Abrechnung


Halitosis-Diagnostik mittels Messung der Atemluft

Bei der Halitosis handelt es sich um eine Form deutlichen Mundgeruchs, der über der sozial verträglichen Akzeptanzgrenze liegt. Die Bestimmung des im Einzelfall vorliegenden Wertes erfolgt mit einem speziellen Messgerät und dient der besseren Einschätzung der Therapiemöglichkeiten der Halitosis.

Die Messung wird folgendermaßen durchgeführt: Der Patient bläst Atemluftin ein Mundstück, welches mit dem Messgerät verbunden ist. Die Luft wird mittels einer Pumpe angesaugt. Im Gerät werden die Schwefelverbindungender ausgeatmeten Luft ermittelt. Das Messergebnis zeigt den Wert der Intensität des Mundgeruchs. Zusätzliche Untersuchungen erfolgen z. B. in Form von Abstrichen. Basierend auf den ermittelten Werten wird die Therapie bestimmt. Bei der Durchführung der Halitosisbestimmung mittels Messung der ausgeatmeten Luft handelt es sich sowohl beim gesetzlich versicherten als auch bei dem privat versicherten Patienten um eine Verlangensleistung, die im Vorfeld der Behandlung schriftlich zu vereinbaren ist. Der GKV-Patient muss zusätzlich vorher mit einer entsprechenden Vereinbarung gemäß §4(5) BMV-Z bzw. §7(7) EKVZ aus dem gesetzlichen Vertrag losgelöst werden. Die Berechnung von Verlangensleistungen ist in den Paragraphen 1 und 3 der Gebührenordnung für Zahnärzte geregelt:

§ 1 (2) GOZ:
…. „Leistungen, die über das Maß einer zahnmedizinisch notwendigen Leistung hinausgehen, darf er (Anm.: der Zahnarzt) nur berechnen, wenn sie auf Verlangen des Zahlungspflichtigen erbracht worden sind.“

§ 2 (3) GOZ:
„Auf Verlangen des Zahlungspflichtigen können Leistungen im Sinne des
§ 1 Abs. 2 Satz 2, die weder im Gebührenverzeichnis (Anlage) noch im Gebührenverzeichnis der Gebührenordnung für Ärzte enthalten sind, und ihre Vergütung abweichend von dieser Verordnung in einem Heil- und Kostenplan schriftlich vereinbart werden. Der Heil- und Kostenplan muss vor Erbringung der Leistung erstellt werden; er muss die einzelnen Leistungen und Vergütungen, sowie die Feststellung enthalten, dass es sich um Leistungen auf Verlangen handelt und eine Erstattung möglicherweise nicht gewährleistet ist. § 6 Abs. 2 bleibt unberührt.“

Die Berechnung erfolgt nach Behandlungsabschluss mit Hinweis auf den §2(3) GOZ. Die freie Vereinbarung für eine Halitosisbestimmung könnte folgendermaßen aussehen:




Die Abrechnungshinweise sind von der Autorin nach ausführlicher Recherche erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr wird jedoch ausgeschlossen.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Sabine Schnug-Schröder

Bilder soweit nicht anders deklariert: Sabine Schnug-Schröder


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