Abrechnung


DVT-Abrechnung leicht gemacht

01.11.2015

Die Akteure der DTV-Abrechnungsinitiative v. l.: Dr. Thomas Kiesel, PD Dr. Sigmund Kopp und Frank Bartsch.
Die Akteure der DTV-Abrechnungsinitiative v. l.: Dr. Thomas Kiesel, PD Dr. Sigmund Kopp und Frank Bartsch.

Das Unternehmen Carestream Dental und die Deutsche Krankenversicherung AG (DKV) haben gemeinsam beraten, wie das Abrechnungsprozedere für Digitale-Volumen-Tomographie-(DVT)-Aufnahmen vereinfacht werden kann. Die Ergebnisse stellten die Akteure der DVT-Abrechnungsinitiative am 10. Juli in Hamburg der Fachpresse vor und sagten die Umsetzung bis Mitte September voraus.

Bei der Abrechnung von DVT-Aufnahmen besteht Handlungsbedarf, da sie oftmals sowohl für Behandler als auch für Versicherer problematisch ist, denn häufig fehlen Informationen, wenn ein DVT beantragt oder abgerechnet wird. Die „DVT-Abrechnungsinitiative“ hat nun einen Vorschlag erarbeitet, wie Indikation und Befund der 3D-Aufnahmen für die DKV einfach aufbereitet werden können, damit sie nachvollziehbar sind und ohne Verzögerung durch Rückfragen schneller bearbeitet werden können. Im Rahmen eines Round-Table-Meetings am 10. Juli präsentierten Frank Bartsch, Trade Marketing Manager bei Carestream Dental, Dr. Thomas Kiesel, Abteilungsleiter Kundenservice Leistung Gesundheit bei der DKV und PD Dr. Sigmar Kopp, den Vertretern der dentalen Fachpresse die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit. Eine klare Struktur für die Zusammenstellung der relevanten Informationen beschleunigt den Abrechnungs-Vorgang erheblich. Wird nämlich eine Leistung verzögert oder mangels hinreichender Nachweise gar nicht erstattet, geht dies zu Lasten aller Beteiligten. Der Zahnarzt steht im schlechtesten Fall im Verdacht, etwas abrechnen zu wollen, was nicht erstattungsfähig ist. Die Versicherung darf die Leistung nicht erstatten, weil der Fall nicht eindeutig geklärt ist und der Patient ist verärgert, weil er am Ende alles selbst zahlen muss, beschreibt Dr. Thomas Kiesel die Folgen eines undurchsichtigen Verfahrens. Aus diesem Grund hat die DKV gemeinsam mit Carestream Dental die Initiative ergriffen.

Abrechnungsempfehlung der BZÄK und der BÄK

Die Bundeszahnärztekammer weist für die Abrechnung von Anfertigung und Befundung einer DVT-Aufnahme die GOÄ Nummer 5370 aus. Die computergesteuerte Analyse einschließlich speziell nachfolgender 3D-Rekonstruktion soll nach der Zuschlagsziffer GOÄ 5377 berechnet werden. Die Bundesärztekammer legt die analoge Berechnung fest. Doch vielfach berechnen Zahnärzte anders. Auch fehlt es an einer einheitlichen Form für Informationsunterlagen zu DVT-Aufnahmen. Grundlage für eine Erstattung ist zunächst, dass eine medizinische Indikation für die Aufnahme vorliegt, wie PD Dr. Sigmar Kopp ausführte. Bevor es an die eigentliche DVT-Aufnahme und die spätere Erstattung geht, sind eine vernünftige Sichtung und eine sinnvolle Diagnostik notwendig. Anhand der Empfehlung der Arbeitsgruppe sollte der Behandler zunächst prüfen, ob die Indikation gerechtfertigt ist. PD Dr. Kopp ist in eigener Praxis in Rostock niedergelassenen, zusätzlich in Forschung und Lehre an der Universität Rostock tätig und Mitglied der Carestream Referenz-Zahnärzte. Er hat gemeinsam mit Dr. Thomas Kiesel die s2k-Leitlinie Dentale digitale Volumentomographie für die Abrechnung von DVT-Aufnahmen unter den Gesichtspunkten geprüft, damit Graubereiche möglichst entfallen und eindeutige Situationen klar dargestellt werden können. Entstanden ist die Zusammenstellung der Indikationen, bei deren Vorliegen erfahrungsgemäß eine Erstattungsfähigkeit von der DKV anerkannt wird. Die Indikationsstellung ist in diesen Fällen regelmäßig nachvollziehbar und lästige Nachfragen von Seiten der DKV erübrigen sich.

Formblatt beschleunigt Abrechnung

Ein von der Arbeitsgruppe entwickeltes Muster-Formblatt erfasst den Fall entsprechend der definierten Indikation. Mit jedem DVT sei es möglich, ein PDF zu erstellen, das die Parameter unseres Musterbeispiels sowie die DVT-Aufnahme enthält und dann bei der DKV eingereicht werden kann, fasste Frank Bartsch zusammen. Alle Daten, die der Versicherer für die Abrechnung benötigt – also Indikation, Nummer, Kurzbefund und DVT-Aufnahme – sind in dem erarbeiteten Formblatt enthalten. Die DVT-Indikationen sind somit eindeutig nachvollziehbar und können von der DKV unproblematisch geprüft werden. Für den Zahnarzt werde die Dokumentation und Abrechnung somit einfacher und übersichtlicher: Seit dem 15. September werden die von der Abrechnungsinitiative erarbeiteten Materialien genutzt. Das Informationspaket enthält Abrechnungsempfehlungen, beispielhafte Musterfälle, ein Formblatt für die Information an die Kostenträger und eine Indikationsbeschreibung. Die Unterlagen stehen auf der Webseite der DKV www.dvt-abrechnung.de zum Download zur Verfügung.

Carestream Health Deutschland GmbH
Hedelfinger Straße 60, 70327 Stuttgart
Tel.: 00800 45677654, Fax: 0711 20707333
www.carestreamdental.de




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