Praxisführung


Website, Social Media und Co.: Steigern Sie Ihre Onlinereputation

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Neupatienten gewinnen und Bestandspatienten eng an die Praxis binden – 2 wichtige Ziele eines jeden Praxisinhabers. Machen Sie sich das World Wide Web zunutze und optimieren Sie Ihre Onlinepräsenz, Ihren Social-Media-Auftritt und steigern Sie Ihre Onlinebewertung. Das Wie wird Ihnen nachfolgend Schritt für Schritt aufgezeigt.

Wer heute einen neuen Zahnarzt sucht, der googelt. Viele Neupatienten finden über Praxiswebsites, Jameda und Co. zum Arzt ihres Vertrauens und entscheiden anhand des 1 Eindrucks Ihrer Praxiswebsite, ob sie einen Ersttermin vereinbaren möchten. Daher ist die Website Pflicht, Social Media und Bewertungsportale sind die Kür.

How-to: Praxiswebsite

Informative Inhalte, die Vermittlung von Emotionen und ein gutes Google-Ranking. Das sind die 3 Schlüsselfaktoren, die es bei der Gestaltung der Praxiswebsite zu berücksichtigen gilt. Von Beginn an sinnvoll geplant und mit einem stringenten Konzept versehen, kann Ihre Website allen Anforderungen gerecht werden.

Jedes gelungene Websiteprojekt beginnt mit einer Strategie und muss einem roten Faden folgen. Legen Sie im 1. Schritt die Struktur Ihrer neuen Website fest. Eine klare inhaltliche wie optische Menüführung erleichtert die Orientierung und Nutzung der Website. Hierzu zählen die Kontaktdaten, die auf den ersten Blick sichtbar sein sollten, sowie ein gutes und schnelles Auffinden Ihres Onlinetermintools. Überlegen Sie sich, welchen Inhalten Sie welchen Stellenwert einräumen möchten.

  • Mockup einer Webseite

  • Mockup einer Webseite
    © m2c
Ratsam ist eine gute Balance aus imageseitigen Informationen wie der Vorstellung Ihrer Firmenphilosophie und Ihres Teams sowie die Darstellung Ihres Leistungsspektrums. Bedenken Sie,  welchen Service und welche Leistungen Sie gleich auf der Startseite prominent platzieren möchten, um Aufmerksamkeit zu erzielen und die Expertise Ihrer Praxis in den entsprechenden Bereichen hervorzuheben. Sie sind auf navigierte Implantologie spezialisiert? Prima – dann kommunizieren Sie das in einer Weise, die dem Patienten die Vorteile der Behandlung verständlich macht.

In Zeiten von COVID-19 sollten Sie Ihre Website auch zur Vermittlung relevanter Patienteninformationen hinsichtlich Ihrer Hygienestrategie nutzen. Eine prominent platzierte Infobox kann auf Verhaltensregeln hinweisen und über Ihre Vorkehrungen informieren. Auf diese Weise schaffen Sie Vertrauen und Sicherheit und sorgen dafür, dass Ihre Patienten den Zahnarzttermin trotz Corona wahrnehmen.

Ansprechende Bilder nutzen

Steht der Strukturplan, gestalten Sie im nächsten Schritt die Inhalte Ihrer Website. Diese bestehen sowohl aus Text- als auch aus Bildelementen. Die Websitetexte sollten sowohl die wichtigsten Informationen enthalten als auch den Google-Anforderungen gerecht werden und dabei nicht überladen wirken. Wichtig zu wissen ist, dass emotional ansprechende Bilder auf Ihrer Website den Besuchern gefallen und ihnen im Gedächtnis bleiben.

Ein großzügiger Bildeinsatz und professionell geshootete Aufnahmen sollten überwiegen. Vorteilhaft sind eigene Bilder, da diese authentischer wirken. Ideal ist z.B. ein Fotoshooting mit Praxismitarbeitern und/oder mit treuen Patienten als Statisten. Vergessen Sie hier jedoch nicht, sich das schriftliche Einverständnis zur Veröffentlichung geben zu lassen. 

Google-Ranking optimieren

Wie gut Ihre Website von potenziellen Neupatienten im Netz gefunden wird, ist vom Google-Ranking abhängig. Ideal ist die Poleposition, mindestens jedoch einen Platz auf der 1. Seite zu erreichen. Daher sollten Sie auf eine suchmaschinenoptimierte Textgestaltung und technische Umsetzung Wert legen und sich hier professionelle Unterstützung suchen.

