Kinderzahnheilkunde


Schutz für gefährdete Grübchen und Fissuren

Applikation des neuen Fissurenversieglers Helioseal F Plus.
Applikation des neuen Fissurenversieglers Helioseal F Plus.

Bei Kindern sind die Fissuren und Grübchen der Zähne kariesgefährdet. Aufgrund ihrer komplexen Oberflächenprofile sind sie schwierig zu reinigen. Es sammelt sich bakterieller Biofilm und das Kariesrisiko steigt. Das Versiegeln von Grübchen und Fissuren zum Beispiel mit dem neuen lichthärtenden Helioseal F Plus von Ivoclar Vivadent kann einen effektiven Kariesschutz ermöglichen [1–4].

  • Abb. 1: Dichter Verschluss der Fissur; REM-Aufnahme (Bild: M. Hauner-Westphal).

  • Abb. 1: Dichter Verschluss der Fissur; REM-Aufnahme (Bild: M. Hauner-Westphal).
    © Ivoclar Vivadent AG
Voraussetzungen für die erfolgreiche Versiegelung sind der vollständige Zahndurchbruch mit frei zugänglichen Fissuren und Grübchen sowie die Compliance der jungen Patienten. Da nur saubere Zähne die Untersuchung zur Einschätzung des Kariesrisikos bzw. der Kariesaktivität erlauben, gehört die professionelle Zahnreinigung zum festen Bestandteil der Behandlung. Als Standardverfahren gilt das Reinigen mit einem rotierenden Bürstchen ohne bzw. mit einer Prophylaxepaste wie Proxyt von Ivoclar Vivadent. Um eine optimale Retention des Versieglers zu erzielen, erfolgt die Konditionierung des Zahnschmelzes mit gelförmiger Phosphorsäure, zum Beispiel Total Etch von Ivoclar Vivadent. Nach gründlichem Abspülen der Säure und sorgfältigem Trocknen muss der Schmelz mattweiß aussehen. Andernfalls sollte das Konditionieren wiederholt werden. Der Versiegler Helioseal F Plus wird auf die sehr gut getrocknete Oberfläche aufgetragen. Die Beschaffenheit des Materials in Verbindung mit der feinen Kanüle ermöglicht ein präzises, sparsames Applizieren. Dank der Fließ- und Benetzungseigenschaften lässt sich Helioseal F Plus auf komplexen Oberflächenstrukturen einfach verteilen. Der dichte Randschluss bietet Schutz gegen kariogene Keime (Abb. 1) und feinkörnige Füllstoffe sorgen für eine glatte Versiegleroberfläche.

Die Belichtungszeit hängt von der Lichtintensität des Polymerisationsgerätes ab. Bei Verwendung von Bluephase Style oder Bluephase G4 von Ivoclar Vivadent reichen 10 Sek. aus, wobei die gesamte Oberfläche des Versieglers mit Licht bestrahlt werden muss. Die Okklusionskontrolle und das Entfernen vorhandener Überschüsse beugen Retentionsverlusten vor. Die anschließende Politur entfernt die oberflächliche Sauerstoffinhibitionsschicht und schafft glatte Übergänge zum benachbarten Zahnschmelz. Die lokale Applikation eines fluoridhaltigen Schutzlacks wie Fluor Protector S von Ivoclar Vivadent unterstützt die Remineralisation geätzter, unversiegelter Stellen. Die Qualität der Versiegelung sollte regelmäßig überprüft werden, wobei sich die Kontrollintervalle vom individuellen Kariesrisiko ableiten. 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Gabriele David


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