Prophylaxe


Kariesdiagnostik in HD-Auflösung und ohne Strahlenbelastung

26.08.2020

Intraoralkamera VistaCam iX HD Smart.
Intraoralkamera VistaCam iX HD Smart.

Eine differenzierte Kariesdiagnostik ermöglicht, sich entwickelnde kariöse Läsionen möglichst frühzeitig zu erkennen, um invasive und kostenaufwendige restaurative Behandlungen zu vermeiden. Bildgebende Systeme und Intraoralkameras leisten mittlerweile gute Dienste in der Befunderhebung und Diagnosestellung. Mehrere Methoden der Kariesdetektion ermöglicht z.B. die Intraoralkamera VistaCam iX HD Smart mit Wechselkopfsystem und 3 Funktionalitäten.

Karies sollte nicht erst im Stadium der Kavitation, sondern in ihrer Entstehungsphase diagnostiziert werden, um sie minimalinvasiv therapieren zu können. Die Erstuntersuchung der Zähne erfolgt in der Regel visuell und mittels taktiler Sondierung, wobei die klinische Beurteilung der Approximalräume aufgrund der meist unzureichenden Einsehbarkeit häufig schwierig ist. Zur Diagnostik einer Approximalkaries können Bissflügelaufnahmen angefertigt werden, die für den Patienten allerdings mit einer Strahlenbelastung verbunden sind – oder man verwendet die Intraoralkamera VistaCam iX HD Smart mit Proxi-Wechselkopf und integrierter Infrarottechnologie.

Proxi-Wechselkopf

Mit dem Proxi-Wechselkopf der Intraoralkamera kann eine Approximalkaries frühzeitig erkannt werden, ohne den Patienten einer Strahlenbelastung auszusetzen. Mit 2 integrierten Infrarot-LEDs werden z.B. 2 benachbarte Zähne angestrahlt. Der Zahnschmelz im Approximalraum erscheint im Infrarotlicht leicht transparent. Gesunder Zahnschmelz ist für Licht im infraroten Spektrum durchlässig und wirkt dabei dunkel (transparent). Kariesläsionen dagegen erscheinen aufgrund der veränderten Materialstruktur weiß-opak. Somit kann der Behandler die Therapie festlegen und darüber hinaus die erstellten Aufnahmen in HD-Qualität bereits am Monitor für ein Patientengespräch heranziehen (Abb. 1 und 2).

  • Abb. 1 und 2: Kariesläsionen reflektieren das Infrarotlicht.
  • Abb. 1 und 2: Kariesläsionen reflektieren das Infrarotlicht.
  • Abb. 1 und 2: Kariesläsionen reflektieren das Infrarotlicht.
  • Abb. 1 und 2: Kariesläsionen reflektieren das Infrarotlicht.

Proof-Wechselkopf

Mit dem Proof-Wechselkopf mit 2 LEDs auf Basis der Fluoreszenztechnologie können Okklusal- und Oberflächenkaries, Plaque auf Okklusal- und Glattflächen sowie Zahnstein via Software sichtbar gemacht werden. Die Fluoreszenzaufnahmen stellen die Aktivität der Karies sowohl in Falschfarben als auch in numerischen Werten dar; die Falschfarbendarstellung erfolgt im „Live-Modus“: Das violette Licht der LEDs regt die Stoffwechselprodukte kariogener Bakterien an und lässt sie rot leuchten; gesunder Schmelz zeigt sich hingegen grün (Abb. 3 und 4).

