Prophylaxe


CURODONT(TM) REPAIR - Initialkaries: von der Arretierung zur Heilung

27.04.2018

CURODONT(TM) REPAIR von Credentis.
CURODONT(TM) REPAIR von Credentis.

CURODONTM REPAIR von Credentis kann in vielen Fällen Initialkaries stoppen und den demineralisierten Zahnschmelz sogar regenerieren. Dies bestätigt eine aktuelle Studie, die an der Universität Greifswald durchgeführt wurde. Die Autoren stellen fest, dass der Ansatz einer biomimetischen Remineralisierung, unterstützt durch CURODONTM REPAIR und Fluoridlack, „eine einfache, sichere und effektive nichtinvasive Behandlung für frühe kariöse Läsionen darstellt und dem derzeitigen Goldstandard, der alleinigen Anwendung von Fluoridlack, überlegen ist“.

Sollen Zähne lebenslang erhalten bleiben, muss ihre Substanz geschont werden. So sollten etwa frühe Zahnfüllungen vermieden werden, da sie eine Abwärtsspirale in Gang setzen, die oft bis hin zum Verlust des Zahnes führt. Geeignete Methoden, frühe Karies zu stoppen, werden bereits seit einiger Zeit diskutiert und in der Praxis angewandt. Schwierig erscheint es aber nach wie vor, die Demineralisation, wenn sie bis zur kariösen Läsion fortgeschritten ist, rückgängig zu machen.

Das Produkt regeneriert auf Basis der CUROLOX® TECHNOLOGY Zahnsubstanz. Die Wirkweise basiert auf kurzkettigen Eiweißmolekülen, sogenannte Self-Assembling- Peptides (SAP), die in der Läsion eine dreidimensionale Biomatrix, ein „Gerüst“, bilden. Zur Remineralisierung werden diese Eiweißmoleküle aus natürlich vorkommenden Aminosäuren (P11-4) in Form von CURODONTTM REPAIR auf die gereinigte, offenporige Kariesläsion aufgetragen. In der Läsion ordnen sich die Moleküle selbstorganisiert zu einem Gerüst an, das die Anlagerung von Kalzium- und Phosphationen begünstigt. Dieser Vorgang ähnelt der Schmelzbildung während der Zahnentwicklung und wird als Guided Enamel Regeneration bezeichnet.

Fluoride können gemeinsam mit CURODONTTM REPAIR angewendet werden und die oberflächliche Remineralisierung unterstützen. Allerdings muss darauf geachtet werden, die Fluoridierung (mit Produkten > 5000 ppm) frühestens 5 Minuten nach dem Auftragen von CURODONTTM REPAIR durchzuführen.

Greifswalder Studie bestätigt Wirksamkeit

In einer randomisierten, kontrollierten, einfach verblindeten Studie an der Universität Greifswald untersuchte ein Forscherteam um Professor Christian Splieth und Dr. Mohammed Alkilzy die Unbedenklichkeit, klinische Anwendbarkeit und den klinischen Effekt von P11-4 (= CURODONTTM REPAIR) – in Kombination mit Fluoridlack – für die Remineralisierung von Initialläsionen an durchbrechenden Molaren. Die Studie lief von Februar 2013 bis Oktober 2014. Die Ergebnisse wurden erstmals im September 2017 veröffentlicht [1].

Die Untersuchung wurde mit 70 Kindern durchgeführt, davon 28 Mädchen und 42 Jungen (dft 2,8 ± 3,1, DMFT 1,3 ± 2,5), mit initialer Okklusalkaries (ICDAS-II: 1–3) der Milch- oder der bleibenden Molaren im Durchbruch. Das Durchschnittsalter betrug 10 Jahre (± 2,7). Die Probanden wurden zufällig auf die Testgruppe (Peptid P11-4 = CURODONTTM REPAIR und Fluoridlack Duraphat®, Colgate Palmolive) und auf die Kontrollgruppe (nur Duraphat) verteilt. Eine Läsion pro Kind wurde in der Untersuchung beobachtet. Die Kariesdiagnostik erfolgte durch Laserfluoreszenz- Messung (DiagnoDent, Kavo), durch das visuelle Kariesdiagnosesystem ICDAS (International Caries Detection and Assessment System) und nach den Nyvad- Kriterien zu Studienbeginn (baseline) sowie 3 und 6 Monate nach Behandlung. Beim Erstbesuch wurde auf den Läsionen der Testgruppe CURODONTTM REPAIR und Fluoridlack aufgebracht, bei der Kontrollgruppe lediglich Fluoridlack. Zudem erhielten alle Kinder Mundhygieneinstruktionen. Bei der Kontrollsitzung nach 3 Monaten wurde bei allen Kindern nochmals Fluoridlack aufgetragen.

