Prophylaxe

Weltweite Umfrage zu bevorzugter Prophylaxe-Methode

Die „Guided Biofilm Therapy“ ist der absolute Favorit bei den Patienten

Ein sauberer Mund ist nicht nur für die orale, sondern auch für die allgemeine Gesundheit wichtig. Mit der Guided Biofilm Therapy (GBT) hat das Unternehmen EMS gemeinsam mit Hochschulen, Praktikern und der Swiss Dental Academy (SDA) ein systematisches, wissenschaftlich umfassend untersuchtes Ablaufprotokoll für die oralmedizinische Prophylaxe entwickelt. Von den über 76.000 weltweit befragten Patienten sind mehr als 92% von der GBT-Methode begeistert und werden diese an Familie und Freunde weiterempfehlen.

Wegen der hohen Krankheitslast hat die WHO (World Health Organization) orale Erkrankungen, darunter Karies und Parodontitis, als zentrales Gesundheitsproblem benannt [1,2]. Auch der zahnärztliche Weltverband FDI (World Dental Federation) verweist mit seiner „Vision 2030“ auf die Bedeutung eines gesunden Mundes für die allgemeine und systemische Gesundheit [3].

  • Die Guided Biofilm Therapy ist ein evidenzbasiertes, indikationsorientiertes, systematisches, modulares Protokoll für Prävention und Therapie in der Zahnmedizin.

  • Die Guided Biofilm Therapy ist ein evidenzbasiertes, indikationsorientiertes, systematisches, modulares Protokoll für Prävention und Therapie in der Zahnmedizin.
    © EMS
Neben einer gesunden Lebensweise muss der mikrobielle Zahnbelag (Biofilm) regelmäßig und effektiv durch die tägliche Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung (PZR) entfernt werden [4,5]. Damit dies bei der PZR effektiv und zugleich schonend gelingt, sollte das zahnärztliche Team moderne Methoden, Instrumente und Materialien verwenden [6,7]. Um die bevorzugte Prophylaxe-Methode zu ermitteln, befragten präventiv orientierte Praxen mithilfe von Fragebögen weltweit mehr als 76.000 Patienten.

Methodenvergleich

Die Guided Biofilm Therapy (GBT) basiert auf der klassischen Recall-Stunde des schwedischen Zahnarztes Dr. Per Axelsson [8]. Dieser konnte mit seinem Team bereits in den 1970er Jahren an einem großen Patientenkollektiv zeigen, dass bei konsequent durchgeführter präventiver Betreuung bis ins hohe Alter keine Zähne durch Karies oder Parodontitis verloren gehen.

Die GBT ist eine Weiterentwicklung dieses standardisierten und systematischen Konzepts, unter Nutzung neuer Erkenntnisse und Technologien. Sie lässt sich risikogerecht auf alle Patientengruppen und klinischen Befunde abstimmen [9,10]. Die hinter der GBT stehenden Methoden sind durch zahlreiche wissenschaftliche Studien dokumentiert [11-17]. Ziel der GBT ist nach obligatorischem Anfärben eine möglichst vollständige und minimalinvasive Biofilm-Entfernung von allen oralen Oberflächen [18].

  • .

  • .
    © EMS

Das Anfärben dient der individuellen Patienten-Motivation und der gezielten professionellen Biofilmentfernung. Der Biofilm wird mit AIRFLOW® PLUS Pulver (auf Erythritol basierend) supra- und subgingival mit AIR-FLOWING® und PERIOFLOW® minimalinvasiv entfernt. [19]. Erst dann wird, wenn notwendig, für noch verbleibende harte Beläge (Zahnstein) ein praktisch schmerzfreies piezokeramisches Ultraschall-Instrument (PIEZON® PS NO PAIN Instrument) eingesetzt.

  • .
  • .
  • .
    © EMS
  • .
    © EMS

Dagegen steht beim „konventionellen PZR-Verfahren“ die Entfernung harter Beläge im Vordergrund, sehr häufig mit invasiven Schall- oder Handinstrumenten [19,20]. Danach werden die Zahnoberflächen mit rotierenden Bürstchen oder Silikonkelchen mit abrasiven Polierpasten bearbeitet. Durch diese sogenannte Politur wird oberflächliche Zahnsubstanz abgetragen und es bleibt Polierpaste an der Oberfläche zurück [21]. Bei der konventionellen Methode wird nicht mit System gearbeitet. Der Biofilm wird vor der Behandlung meist nicht angefärbt [22], weil die Entfernung des angefärbten Biofilms signifikant mehr Zeit in Anspruch nehmen würde (Chéserex, Schweiz, 2018).