  • Abb. 3 und 4: Die Intraoralaufnahme (l.) und die Proof-Aufnahme mit dem kariösen Bereich (rot).*
  • Abb. 3 und 4: Die Intraoralaufnahme (l.) und die Proof-Aufnahme mit dem kariösen Bereich (rot).*
  • Abb. 3 und 4: Die Intraoralaufnahme (l.) und die Proof-Aufnahme mit dem kariösen Bereich (rot).*
  • Abb. 3 und 4: Die Intraoralaufnahme (l.) und die Proof-Aufnahme mit dem kariösen Bereich (rot).*

CAM-Wechselkopf

Der CAM-Wechselkopf der VistaCam iX HD Smart bietet eine neue, verbesserte Optik und eine hervorragende Tiefenschärfe für brillante Bilder in HD. Dank eines stufenlosen Autofokus lassen sich die Aufnahmen besonders schnell und einfach erstellen: intraoral, extraoral oder als Makro-Aufnahme. Für eine optimale und homogene Ausleuchtung sorgen 2 LEDs.

Das A und O – die Patientenkommunikation

Für viele Menschen ist der Besuch beim Zahnarzt kein angenehmer Termin. Umso wichtiger ist bei Neupatienten eine gute Kommunikation, um deren Vertrauen zu gewinnen. „In diesem Kontext gewinnt die Intraoralkamera immer mehr an Bedeutung,“ weiß Lisa Böse, Product Managerin Diagnostic Systems bei DÜRR DENTAL, zu berichten. „Sie gibt dem Zahnarzt und dem Patienten die Möglichkeit, sich gemeinsam ein klares Bild vom Zustand der Zähne und von einer anstehenden Behandlung zu machen.“

  • Abb. 5: Mit der Intraoralkamera kann das Verständnis des Patienten für die Behandlungsmaßnahme gesteigert werden.

  • Abb. 5: Mit der Intraoralkamera kann das Verständnis des Patienten für die Behandlungsmaßnahme gesteigert werden.
    © DÜRR DENTAL und Dr. J. Hanf
Vor allem in der Prophylaxe ist die Beratung, Instruktion und Motivation des Patienten ausschlaggebend. „Durch die Visualisierung von Plaque beispielsweise kann der Zahnarzt dem Patienten schnell seine Putzdefizite aufzeigen, erklärt Lisa Böse. „Somit kann dieser nachvollziehen, weshalb eine PZR oder eine Fissurenversiegelung notwendig wird bzw. er seine Mundhygiene verbessern muss“ (Abb. 5).

Alle angefertigten Bild- und Videodaten werden mit der Imaging-Software von Dürr Dental zu Dokumentationszwecken und Verlaufskontrolle gespeichert (VistaSoft) und sind jederzeit mit nur einem Klick aufrufbar. Mithilfe einer App stehen die Bilddaten außerdem auf dem iPad zur Verfügung. Die Kamera kann an mehreren Arbeitsplätzen eingesetzt werden. Zur Überbrückung größerer Distanzen ist optional eine Ablage mit integriertem USB-Hub und Kabelverlängerung erhältlich.

Das Handstück der Kamera ist mit 70 g ein Leichtgewicht und somit einfach im Handling. Da sich das Handstück nach vorne hin verjüngt, können die hinteren Molaren problemlos erreicht werden. Als Führungs- und Positionierungshilfe dienen kleine schwarze, autoklavierbare Aufsätze, die bei den Fluoreszenzund Infrarotaufnahmen störendes Licht abschirmen.

Fazit

Der Wechselkopfmechanismus der VistaCam iX HD Smart erlaubt dem Zahnarzt verschiedene Anwendungsmöglichkeiten, ohne hierfür verschiedene Geräte zu benötigen. Er kann in seiner Praxis stressfrei hochwertige Leistungen anbieten, die Patientenbindung erhöhen und somit auch den Erfolg der Praxis langfristig sichern. Da sich Praxen zunehmend digital aufstellen, kann die VistaCam iX HD Smart mit Proxi-Funktion eine Ergänzung oder sogar eine Alternative zur Röntgendiagnostik darstellen.


Quelle:
DÜRR DENTAL SE
Höpfigheimer Str. 17
74321 Bietigheim-Bissingen
www.duerrdental.com 


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