Prophylaxe


Synchrotronlicht: Neue Perspektiven in der Dentalforschung

16.02.2022


Die Entdeckung der Röntgenstrahlung Ende des 19. Jahrhunderts war ein Meilenstein, der die Medizin revolutionierte. Auch am Synchrotron der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) in Grenoble, einem Teilchenbeschleuniger mit spektakulären Ausmaßen, wird Röntgenstrahlung erzeugt: das Synchrotron ist etwa so groß wie acht Fußballfelder und hat einen Umfang von 844 Metern [1].

Noch beeindruckender ist die Tatsache, dass die dort erzeugte Röntgenstrahlung im wahrsten Sinn des Wortes tief blicken lässt. Denn Synchrotronlicht ist einhundert Milliarden Mal heller als die herkömmliche in der Medizin genutzte Röntgenstrahlung und macht die Struktur von der Materie bis zum Atom-Level sichtbar [1].

Davon profitiert neben vielen weiteren Wissenschaften auch die zahnmedizinische Forschung. So erschließen sich etwa detaillierte Einblicke in freiliegende Dentinkanälchen wie sie bei Dentinhypersensibilität (DHS) auftreten. Etwa jeder dritte Erwachsene ist von Schmerzempfindlichkeit betroffen – allerdings unternimmt nur die Hälfte der Betroffenen aktiv etwas dagegen [2,3,4].

Interessante Erkenntnisse für die Zahnpasta-Entwicklung

Das Synchrotronlicht ermöglicht es Wissenschaftlern, unter die Zahnoberfläche tief ins Zahninnere zu blicken und erstmals im Zeitverlauf zu untersuchen, wie Zahnpastaformulierungen mit Zinnfluorid freiliegende Dentintubuli verschließen. Hierbei handelt es sich um wegweisende wissenschaftliche Erkenntnisse, die die Zahnpasta-Forschung und -Entwicklung voranbringen.

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* Eine Schutzschicht wird auf den empfindlichen Bereichen der Zähne gebildet.
** Untersuchungen am Synchrotron zeigten, dass die Formulierung der Sensodyne Repair & Protect rund 17 µm tief in die Öffnungen freiliegender Dentintubuli eindringt.

[1] Mobilio, S et al (2015) Synchrotron Radiation, Springer-Verlag Berlin Heidelberg, Ch.1, p7. https://www.springer.com/gp/ book/9783642553141.
[2] Addy M. Dentine hypersensitivity: new perspectives on an old problem. Int Dent J 2002; 52: 367–375.
[3] Gillam DG. Management of dentin hypersensitiviy. Curr Oral Health Rep 2015; 2: 87–94.
[4] Brännström M. A hydrodynamic mechanism in the transmission of pain producing stimuli through the dentine. In: DJ Anderson (Hrsg.). Sensory Mechanisms in Dentinepp. Pergamon Press, Oxford, UK, 1963. S. 73–79.

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