Veranstaltungen

Der Cerec Masters Club

2. Webinar: Digitales Know-how im Netz

06.05.2019

Abb. 1: Im Webinar erörtert der Moderator mit den Teilnehmern die Vorgehensweise mit Software und verschiedenen keramischen Restaurationswerkstoffen.
Abb. 1: Im Webinar erörtert der Moderator mit den Teilnehmern die Vorgehensweise mit Software und verschiedenen keramischen Restaurationswerkstoffen.

Am 25. April 2019 startete der Cerec Masters Club unter der Moderation von Dr. Andreas Kurbad, Viersen, das Projekt, die neueste Anwender-Software für das Cerec-System virtuell im Internet vorzustellen. Dafür hatten sich viele Zahnärzte und Zahntechniker auf der Website des Clubs eingebucht. Das 2. Webinar der Cerec Masters wird am 23. Mai 2019, 19-20 Uhr, stattfinden.

Der Teilnehmerkreis am Bildschirm übersprang die nationalen Grenzen; so reichten die eingebuchten Mail-Adressen auch in deutschsprachige Nachbarländer und Regionen. Damit qualifizierte sich das Webinar als Fortbildungsmedium, das geeignet ist, Botschaften schnell und direkt in Praxen und ZT-Labors zu tragen, die Teilnehmer mit neuesten Informationen zu versorgen, Meinungen auszutauschen und Fragen zu beantworten. Folglich kann das Webinar inklusive der eingefügten Chats die teilnehmerseitig persönlich besuchten Fachkurse und Symposien ergänzen, aktuelle Wissenslücken schließen und die Entwicklung der computergestützten Restauration zeitnah für den Praktiker darstellen.

Navigation für Materialauswahl

Im 1. Webinar der Cerec Masters wurden die vielfältigen Werkstoffangebote der Industrie vorgestellt, die sich für die computergestützte Behandlung chairside und labside eignen (Abb. 1). Hier verstand es der Moderator, den „Materialdschungel“ zu lichten, indem er die Werkstoffe nach Indikationen, Materialeigenschaften, Verarbeitungsprinzipien, klinischen Erfahrungen, ästhetischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten transparent darstellte, sodass die Teilnehmer eine brauchbare Navigationshilfe für die verschiedenen Einsatzbereiche erhielten.

Intensiv besprochen wurden, aufgefächert nach der Biegebruchfestigkeit als Attribut für die klinische Bewährung, die klassischen Glaskeramiken (Feldspat, Silikat, Leuzit), ferner Lithium-Disilikat-, Lithium-Silikat und Lithium-Aluminosilikat, Zirkonoxidkeramik als Mono- und Multilayer, dann Hybrid- bzw. Verbundkeramiken und keramikdotierte CAD-Komposite, ergänzt durch CAM-fräsbare Polymerblocks für temporäre Restaurationen. Dazu gab es Empfehlungen zu Präparations- und Befestigungstechniken, die mit entscheidend sind für die longitudinale Performance. Mit Hilfe dieses Materialüberblicks wurde den Teilnehmern deutlich, dass das breite Werkstoffangebot viele Möglichkeiten bietet, klinische Fälle sehr speziell zu versorgen und substanzschonend zu behandeln und geeignet ist, besondere Ansprüche an die Ästhetik zu erfüllen.

  • Abb. 2: Für das Setting in der Konstruktions-Software müssen die Wandstärken der Werkstoffe mit dem Schichtdicken für Adhäsiv, Bonding, Befestigungsmaterial ergänzt werden. Diese Werte werden in den Parametereinstellungen hinterlegt.

  • Abb. 2: Für das Setting in der Konstruktions-Software müssen die Wandstärken der Werkstoffe mit dem Schichtdicken für Adhäsiv, Bonding, Befestigungsmaterial ergänzt werden. Diese Werte werden in den Parametereinstellungen hinterlegt.
    © Ivoclar Vivadent
Die klinische Performance der Restauration wird in hohem Maße von den gewählten zirkulären und okklusalen Wandstärken der Werkstoffe beeinflusst. Hierbei müssen die Mindestvorgaben der Keramikhersteller mit den additiven Schichtstärken für Adhäsiv, Bondingagent, Befestigungskomposit bzw. Zement ergänzt werden. Dies beeinflusst nicht nur die Präparationstiefe, sondern macht auch erforderlich, die Einstellungsparameter in der Software für die Konstruktion und das Fräsmodul exakt auf die Bedingungen einzurichten (Abb. 2). Hier demonstrierte der Moderator anhand der Cerec SW 5.0 die globalen Einstellungen für Offset und Space, deren Settings mittels lokaler Parameter individualisiert werden können. Diese Settings können vom Anwender für ausgewählte Materialien als Standard hinterlegt werden; bei Nutzung verschiedener Werkstoffe kann das individuelle Setting als maximal möglicher Wert gespeichert werden.

Im anschließenden Chat konnten die Teilnehmer ihre Fragen an den Moderator stellen – per Audioschaltung oder per E-Mail. Da fast alle Partizipanten noch keine Erfahrung mit der Cerec SW 5.0 und der Aufnahmeeinheit Primescan hatten, stellte sich die Frage, ob die neue Software auch für die Omnicam, konfiguriert für die SW 4.6, genutzt werden kann. Hier konnte der Moderator berichten, dass diese Verknüpfung in absehbarer Zeit möglich sein wird. Auch hier werden die Cerec Masters „am Ball bleiben“.

Die Teilnehmer des Webinars waren sich einig, dass diese virtuelle Veranstaltung weitergeführt werden sollte. Damit ergänzt das Webinar die praktischen Kurse des Cerec Masters Club.

Das nächste Webinar der Cerec Masters wird am 23. Mai 2019, von 19-20 Uhr, stattfinden – kostenfrei für Club-Mitglieder; Gäste zahlen eine geringe Gebühr.

Informationen und Anmeldung zum Webinar


Weitere Informationen
www.cerec.de

 

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Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Manfred Kern


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