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WDF 2019 – Smart Dentistry im Fokus

22.11.2019

Prof. Dr. Jan-Frederik Güth (LMU München) stellte sich zusammen mit Geschäftsführer Klaus Spitznagel von Permadental auf dem Kongress den Fotografen.
Prof. Dr. Jan-Frederik Güth (LMU München) stellte sich zusammen mit Geschäftsführer Klaus Spitznagel von Permadental auf dem Kongress den Fotografen.

Faszination auf allen Ebenen erlebten über 700 Teilnehmer des 5. Word Dental Forum der Modern Dental Group am 14. und 15. Oktober 2019 im chinesischen Shenzhen. Neben dem spannenden Blick auf die Zukunft der Zahnmedizin bot die Modern Dental Group gemeinsam mit PERMADENTAL nicht nur ein Fortbildungs-Event der Spitzenklasse, sondern begeisterte auch mit einem Rahmenprogramm und Highlights in Hong Kong, Shenzhen und Macau.

Alle 2 Jahre lädt die Modern Dental Group zusammen mit marktführenden Partnern aus aller Welt zum World Dental Forum (WDF) ein, das in diesem Jahr in der chinesischen Metropole Shenzhen stattfand. Unter den rund 700 internationalen Teilnehmern waren auch 35 Zahnärztinnen und Zahnärzte aus Deutschland, die in Begleitung des PERMADENTAL-Teams an diesem Weltkongress teilnehmen konnten.

Einblick in die Zukunft der digitalen Zahnmedizin

Das WDF-Vortragsprogramm eröffnete Prof. Dr. Jan-Frederik Güth (LMU München) zur Realisierung biomimetischer Konzepte mithilfe digitaler Technologien. Aktuell sieht er zwei große Trends: einerseits die Bestrebung zu einer minimal-invasiven „close-tonature“- Zahnmedizin und andererseits die „digitale Revolution“. Für Prof. Güth sind Präzision und Reproduzierbarkeit digitaler Hilfsmittel notwendig, um überhaupt erst biomimetisch arbeiten zu können. Seine Empfehlung: „Je komplexer ein Fall ist, desto eher digital arbeiten!“ Zahnärzten, die Intraoralscanner in der Praxis implementieren wollen, rät er außerdem, langsam zu starten. Beginnend mit Einzelzahnrestaurationen könne man sich dann in der Komplexität immer weiter steigern.

Dr. Yvonne King (Australien) fokussierte sich auf das Thema Ästhetik. Anhand beeindruckender Vorher-Nachher-Bilder visualisierte sie, wie sie ihren Patienten mithilfe der minimalinvasiven Aligner-Therapie zum „beauty smile“ verhilft. Dr. Hsuan Chen (Kanada) befasste sich auf besonders spannende Art mit den Unterschieden gängiger CAD/CAM-Materialien in Farbe und Transluzenz. Er stellte eine Möglichkeit der Kategorisierung vor, die dem Behandler bei der Auswahl des richtigen Materials nach ästhetischen Gesichtspunkten helfen kann.

Dr. Baldwin W. Marchack (USA) beleuchtete in seinem Vortrag die Okklusion in der Implantologie. Er erläuterte, wann es aufgrund von Implantaten zu einer Überlastung des Kieferknochens kommt, wie das ideale Okklusionsschema für Implantate aussieht und wie sich herausnehmbarer und festsitzender Zahnersatz in puncto Okklusion unterscheidet.

Seinen Ansatz der „All-on-4“-Versorgung stellte Dr. Alex Fibishenko (Australien) vor, die dem Patienten eine sofortige Rehabilitation mit geringem postoperativen Trauma ermöglicht. Zwar sei All-on-4 nicht für jeden Patienten geeignet, so Fibishenko, aber bei passender Indikation sehr erfolgsversprechend in Sachen Ästhetik, Biostabilität und Hygiene. Ausschlaggebend für ein optimales funktionales und ästhetisches Ergebnis seien dabei die richtigen Positionen und Winkel der Implantate, ausreichendes Knochenangebot und ein gutes Weichgewebsmanagement.

Kieferorthopäde Dr. Tian-Min Xu (China) referierte zur Thematik engstehender Zähne. Er erläuterte, wie er mithilfe dem „XBT buccal tube“ – einem klebbaren Bukkalröhrchen – Eckzähne unter Beachtung der mechanischen und physiologischen Kräfte an die richtige Position bewegt, ohne ungewollte Bewegungen der Nachbarzähne auszulösen.

Digitale Implantologie und Prothetik

Dr. Nadim Z. Baba (USA) referierte über die Vorteile digital gefertigter Totalprothesen und zeigte die aktuellen Probleme im Bereich der konventionellen Herstellung wie auch die Chancen des digitalen Workflows für Zahnarzt und Zahntechniker auf. Dr. Sonia S. Leziy und Dr. Brahm A. Miller (beide Kanada sprachen über ihre Erfahrungen mit der Einführung digitaler Prozesse in Diagnostik, implantologischer Planung und Behandlung.

Dr. Gary Finelle (Frankreich) zeigte sich ebenfalls sicher, dass die Digitalisierung mehr Vereinfachung bringt und das Behandlungserlebnis für die Patienten verbessert. Er stellte mehrere digitale Workflows zu verschiedenen Indikationen vor und erklärte, wie sein Team mithilfe der SMART Guide-Technologie Implantatversorgungen plant und umsetzt. 


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