Endodontie

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RinsEndo – bringt die Spüllösung bis zum Apex

27.11.2012

Soll eine Wurzelkanalfüllung erfolgreich durchgeführt werden, müssen nach der mechanischen Bearbeitung Schmierschicht und Gewebereste so umfassend wie möglich aus dem Wurzelkanal entfernt werden. Wie Prof. Dr. Benjamín Briseño Morroquín in seinem Beitrag „Bedeutung der Spülung in der Endodontie“ ( s. u. Zahnheilkunde) ausführt, spielt die Wahl der Spülflüssigkeit eine entscheidende Rolle. Aber auch Hilfsmittel, die diese Flüssigkeiten in geeigneter Weise in den Kanal einbringen, unterstützen den Prozess. Im Folgenden wird das Spülhandstück RinsEndo von Dürr Dental (Bietigheim-Bissingen) vorgestellt, das mittels Saug-Druck-Technologie die Spülflüssigkeit aktiviert.

Eine vollständige Entfernung des nekrotischen und infizierten Gewebes sowie der Schmierschicht, die durch den Kontakt der Instrumente mit den Kanalwänden entsteht, ist kaum möglich. Wohl aber sollte bei der Wurzelkanalbehandlung eine möglichst effiziente Säuberung und Desinfektion des Kanals angestrebt werden: Nach der gründlichen mechanischen Instrumentierung kommt es auf die Wirksamkeit der Spülung an, um Bakterien abzutöten, Restgewebe zu lösen und zusammen mit verbliebenem Débris zu entfernen. Die mechanische Agitation der Spülflüssigkeit erscheint wichtig, damit diese Anlagerungen entfernt werden können.

Druck-Saug-Technologie bringt Dynamik in die Spülung

Das RinsEndo-System bringt die Spülflüssigkeit durch eine Druck-Saug-Technologie in Bewegung: Durch einen Taktgeber im Handstu?ck werden jeweils 65 Mikroliter Spu?llösung oszillierend mit einer Frequenz von 1,6 Hertz aus einer aufgesteckten Spritze angesaugt und u?ber die RinsEndo-Kanu?le in den Wurzelkanal appliziert. Die Einfu?hrung dieser feinen Endokanu?le in das koronale Kanaldrittel des aufbereiteten Wurzelkanals reicht aus, um die Lösung aktiv wirken zu lassen. Während der Saugphase, die zu einem kurzfristigen Unterdruck führt, wird die Spüllösung vollständig ausgetauscht. Der Druck, der bei der hydrodynamischen Spu?lung von RinsEndo erzeugt wird, ist systembedingt begrenzt und geringer als derjenige, der bei herkömmlicher manueller Spu?lung mittels Einwegspritze aufgebracht werden kann. Somit erscheint das System sicherer hinsichtlich der Gefahr einer Überspülung, die das umliegende Gewebe schädigen kann. 

Das 100 Gramm leichte RinsEndo-Handstu?ck aus Titan wird an die Turbinenkupplung angeschlossen und über Turbine und Fußschalter der Behandlungseinheit bedient. Die Form des Handstücks erinnert an den geschwungenen Hals eines Wasservogels – im vorderen Bereich wird die Einmalspritze und die Kanüle aufgesteckt, der darunter zurückschwingende Teil liegt ergonomisch in der Hand. Die Einmalkanüle schafft durch ihre Biegsamkeit leichten Zugang zum Wurzelkanal.

Und was sagt die Wissenschaft?

Nach In-vitro-Studien der Universitäten Bonn und Jena entfernt die innovative hydrodynamische Spülung aufbereiteter Wurzelkanäle mit dem Spülhandstück RinsEndo von Dürr Dental mehr Keime und Gewebereste als die herkömmliche Methode mit einer Spritze. Das Team an der Universität Bonn verglich die konventionelle Spülmethode mit Spritze mit der RinsEndo-Methode an 90 extrahierten, mit Handinstrumenten aufbereiteten Zähnen; Spülmedium war Natriumhypochlorit [1]. Dabei stellte man auch fest, dass die Effektivität des Rins Endo-Systems unabhängig von der Apexentfernung gleich bleibt. In Jena fokussierte das Forscherteam die Desinfektion des Wurzelkanals – auch hier zeigte sich das RinsEndo- Verfahren dem herkömmlichen überlegen [2]. 

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