsprechend dankbar wurde das Angebot einer kostenlosen Zahnbehandlung angenommen.

Die Reise in diese Region war für Dr. José Umberto De Luca, den ersten CEREC-Anwender in Brasilien überhaupt, eine Herzensangelegenheit. Der Zahnarzt aus Rio de Janeiro weiß um die Möglichkeiten moderner Technologien, mit denen die Mundgesundheit wiederhergestellt und den Patienten ein schönes Lächeln geschenkt werden kann. „Ich bin zum dritten Mal bei einer solchen Expedition dabei und erneut überwältigt“, sagte er nach Abschluss dieser Expedition. „Wir konnten in diesen Tagen CEREC für alle anbieten – und das mitten im Dschungel. Ein robustes System, das ungewöhnlichen äußeren Umständen trotzt, und ein motiviertes Team, das Landsleuten hilft: all das machte die Expedition für mich zu einem besonderen Erlebnis.“ Vor Ort wurde vereinbart, dass die Doutores Sem Fronteiras im nächsten Jahr wiederkommen.

Quelle:
Dentsply Sirona


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