Binden Sie zum Beispiel sogenannte Google-Keywords, häufig gesuchte Begriffe wie „Zahnarzt Hamburg“, in Ihre Website ein. Hier kommt es besonders darauf an, dass Sie die für Ihre Region relevanten Keywords kennen. Gegebenenfalls kann auch spezielles SEO-Marketing geboten sein, um Ihr Ranking zu optimieren.

Vor allem in Ballungsgebieten ist der Wettbewerb um die vorderen Plätze bei Google groß und Sie sollten ein angemessenes Budget für SEO-Maßnahmen berücksichtigen. Was zudem Ihre Onlinereputation stärken kann, ist die gute Vernetzung Ihrer Website mit Social-Media- und Bewertungsportalen.

Das Google-Business-Profil: Erste Anlaufstelle im Netz

Suchen Patienten gezielt nach Ihrer Praxis, stoßen Sie oft noch vor Ihrer Website auf Ihr Google-Business-Profil, den Informationskasten rechts neben den Google-Suchergebnissen. Dieses sollte daher gut gepflegt daherkommen: Stellen Sie sicher, dass die Kontaktinformationen wie Telefonnummer und Öffnungszeiten stimmen, und stellen Sie Ihr Praxislogo sowie Aufnahmen vom Praxis-Fotoshooting ein. 

Nun gilt es, das Profil regelmäßig zu kontrollieren: Hat ein Nutzer ungefragt unvorteilhafte Bilder eingestellt? Haben Sie eine neue Rezension erhalten? Dann sollten Sie zügig darauf reagieren: Unautorisierte Fotos können Sie an Google melden, damit diese von Ihrem Profil entfernt werden. Rezensionen sollten Sie kommentieren – im Fall einer positiven Bewertung genügt ein Dankeschön.

Bei negativen Rezensionen sollten Sie diplomatisch bleiben und Verständnis für die Perspektive des Patienten zeigen, denn Ihr Image hängt nun davon ab, wie Ihre Kommentierung wahrgenommen wird. Ein respektvoller Tonfall vermittelt Glaubwürdigkeit und Seriosität und hilft dabei, den Betrachter von Ihrer Stellungnahme zu überzeugen. 

Von gekauften Bewertungen sollten Sie unbedingt Abstand nehmen – sie sind meist leicht zu enttarnen und werfen kein gutes Licht auf Sie und Ihre Praxis. Bitten Sie lieber zufriedene Patienten um positives Feedback auf Ihrem Google-Business-Profil und spielen Sie fair. 

Social Media für die Zahnarztpraxis

Die Sozialen Medien sind in jedem Fall ein sinnvolles Kommunikationsinstrument für Praxisinhaber – gerade um Bestandspatienten enger an die Praxis zu binden und über aktuelle Themen, sei es aus dem Praxisalltag oder aus der Fachwelt, zu informieren. Wichtig hierbei: Regelmäßige, individuelle Postings – denn anderenfalls macht Ihr Social-Media-Profil keinen guten Eindruck und wirkt vernachlässigt. Für ein strukturiertes Vorgehen ist die Erstellung eines monatlichen Redaktionsplans empfehlenswert.

  • Mockup einer Facebook-Seite

  • Mockup einer Facebook-Seite
    © m2c
Facebook, Instagram und Co. eignen sich bestens für eine schnelle und unmittelbare Kommunikation – gerade auch im Hinblick auf die Corona-Situation und die sich häufig ändernden und bisweilen zu Verunsicherung führenden Verhaltensregeln. Lassen Sie Ihre Follower wissen, welche Regeln aktuell für den Zahnarztbesuch gelten, zitieren Sie Landesregierung und Standespolitik und kommunizieren Sie Ihre praxisinternen Maßnahmen wie zum Beispiel regelmäßige Corona-Tests für Ihre Mitarbeiter, um Ihren Patienten ein sicheres Gefühl zu vermitteln.

Zudem können Sie Regeln, wie die zwingende Vereinbarung eines Termins im Vorfeld des Praxisbesuchs, unkompliziert und effektiv mitteilen. Verzichten Sie dabei auf abschreckende Symbolik wie zum Beispiel Stoppzeichen – schließlich möchten Sie, dass die Patienten nach wie vor ihren Termin wahrnehmen. 