  • .

  • .
    © EMS

Auswertung der Fragebögen

Die von den Patienten (n = 76.338) beantworteten Fragebögen enthielten acht Fragen, u.a. zur Gesamtbeurteilung der GBT, zur erreichten Oberflächenglätte, zur Sinnhaftigkeit des Anfärbens vor Behandlungsbeginn und zum direkten Vergleich mit der konventionellen Methode (Diagramme). Die anonymisierten Fragebögen wurden EMS von prophylaxe-orientierten Praxen und Kliniken zur Verfügung gestellt.

  • .

  • .
    © EMS

Bei allen abgebildeten Fragen zeigte die GBT mit jeweils 4,6 oder 4,7 von 5 möglichen Punkten sehr gute Ergebnisse. Bei den nicht abgebildeten Fragen zum angemessenen Zeitbedarf und bei der Frage zur Weiterempfehlung lag die durchschnittliche Bewertung bei 4,7 von 5 Punkten. Mehr als 98% der befragten Patienten gaben außerdem an, keine unangenehmen Schmerzen bei der Behandlung zu empfinden bzw. diese geringer waren als bei der konventionellen Behandlung (Gesamtdurchschnitt 4,6).

Diskussion und Schlussfolgerungen

Mehr als 92% der Befragten bevorzugen die Guided Biofilm Therapy im Vergleich zur alten Methode (Bewertung 4 oder 5 Punkte). Dies stimmt mit bereits publizierten Studien aus Praxis und Wissenschaft zur Patientenakzeptanz und -zufriedenheit überein [6,7,23]. Die GBT eignet sich risiko- und bedarfsbezogen sowohl für die primär-präventive PZR (Prophylaxe) als auch für die sekundär-präventive Parodontitis- und Periimplantitis-Therapie. Aufgrund ihrer im Vergleich zu anderen Methoden einzigartigen wissenschaftlichen Dokumentation und klinischen Eignung wird das Konzept von zahlreichen hochrangigen Experten empfohlen [24-26].

„Wird die Integration einer neuen Therapie erwogen, sollte diese in klinischen und mikrobiologischen Resultaten und/oder Substanzerhaltung überlegen sein oder zusätzliche relevante Aspekte bieten, wie Patienten- und Behandler-Zufriedenheit, Zeitersparnis oder Wirtschaftlichkeit.“ Listl und Birch, 2013 [17] 

Die Ergebnisse der hier vorgestellten umfangreichen Patientenbefragung sprechen sehr klar für die Guided Biofilm Therapy im Vergleich zur konventionellen Behandlung. Bisher gibt es keine Daten in dieser  Größenordnung. Auswertungen weiterer, an kleineren Personengruppe durchgeführter Umfragen zeigen den gleichen Trend wie die hier vorgestellte weltweite Untersuchung [7,23].

Abschließend soll darauf hingewiesen werden, dass Vorteile der GBT nicht auf die erreichbare Patientenzufriedenheit und die damit verbundene hohe Recall-Bindungsquote beschränkt sind. Wie anhand hochwertiger Studien gezeigt werden konnte, ist die GBT im Vergleich zu herkömmlichen Methoden ergonomisch optimiert, signifikant effektiver, zugleich zeitsparender und wirtschaftlicher [19,27,28,29,30]. Sie lässt sich damit vom zahnärztlichen Prophylaxe-Team besonders effizient und erfolgreich umsetzen.

  • .
  • .
    © EMS


Die GBT-zertifizierte Praxis – so geht’s

Wer Prophylaxe auf höchstem Niveau anbieten will, kann seine Praxis gemäß GBT zertifizieren lassen. EMS bietet über die Swiss Dental Academy (SDA) umfassende Schulungen für die praktische Umsetzung einer hochwertigen GBT an, aber auch fundierte Schulungen in den Bereichen Kieferorthopädie, Parodontologie und Implantologie. Darüber hinaus wird das Praxis-Marketing wirksam unterstützt, z.B. durch ein Online-Verzeichnis GBT-zertifizierter Praxen (GBT-Finder) und hochwertige Materialien für die Patientenkommunikation.

Nähere Informationen zur GBT-Zertifizierung gibt es auf
https://gbt-dental.com/ZMK0422-PS

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Jan H. Koch


Weiterführende Links

> Zur Literaturliste

Erfahren Sie im kostenlosen Live-Webinar „TrioClear – Aligner online & unlimited“ von Permadental am 14.09.2022 von 14:00–15:00 Uhr alles über die neuen und innovativen Möglichkeiten aus der Welt der Aligner.

Jetzt kostenlos anmelden