Parodontologie


Parodontalschienen aus Glasfaserband


Für parodontal gelockerte Zähne, bei chirurgischer Reimplantation, posttraumatischer Zahnbeweglichkeit und zur Verstärkung provisorischer Brücken gibt es jetzt eine ästhetische und nichtinvasive Alternative zu Metall-Retainern. Dabei handelt es sich um vorimprägnierte Glasfaserbänder, die besonders durch ihre anwenderfreundliche Handhabung überzeugen. Nachfolgend wird die einfache und schnelle Applikation in wenigen Schritten anhand eines Patientenfalles beschrieben.

Fiber-Splint ist die vollständige Glasfaser-Produktpalette von Polydentia SA. Deren Fiber-Splint-Bänder sind extrem dünn und flexibel. Sie ermöglichen eine nichtinvasive Anwendung, die nur eine minimale Vorbereitung der Zähne erforderlich macht. Fiber-Splint wurde in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Zahnarzt entwickelt und wird seit 1989 vertrieben. Langjährige klinische und aussagekräftige Erfahrungen bestätigen die Vorteile von Fiber-Splint. Für eine schnellere und leichtere Anwendung wurde Fiber-Splint ML Multi-Layer entwickelt, das aus sechs übereinander zusammengenähten Schichten von Fiber-Splint-Bändern besteht. Das spart wertvolle Behandlungszeit und ermöglicht ein hochästhetisches und für den Patienten angenehmes Ergebnis. Fiber-Splint ML Multi-Layer ist extrem lange haltbar und mit allen konventionellen Bondings kompatibel. Erweitert wurde das Sortiment mit der Einführung von F-Splint-Aid (4 mm) und F-Splint-Aid Slim (2 mm), den Fertiglösungen für die Notfallschienung. Es reicht für vier bis fünf Anwendungen.

Die Anwendung ist äußerst schnell: Man schneidet die gewünschte Länge des vorimprägnierten Fiberglasbandes ab, platziert es auf den geätzten und mit Bonding versehenen palatinalen/lingualen Zahnflächen, hält es mit speziellen Applikationsklammern in Position und härtet es durch Licht. Dank der Vorimprägnierung überzeugt es durch einfache Handhabung in wenigen Schritten, ohne dass Bonding verschwendet werden müssen. Das Ergebnis ist äußerst ästhetisch, widerstandsfähig und angenehm für den Patienten.

F-Splint-Aid wurde während der ADF-Messe 2009 in Paris als Finalist für den „Innovation Award“ nominiert, bekam vom amerikanischen Forschungsmagazin „The Dental Advisor“ eine klinische Bewertung von 92 % und wurde von der amerikanischen Zeitschrift „Dentistry Today“ unter die TOP-100-Produkte im Jahr 2010 gewählt.

Klinischer Patientenfall

Es stellte sich eine 55-jährige Nichtraucherin bei guter Allgemeingesundheit mit einer Lockerung der Zähne 32, 41 und 42 vor (Abb. 1). Zu Beginn der Behandlung wird die linguale Fläche der betroffenen Zähne mit Polierpaste und Bürste gereinigt (Abb. 2). Zur Isolierung des Arbeitsbereichs wird Kofferdam gelegt. Die Bestimmung der benötigten Länge des Fiberglasbandes erfolgt entweder mithilfe einer Parodontalsonde oder unter Verwendung von Zahnseide (Abb. 3). Anschließend wird die linguale Zahnfläche geätzt und ein Primer aufgetragen (Abb. 4). Der vorimprägnierte Glasfaserstreifen lässt sich mit einer Pinzette herausziehen (Abb. 5). Dank der mitgelieferten Applikationsklammern „Clip&Splint“ haftet das Band in den Zahnzwischenräumen und lässt sich somit perfekt positionieren. Nach der Polymerisation wird eine Schicht fließfähigen Komposits aufgetragen, um eine glattere Oberfläche zu erhalten (Abb. 6).

  • Abb. 1: Klinische Ausgangssituation.
  • Abb. 2: Reinigung der Zähne vor Behandlungsbeginn.
  • Abb. 1: Klinische Ausgangssituation.
  • Abb. 2: Reinigung der Zähne vor Behandlungsbeginn.

  • Abb. 3: Längenbestimmung unter Zuhilfenahme von Zahnseide.
  • Abb. 4: Die gereinigte Zahnfläche wird geätzt.
  • Abb. 3: Längenbestimmung unter Zuhilfenahme von Zahnseide.
  • Abb. 4: Die gereinigte Zahnfläche wird geätzt.

  • Abb. 5: Der vorimprägnierte Glasfaserstreifen kann mit einer Pinzette entnommen werden.
  • Abb. 6: Applikation einer dünnen Schicht fließfähigen Komposits für eine glattere Oberfläche.
  • Abb. 5: Der vorimprägnierte Glasfaserstreifen kann mit einer Pinzette entnommen werden.
  • Abb. 6: Applikation einer dünnen Schicht fließfähigen Komposits für eine glattere Oberfläche.

Zum Schluss folgt die Politur (Abb. 7). Abbildung 8 zeigt die Ansicht von vestibulär: Die Transparenz des Glasfaserbandes ermöglicht hervorragende ästhetische Ergebnisse. In der Abbildung 9 ist aus der Lingualansicht der geschienten Zähne die geringe Dicke des Bandes erkennbar. Nach einem Monat zeigt sich ein Zustand mit gesunden, entzündungsfreien Zahnfleischverhältnissen, die die Patientin mithilfe von Zahnzwischenraumbürstchen erhalten konnte (Abb. 10).

  • Abb. 7: Abschließende Politur.
  • Abb. 8: Das Endergebnis aus der Sicht von vestibulär.
  • Abb. 7: Abschließende Politur.
  • Abb. 8: Das Endergebnis aus der Sicht von vestibulär.

  • Abb. 9: Lingualansicht der geschienten Zähne: Man erkennt gut die geringe Dicke des Bandes.
  • Abb. 10: Zustand nach einem Monat: gesunde, entzündungsfreie Zahnfleischverhältnisse.
  • Abb. 9: Lingualansicht der geschienten Zähne: Man erkennt gut die geringe Dicke des Bandes.
  • Abb. 10: Zustand nach einem Monat: gesunde, entzündungsfreie Zahnfleischverhältnisse.

Fazit

F-Splint-Aid Slim bietet eine bequeme und verlässliche Lösung für Behandlungen, bei denen eine Schienung benötigt wird. Die angefertigten Schienen sind aus ästhetischer Sicht hervorragend und äußerst komfortabel zu tragen, was sich positiv auf das Selbstvertrauen der Patienten auswirkt. Die Technik ist ebenso einfach und zeitsparend wie die erforderlichen Vorbereitungsmaßnahmen. Hinzu Abb. 7: Abschließende Politur. kommt die anwenderfreundliche Handhabung, da keine Spezialscheren benötigt werden und das Band beim Schneiden nicht ausfranst. Somit bietet F-Splint-Aid Slim (2 mm) eine einfache, sichere, biokompatible und nichtinvasive Alternative zu Metall-Retainern.


Korrespondenzadresse:

Polydentia SA
Am Bürkle 7
79312 Emmendingen
Tel.: 07641 55345
E-Mail: marketing@polydentia.ch
www.polydentia.ch/de/

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Giacomo Derchi

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Giacomo Derchi


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