Nutzen Sie Social Media nicht nur für die Patientenkommunikation, sondern auch im Hinblick auf die Mitarbeitergewinnung. Haben Sie schon einmal über eine Recruiting-Kampagne auf Instagram nachgedacht, um qualifizierte, dynamische ZFAs oder Azubis zu gewinnen?

Machen Sie sich Bewertungsportale zunutze

Arztbewertungsportale wie Jameda oder Sanego sind für die meisten Praxisinhaber Fluch und Segen zugleich: Tragen sie einerseits dazu bei, Neupatienten zu gewinnen und die Onlinereputation zu steigern, bieten sie andererseits eine Plattform für unzufriedene Patienten, ihren Unmut öffentlich und anonym kundzutun.

Um sich die Portale trotzdem zunutze zu machen, gilt es, einige Regeln zu befolgen und vor allem mit negativen Bewertungen souverän umzugehen. Zunächst einmal sollten Sie Ihr Profil im Blick behalten: Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Sie eine negative Bewertung erhalten haben, um zeitnah darauf reagieren zu können.

Jameda bietet auch Basisprofilinhabern an, ihr Profil zu bestätigen und so Zugang zu E-Mail-Benachrichtigungen der Plattform zu erhalten. Liegt eine negative Bewertung vor, haben Sie sowohl bei Jameda als auch bei Sanego die Möglichkeit, die Bewertung anzufechten.

Mit einem argumentativ auf den Bewertungstext eingehenden Schreiben können Sie Stellung zu der Bewertung nehmen. Der Bewertende wird sodann mit Ihrer Stellungnahme konfrontiert und aufgefordert, die Sachlage erneut zu schildern. Tut er dies nicht, wird die Bewertung gelöscht und erscheint nicht länger in Ihrem Profil. Diese Chance sollten Sie unbedingt nutzen, um negative und ungerechtfertigte Bewertungen zu eliminieren. Gelingt die Löschung nicht, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Sicht der Dinge in einem direkt unter der Bewertung erscheinenden Kommentar zu kommunizieren. 

Genau wie bei Google gilt auch für Jameda und Co.: Setzen Sie auf authentische Bewertungen. Gekauftes Lob ist für Jameda nachvollziehbar und wird im schlimmsten Fall geahndet. Warum zufriedene Patienten nach ihrem Termin nicht dazu ermuntern, eine Bewertung auf Ihrem Profil zu hinterlassen? So generieren Sie echte Bewertungen und erhalten das Lob, das Ihnen zusteht. 

Onlinekommunikation liegt im Trend

Seit wir unseren Alltag mit COVID-19 bestreiten müssen, erfreut sich die Onlinekommunikation wachsender Beliebtheit – das gilt auch für Zahnarztpraxen und ihre Patienten. Über ein Onlinetermintool zum Beispiel, das Sie neben vielen anderen Anbietern auch über Ihr Jameda-Profil abwickeln können, machen Sie es den Patienten besonders leicht, einen Termin zu vereinbaren und entlasten gleichzeitig Ihre Mitarbeiter. Prominent platziert auf Ihrer Website und mit einem Klick erreichbar, senken Sie die Hürde zur Terminvereinbarung und stellen einen komfortablen Service zur Verfügung, den Ihre Patienten Ihnen danken werden. 

Fazit 

Die Möglichkeiten, Ihre Onlinereputation zu steigern, sind groß und vielfältig. Angefangen bei der Praxiswebsite über Facebook, Instagram und Co. bis hin zu einschlägigen Arztbewertungsportalen können Sie an diversen Stellschrauben Ihres Auftritts im Internet arbeiten, um den ersten Eindruck, den potenzielle Neupatienten von Ihnen erhalten, zu perfektionieren. 

Die Wirksamkeit Ihrer Onlinemarketing-Maßnahmen sollten Sie durch regelmäßiges Monitoring stets im Blick behalten: Fragen Sie Neupatienten systematisch danach, wie sie auf die Praxis aufmerksam geworden sind und finden Sie so heraus, welche Maßnahmen zur Neupatientengewinnung bereits gut funktionieren und wo Verbesserungsbedarf besteht. Auf diese Weise können Sie Ihren Onlineauftritt nachhaltig und wirkungsvoll dafür nutzen, zu einer gezielten Neupatienten- und damit Umsatzsteigerung beizutragen. 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Nadja Alin Jung


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