  • Gegenüberstellung der Ergebnisse der Testgruppe (CURODONTTM REPAIR und Duraphat®) mit den Ergebnissen der Kontrollgruppe (nur Fluoridlack Duraphat®) für ausgewählte Parameter. Die Testgruppe zeigte klinisch und statistisch signifikante Verbesserungen in allen Parametern sowohl bei 3 als auch bei 6 Monaten nach der Behandlung.

  • Gegenüberstellung der Ergebnisse der Testgruppe (CURODONTTM REPAIR und Duraphat®) mit den Ergebnissen der Kontrollgruppe (nur Fluoridlack Duraphat®) für ausgewählte Parameter. Die Testgruppe zeigte klinisch und statistisch signifikante Verbesserungen in allen Parametern sowohl bei 3 als auch bei 6 Monaten nach der Behandlung.
    © credentis ag
Die Testgruppe zeigte klinisch und statistisch signifikante Verbesserungen in allen Parametern sowohl 3 als auch 6 Monate nach der Behandlung. Die Laserfluoreszenz- Messung (Differenz zwischen den Gruppen: 10,9; Odds Ratio (OR) = 3,5; P = 0,015) und die visuelle Beurteilung (VAS-Scores; Differenz zwischen den Gruppen: 35,3; OR = 7,9; P < 0,0001) zeigten für die Testgruppe einen signifikant stärkeren Rückgang der Läsionen an als für die Kontrollgruppe, und die Probanden der Testgruppe zeigten einen signifikanten Rückgang im ICDAS-Index (OR = 5,1; P = 0,018). Eine Regression der Karies zeigte sich bei 9 Läsionen der Test- und bei 2 Läsionen der Kontrollgruppe und eine Progression bei 2 Läsionen der Test- und 3 Läsionen der Kontrollgruppe. Zudem gingen mehr Läsionen der Testgruppe in einen inaktiven Zustand nach Nyvad-Kriterien über (OR = 12,2; P < 0,0001). Es traten keine Nebenwirkungen, keine Komplikationen oder allergische Reaktionen auf. Sowohl Patienten als auch Zahnärzte waren mit dem Handling von CURODONTTM REPAIR zufrieden.

Die Forscher stellen fest, dass das Peptid P11-4, also CURODONTTM REPAIR mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich imstande ist, eine biomimetische Remineralisierung zu bewirken. Die Testläsionen, die mit dem CurodontTM REPAIR und Fluoridlack behandelt wurden, zeigten eine signifikant stärkere Remineralisation und Inaktivierung von Karies als die Kontrollläsionen. Daher sei diese Kombination dem derzeitigen Goldstandard Fluoridlack überlegen. Sie charakterisieren diesen Ansatz als eine Neuerung, insofern er eine Heilung des infizierten Schmelzgewebes anstrebe.

Indikationen

Die Indikationen für den Einsatz von CURODONTTM REPAIR sind begrenzt auf initiale Approximalkaries D1, D2, (D3, nicht kavitiert), initiale Okklusalkaries (z.B. durchbrechende, bleibende Zähne bei Kindern), Glattflächenkaries und Milchzahnkaries. Die Schmelzoberfläche muss intakt erhalten sein, damit die Regeneration gelingen kann. Ebenfalls Voraussetzung ist die Öffnung der Poren in der Schmelzoberfläche, damit CURODONTTM REPAIR in die Tiefe des Defekts diffundieren kann. Bei mehrjähriger, inaktiver Karies (dicke, hypermineralisierte Platte) ist die Diffusion in die Tiefe des Defektes nicht wahrscheinlich. Die Behandlung sollte im Zuge einer professionellen Zahnreinigung unter Beachtung des Herstellerprotokolls durchgeführt werden.

Studie:
[1] Alkilzy M, Tarabaih A, Santamaria RM, Splieth CH: Self-assembling peptide P11-4 and fluoride for regenerating enamel. J Dent Res 97 (2): 148–154 (2018). https://doi.org/10.1177/0022034517730531.

Weitere Daten sind beim Hersteller abrufbar. 

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Weitere Informationen:

credentis ag
Dorfstrasse 69, CH-5210 Windisch
www.credentis.com
www.curodont.com


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