Abrechnung


Abrechnungsmöglichkeiten bei digitaler und konventioneller Abformung


Digitale Abformung

Im Gegensatz zur alten GOZ existiert seit dem 01.01.2012 unter der GOZ-Ziffer 0065 nun für die digitale Abformung bei CAD/CAM-Versorgungen eine eigenständige Gebührenziffer, die sowohl beim PKV-Patienten als auch beim GKV-Patienten (gleichund andersartige Versorgungsformen) angesetzt werden kann:

GOZ 0065

Optisch-elektronische Abformung einschließlich vorbereitender Maßnahmen, einfache digitale Bissregistrierung und Archivierung, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

Punktzahl 80

Einfachsatz: 4,50 €

2,3-facher Satz: 10,35 €

3,5-facher Satz: 15,75 €

BZÄK-Kommentar zu der GOZ-Nr. 0065 (Stand 09.02.2013)

Die Leistung beschreibt die dreidimensionale Datenerfassung intraoraler Strukturen mittels optisch-elektronischer Apparaturen zum Zweck der Herstellung einer Restauration bzw. Rekonstruktion auf direktem Weg oder auf indirektem Weg nach Herstellung eines CAD/CAM-Modells. Die einfache Registrierung der Bissverhältnisse auf digitalem Weg ist nicht gesondert berechnungsfähig. Darüber hinausgehende Bissregistrierungen sind nicht inbegriffen. Die Leistung wird je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich berechnet und kann ggf. bis zu viermal je Sitzung anfallen. Vorbereitende Maßnahmen wie z. B. die optische Aufbereitung der abzuformenden Zähne oder Modelle sowie die Archivierung der Daten sind eingeschlossen. Die Nebeneinanderberechnung dieser Leistung mit einer konventionellen Abformung in derselben Sitzung für dasselbe Behandlungsgebiet ist nicht statthaft. Die PC-gestützte Auswertung zur Diagnose und Planung ist bei dieser Gebührennummer nicht enthalten und muss daher analog berechnet werden.

Das Vorliegen von Erschwernissen bei der Behandlung kann über einen angemessenen Steigerungsfaktor berücksichtigt werden.

Dieses könnte z. B. begründet sein durch:

  • Erschwernisse bei der Abformung (z. B. Stellungsanomalie)
  • erschwerte Zuordnung der Kiefermodelle zur Bisslageeinstellung
  • Erschwernis bei der Trockenlegung bzw. erhöhte Salivation
  • motorische Unruhe
  • Anzahl der abzuformenden Zähne
  • ungünstige Position der abzuformenden Zähne u. v. m.

Zusätzlich berechnungsfähige Leistungen

  • Anästhesien, GOZ 0080 ff.
  • Anwendung von Methoden zur Analyse von Kiefermodellen, GOZ 6010
  • Registrieren der gelenkbezüglichen Zentrallage des Unterkiefers, GOZ 8010
  • PC-gestützte Aufnahmen einer opto-elektronischen Abformung analog § 6 Absatz 1 GOZ u. v. m.

Die Wahl der entsprechenden analog zugrunde zu legenden Gebührenziffer für die PC-gestützte Auswertung einer optisch-elektronischen Abformung sollte jeder Behandler individuell nach dem tatsächlich entstandenen Aufwand treffen. Hier bietet sich z. B. die Ziffer GOZ 6010 an.

Das folgende Abrechnungsbeispiel nach GOZ eines chairside angefertigten dreiflächigen CAD/CAM-Inlays regio 27 verdeutlicht die Anwendung der neuen Ziffern rund um die digitale Abrechnung:

  • Abb. 1: regio 27
  • Abb. 1.1: regio 27
  • Abb. 1: regio 27
  • Abb. 1.1: regio 27

Konventionelle Abformungsmethoden

Nachfolgende Tabellen geben Ihnen einen Überblick über die Abrechnungsmöglichkeiten der konventionellen Abformungsmethoden in der GKV (BEMA Nr. 98a, 98b, 98c, 98bi, 98ci) und PKV (GOZ 5170, GOZ 5180, GOZ 5190).

  • Abb. 2: GKV/BEMA
  • Abb. 2.1: GKV/BEMA
  • Abb. 2: GKV/BEMA
  • Abb. 2.1: GKV/BEMA

  • Abb. 3: PKV/GOZ
  • Abb. 3.1: PKV/GOZ
  • Abb. 3: PKV/GOZ
  • Abb. 3.1: PKV/GOZ

Bitte beachten Sie ggf. regionale KZV-Unterschiede.

Die Abrechnungshinweise sind von der Autorin nach ausführlicher Recherche erstellt worden. Ggf. können weitere Leistungen hinzukommen. Eine Haftung und Gewähr wird jedoch ausgeschlossen.

 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Sabine Schnug-Schröder

Bilder soweit nicht anders deklariert: Sabine Schnug-Schröder


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