Prothetik

PRAXISKNIFF von Prof. Dr. Hans-Jürgen Wenz

Korrekturabformung mit A-Silikonen

14.10.2015

Prof. Dr. Hans-Jürgen Wenz, Universität Kiel, weiß wie’s geht.
Prof. Dr. Hans-Jürgen Wenz, Universität Kiel, weiß wie’s geht.

Wie erhalte ich eine präzise Abformung für eine prothetische Versorgung mehrerer Stümpfe im Ober- und Unterkiefer? Prof. Dr. Hans-Jürgen Wenz nutzt dafür die Korrekturabformung mit knetbaren und fließfähigen A-Silikonen aus dem Flexitime® Sortiment von Heraeus Kulzer. Das bewährte und stets weiterentwickelte Abformmaterialsystem feiert in diesem Jahr bereits sein 15-jähriges Jubiläum.

Eine exzellente Abformung ist die Grundlage für passgenaue Prothetik und zufriedene Patienten. Schon kleine Fehler bei der Abformung der präparierten Stümpfe und des Gegenkiefers können große Auswirkungen auf das Endergebnis haben. Daher müssen das verwendete Material und die richtige Abformtechnik aufeinander abgestimmt sein. Dabei müssen auch mögliche Inkompatibilitäten zwischen den Adstringenzien und dem Abformmaterial beachtet werden.

  • Eingebrachte Rillen im Abformmaterial ermöglichen einen guten Staudruck und minimierten Deformationen.
  • Fließfähiges Material wird in die Abformung gegeben.
  • Eingebrachte Rillen im Abformmaterial ermöglichen einen guten Staudruck und minimierten Deformationen.
  • Fließfähiges Material wird in die Abformung gegeben.

In 3 Schritten zur präzisen Korrekturabformung

  1. Für den ersten Abdruck nutze ich immer ein knetbares Material, wie Flexitime® Putty. Es sollte – wie der Abformlöffel – eine ausreichende Festigkeit haben, um mögliche Deformationen bei der Zweitabformung zu minimieren. Bevor ich das Silikon für die erste Abformung in den Löffel einbringe, verwerfe ich die ersten Zentimeter des Materials. Damit stelle ich das optimale Verhältnis von Abformmasse und Katalysator sicher. Während ich den Löffel befülle, achte ich darauf, die Düse im Material zu halten, damit sich keine unerwünschten Luftblasen bilden.
  2. Den ersten Abdruck muss ich beschneiden, bevor ich ihn wieder in den Mund einsetzen kann. Bei A-Silikonen kann ich den Bereich außerhalb der präparierten Stümpfe etwas großzügiger ausschneiden. Bei den Stümpfen selbst setze ich feine Rillen möglichst approximal, so ermögliche ich einen guten Staudruck und minimiere Deformationen. Zusätzlich ist es wichtig, eine „Wegmarke“ z. B. bei den Frontzähnen zu setzen. Sie dient der Orientierung, um den Löffel bei der zweiten Abformung korrekt im Mund positionieren zu können.
  3. Bevor ich die zweite Abformmasse einbringe, ist es notwendig, die beschnittene und am Patienten anprobierte Erstabformung mit Wasser und Alkohol von Speichel zu reinigen und zu trocknen. Ansonsten haftet das fließfähige Material, in diesem Fall Flexitime® Correct Flow, nicht vollständig an der ersten Masse. Sind die präparierten Stümpfe gut in der Erstabformung bis nahe der Präparationsgrenze dargestellt, kann ich auf das Umspritzen im Mund verzichten und das fließfähige Material ausschließlich in die Abformung geben. Dabei muss ich auf eine ausreichende Menge achten und die Stümpfe ausgehend von der okklusalen Fläche blasenfrei, am besten mit dem intraoral tip, auffüllen. Dies verkürzt die Phase zwischen dem Ziehen der Retraktionsfäden und dem Einbringen der Abformung in den Mund. Zudem erleichtert es die Abformung, besonders dann, wenn viele Stümpfe gleichzeitig abgeformt werden sollen.

Weitere Praxiskniffe mit Produkten von Heraeus Kulzer unter www.heraeus-kulzer.de


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