Steuer


Umsatzsteuerbefreiung für ärztliche Leistungen

30.09.2010

Eine jüngst abgestimmte Verwaltungsansicht zum Thema Umsatzsteuerbefreiung für ärztliche Leistungen, und zwar für die Tätigkeit bei Schönheitsoperationen, ist ebenfalls für Zahnärzte interessant. Bleaching zählt zu

Schönheitsoperationen und fällt demnach unter die umsatzsteuerpflichtigen Behandlungen, wie nachfolgend erläutert wird.

In einer Verfügung vom 11.03.2010 fasst die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main (S-7170 A-69-St 112) den derzeitigen Stand der Rechtsauffassungen zwischen Bund und Ländern wie folgt zusammen:

Keine allgemeine USt-Befreiung

Schönheitsoperationen von ästhetisch-plastischen Chirurgen sind nicht generell als ärztliche Leistungen nach § 4 Nr. 14 Umsatzsteuergesetz (UStG) von der Umsatzsteuer befreit. Umsatzsteuerfreiheit nach § 4 Nr. 14 UStG besteht weiterhin nur für Heilbehandlungen, also für solche Behandlungen, die der Vorbeugung, von Krankheiten und, soweit möglich deren Heilung dienen.

Einzelfallbetrachtung

Ob ein therapeutisches Ziel im Vordergrund steht, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Ein Indiz hierfür kann die Übernahme der Kosten durch die Krankenversicherungen sein.

Beispiele umsatzsteuerpflichtiger Behandlungen

Als Beispiele für umsatzsteuerpflichtige Umsätze wurden folgende Leistungen genannt, sofern sie kosmetischer Natur sind und kein therapeutisches Ziel im Vordergrund steht: „Fettabsaugung, Faltenbehandlung, Brustvergrößerung, Brustverkleinerung, Lifting, Nasenkorrekturen, Hautverjüngung (Lasertherapie), Lippenaufspritzung, Botox-Behandlung (Verminderung von Falten durch Einspritzen eines stark verdünnten Nervengiftes Botulinum-Toxin), Permanent-Make-up, Anti-Aging Behandlung, Bleaching (Bleichen der Zähne) und Dentalkosmetik.“

Quelle: MARTIN Informationsdienst 6/2010

Korrespondenzadresse:
Kanzlei Martin
Schultesstraße 19 B, 97421 Schweinfurt
Tel.: 09721 97885-0
Fax: 09721 97885-10
www.martin-partner-sw.de


Aufruf zur Online-Umfrage für ZÄ, ZMP und DH – Studie zu Gingivawucherungen
csm Bild 1 gingivawucherung.jpg 06f39e04d9a5f361cbe0cb540b51d060 43c9730af5

Prof. Dr. Christian Graetz et al., Universitätsklinikum Kiel, freuen sich über die Teilnahme an einer anonymisierten Umfrage. Zeitdauer ca. 10 Minuten. Die Studie untersucht, ob aus zahnmedizinischer Sicht eine adäquate Versorgung des o.g. Krankheitsbildes „gingivale Wucherungen“ vorliegt.