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Digitale Abformung in Praxis und Labor

DGDOA-Jahrestagung - Digitale Abformung in Praxis und Labor

06.11.2018

Starken Zuspruch fand die 4. Jahrestagung der DGDOA.
Starken Zuspruch fand die 4. Jahrestagung der DGDOA.

130 Zahnärzte und Zahntechniker besuchten die 4. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für digitale orale Abformung in Düsseldorf am 26. und 27. Oktober 2018. Die Tagungsleitung hatte Dr. Ingo Baresel (Cadolzburg) inne, unterstützt von seinem Bruder Dr. Jens Baresel (Cadolzburg) – beides Mitbegründer der DGDOA.

Der erste Veranstaltungstag bot Workshops zur praktischen Umsetzung der digitalen Abformung in Praxis und Labor. Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Fachvorträge und einer begleitenden Industrieausstellung (u.a. ZAHNWERK Frästechnik).

Fachvorträge
  • Die DGDOA-Gründer Dr. Ingo Baresel und Dr. Jens Baresel sowie die Referenten Dr. Jan-Frederik Güth, Dr. Sven Holtorf, ZTM Clemens Schwerin und Prof. Dr. Bernd Wöstmann. (v. l.n.r.)

  • Die DGDOA-Gründer Dr. Ingo Baresel und Dr. Jens Baresel sowie die Referenten Dr. Jan-Frederik Güth, Dr. Sven Holtorf, ZTM Clemens Schwerin und Prof. Dr. Bernd Wöstmann. (v. l.n.r.)
    © Mira Ross-Büttgen

Wie in jedem Jahr wurde der Auftaktvortrag von Dr. Jan-Frederik Güth (LMU München) gehalten. Er verknüpfte die Themenbereiche Intraoralscan und additive Fertigung. Hinsichtlich des 3D-Drucks von Modellen favorisiert Güth ganz klar das Outsourcing an spezialisierte Dienstleister.

Dr. Ingo Baresel gab Investitionsinteressierten eine Liste mit Kriterien für die Auswahl eines Intraoralscanners mit auf den Weg. Noch vor der Kaufentscheidung sollten z.B. Fragen geklärt werden wie „Wie komme ich zu einem physischen Modell? Wer konstruiert es? Ist eine direkte Bestellung ohne Vorarbeit möglich?“.

Ob die Herstellung der Restaurationen am besten im eigenen Labor oder in einem Fräszentrum erfolgt, berechnete ZTM Clemens Schwerin (LMU München). Mit den beispielhaften Eckdaten ergab sich eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Eigenfertigung bei Zirkoniumdioxid erst ab 6 Einheiten pro Tag, bei NEM empfahl sich grundsätzlich das Auslagern.

„Der Weg zum guten Scan“ wurde – mit Fokus auf das Gingivamanagement – von Prof. Dr. Bernd Wöstmann (UKGM Gießen / Marburg) vorgegeben. Als Einzelaspekte zur Vorbereitung des Scanbereichs besprach er die Lage der Präparationsgrenze, Parodontalzustand und Mundhygiene, Zeitpunkt des Scans, Anästhesie und Retraktion.

Produktvorstellungen
  • Vertreter von Imetric und ZAHNWERK Frästechnik präsentierten einen extraoralen Scanner speziell für die Implantologie.

  • Vertreter von Imetric und ZAHNWERK Frästechnik präsentierten einen extraoralen Scanner speziell für die Implantologie.
    © Mira Ross-Büttgen

Auf großes Interesse stieß auch die Industrieausstellung: Die 19 Aussteller hatten vor Ort u.a. diverse Maschinen installiert, um einen Live-Eindruck von Bedienung und Funktionsweise zu vermitteln. Am Stand von Fertigungsdienstleister ZAHNWERK Frästechnik (Solingen) wurde eine besonders spannende Produktinnovation präsentiert: Ein extraoraler Scanner von Imetric 3D (CH-Courgenay), der eigens für die Erfassung von Implantatpositionen mit einer Genauigkeit von 5 µm direkt am Patienten entwickelt wurde. Fehlerquellen der konventionellen Implantatabformung entfallen. Die Daten werden direkt mit einem herkömmlichen Kieferscan gematcht. In Kombination mit einer hochpräzisen Fräsmaschine wie der DATRON D5 Linear Scales sind dann im digitalen Workflow Suprakonstruktionen mit einem Toleranzbereich von nur 5 µm realisierbar.

Save the Date!

Die 5. Jahrestagung der DGDOA findet am 4. und 5. Oktober 2019 erneut in Düsseldorf statt. Zu den Referenten werden u.a. Prof. Dr. Axel Bumann und Prof. Dr. Ivo Krejci gehören.


Quelle:
ZAHNWERK

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