Parodontologie


Anwendungsbeobachtung zu Ligosan® Slow Release

22.03.2012


Bei der klassischen nicht-chirurgischen Parodontitisbehandlung kann bekanntlich unterstützend ein Antibiotikum eingesetzt werden. Nach klinischen Studien verspricht das Lokalantibiotikum Ligosan Slow Release von Heraeus Kulzer, das sich unter anderem durch eine einfache Handhabung auszeichnet, gute Erfolge. Wie es sich nun tatsächlich in der Praxis bewährt, soll eine Anwendungsbeobachtung zeigen. Im folgenden Beitrag sind erste Ergebnisse nachzulesen.

In einer bundesweiten Anwendungsbeobachtung nach Arzneimittelgesetz wurde das Lokalantibiotikum Ligosan Slow Release (Heraeus Kulzer, Hanau) von 151 Zahnärzten an insgesamt 1.281 Zähnen bei 481 Patienten unterstützend bei einer Parodontalbehandlung eingesetzt. Die Befunde wurden bzw. werden vor der Behandlung (Baseline) sowie im Rahmen der Recalls nach 3, 6 und 12 Monaten erhoben. Ziel der Anwendungsbeobachtung ist es, Ligosan Slow Release unter Praxisbedingungen im Hinblick auf Produktsicherheit, Wirksamkeit und Handhabung zu untersuchen.

Das Produkt

Ligosan Slow Release ist ein topisch anzuwendendes Doxycyclingel, welches biodegradierbar ist und zur adjuvanten Therapie der chronischen und aggressiven Parodontitis bei Sondierungstiefen ab 5 mm (ST > = 5 mm) empfohlen wird. Es ergänzt die nicht-chirurgische Standardtherapie bei Parodontitis. Als Lokalantibiotikum wirkt Ligosan Slow Release nicht nur gezielt, sondern auch schonend. Für den Patienten bedeutet dies eine geringe systemische Doxycyclin-Belastung – für den Therapierenden eine unkomplizierte Behandlung, da sich das Gel selbsttätig abbaut. Das Gel ermöglicht, durch seine zunächst fließende Konsistenz, auch schwer erreichbare Bereiche der Parodontaltasche zu therapieren. Durch die Erhöhung der Viskosität in wässriger Umgebung verbleibt das Gel am Wirkort. Die kontinuierliche Freisetzung des Wirkstoffs in ausreichend hoher Konzentration verläuft über die Dauer von mindestens 12 Tagen [1].

Die Zwischenergebnisse

  • Abb. 1: Nach 3 Monaten reduzierte sich die Sondierungstiefe um durchschnittlich 1,8 mm.

  • Abb. 1: Nach 3 Monaten reduzierte sich die Sondierungstiefe um durchschnittlich 1,8 mm.
Zum Baseline-Zeitpunkt betrug die durchschnittliche Taschentiefe 6,1 mm. Bereits zum ersten Recall nach 3 Monaten wurde eine deutliche Verringerung der Sondierungstiefe um durchschnittlich 1,8 mm beobachtet (Abb. 1). In über 50 % der Fälle konnte eine Reduzierung der Taschentiefen auf unter 5 mm erzielt werden. Der Attachment Loss (AL) konnte im Schnitt um 1,4 mm vermindert werden. Der Sulcus-Blutungs-Index (SBI) der Patienten verbesserte sich durchschnittlich um 39 %. Die Mehrheit der teilnehmenden Parodontologen bezeichnen die Applikation als einfach (66 %) bzw. als schnell (77 %).

Die ersten Zwischenergebnisse der Anwendungsbeobachtung bestätigen die Ergebnisse der klinischen Studien zu Ligosan Slow Release: Auch unter Praxisbedingungen ist durch den Einsatz von Ligosan Slow Release eine Reduktion der Sondierungstiefen und die Verbesserung des Attachment-Levels erzielbar, die mit den Ergebnissen der Zulassungsstudie vergleichbar sind [2].

 


Weitere Informationen:

Heraeus Kulzer GmbH, Hanau, www.heraeus-dental.com


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