Abrechnung

Abrechnungs-Tipp der Woche

Ä1 – Die 18-Tage-Regel

Bild: (C) Claudia Hautumm / PIXELIO
Bild: (C) Claudia Hautumm / PIXELIO

Immer wieder wird die Frage gestellt, wie die 18-Tage-Regel der Ä1 beim gesetzlich versicherten Patienten korrekt anzuwenden ist.

In der aktuellen Formulierung heißt es dazu in den Bema-Bestimmungen:

„Erstreckt sich ein Krankheitsfall* über mehrere Abrechnungszeiträume (Quartale), so ist nach vorausgegangener Leistung nach Nr. 01 oder Ä1 die Nr. Ä1 im Folgequartal nur abrechnungsfähig, wenn zwischen der Leistung nach Nr. 01 oder Ä1 im Vorquartal und der Leistung nach Nr. Ä1 im Folgequartal ein Zeitraum von 18 Kalendertagen überschritten ist, es sei denn, die Behandlung in diesem Folgequartal geht über den nach Nr. 01 oder Ä1 erhobenen Befund hinaus. Als alleinige Leistung ist die Nr. Ä1 immer abrechnungsfähig.“

*Hiermit ist die Behandlung einer bestimmten Krankheit aufgrund eines erhobenen Befundes mit sämtlichen therapeutischen Maßnahmen ohne zeitliche Begrenzung auf ein Quartal gemeint.

1. Dies bedeutet bei einem quartalsübergreifendem gleichen Krankheitsfall:

  • Quartalsübergreifend ist der Tag der letzten 01/Ä1 entscheidend, nicht die letzte Sitzung im letzten Quartal!
    Beispiel: Am 18.03.2010 wurde die letzte Ä1 erbracht. Der nächstmögliche Termin zur Abrechnung der nächsten Ä1 neben einer anderen Leistung in demselben Krankheitsfall wäre also der 06.04.2010.
  • Als alleinige Leistung ist die Ä1 immer abrechenbar

2. Dies bedeutet bei einem neuen Krankheitsfall im neuen Quartal:

  • Wenn der alte Krankheitsfall im Vorquartal abgeschlossen wurde (z. B. am 29.03.2010) und der Patient erscheint im Folgequartal (02.04.2010) mit einem neuen Krankheitsfall, so ist die Ä1 abrechenbar, auch vor Ablauf der 18-Tage-Frist.
  • Als alleinige Leistung ist die Ä1 immer abrechenbar.

3. Dies bedeutet bei einem neuen Krankheitsfall im neuen Quartal, auch wenn der alte Krankheitsfall noch nicht abgeschlossen ist:

  • Auch wenn der alte Behandlungsfall im alten Quartal noch nicht endgültig abgeschlossen ist (letzter Behandlungstag 29.03.2010) und der Patient erscheint im Folgequartal (02.04.2010) mit einem neuen Krankheitsfall, ist die Ä1 schon vor Ablauf der 18-Tage-Frist berechenbar.
  • Als alleinige Leistung ist die Ä1 immer abrechenbar

Innerhalb eines Quartals spielt die 18-Tage-Regel überhaupt keine Rolle: hier gilt, nachdem sie einmalig im Quartal (unter Berücksichtigung der 18-Tage-Regel) neben einer anderen Leistung berechnet wurde, ist sie fortan im laufenden Quartal nur noch als alleinige Leistung abrechenbar!


Die Abrechnungshinweise sind von der Autorin nach ausführlicher Recherche erstellt worden.Eine Haftung und Gewähr wird jedoch ausgeschlossen.

 

 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Sabine Schnug-Schröder

Bilder soweit nicht anders deklariert: Sabine Schnug-Schröder


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