Implantologie

Positive Nachkontrolle nach 25 Jahren

Konturenaugmentation mit gleichzeitiger Implantatsetzung

Die gesteuerte Knochenregeneration zählte vor 25 Jahren nicht zu den Standardverfahren und Knochenersatzmaterialien waren noch nicht etabliert. Neue Behandlungsoptionen in der prothetisch orientierten Implantologie wurden erst mit der Einführung von Knochenersatzmaterial vor mehr als 30 Jahren möglich. Heute zählt Geistlich Bio-Oss zum meist eingesetzten Knochenersatzmaterial in der oralen Geweberegeneration. In der nachfolgenden klinischen Falldokumentation stellt Dr. Ueli Grunder, Zollikon-Zürich, die Konturenaugmentation mit Geistlich Bio-Oss Collagen vor. Durch den zusätzlichen Kollagenanteil ist Bio-Oss Collagen für die Verarbeitung und Applikation von großem Vorteil.

Patientenfall (Abb. 1 bis 8)

Aufgrund einer fortgeschrittenen parodontalen Erkrankung und eines schweren Knochenverlustes rund um den infizierten Zahn, musste der obere Prämolar des Patienten extrahiert werden. Im posterioren Oberkiefer wurde ein intraalveolärer Knochendefekt der Klasse I diagnostiziert, ohne eine Dehiszenz oder einen Fenestrationsdefekt vorzuweisen.

  • Abb. 1: Präoperative Röntgenaufnahme, die den schweren Knochendefekt rund um den Zahn zeigt.
  • Abb. 2: 6 Wochen nach der Zahnextraktion ist in der postoperativen Phase eine unauffällige Weichgewebeheilung sichtbar.
  • Abb. 1: Präoperative Röntgenaufnahme, die den schweren Knochendefekt rund um den Zahn zeigt.
  • Abb. 2: 6 Wochen nach der Zahnextraktion ist in der postoperativen Phase eine unauffällige Weichgewebeheilung sichtbar.

  • Abb. 3: Nach der Lappenpräparation wurde an einer Stelle mit einem schweren Knochendefekt ein Implantat eingesetzt.
  • Abb. 4: Zum Auffüllen des Defekts und für eine gute Volumenstabilität wurde Geistlich Bio-Oss Collagen appliziert.
  • Abb. 3: Nach der Lappenpräparation wurde an einer Stelle mit einem schweren Knochendefekt ein Implantat eingesetzt.
  • Abb. 4: Zum Auffüllen des Defekts und für eine gute Volumenstabilität wurde Geistlich Bio-Oss Collagen appliziert.

  • Abb. 5: Die augmentierte Eingriffsstelle wird mit einem Kollagenvlies abgedeckt.
  • Abb. 6: Endgültige Kronenrestauration 6 Monate nach dem Eingriff.
  • Abb. 5: Die augmentierte Eingriffsstelle wird mit einem Kollagenvlies abgedeckt.
  • Abb. 6: Endgültige Kronenrestauration 6 Monate nach dem Eingriff.

  • Abb. 7: Die Röntgenaufnahme nach 25 Jahren präsentiert eine stabile Knochensituation.
  • Abb. 8: Das klinische Bild der Nachkontrolle nach 25 Jahren zeigt eine sehr schöne und stabile Knochen- und Weichgewebesituation.
  • Abb. 7: Die Röntgenaufnahme nach 25 Jahren präsentiert eine stabile Knochensituation.
  • Abb. 8: Das klinische Bild der Nachkontrolle nach 25 Jahren zeigt eine sehr schöne und stabile Knochen- und Weichgewebesituation.

Dieser Patient wurde bereits im Jahr 1991 behandelt. Der Fall zeigt eine der ersten klinischen Anwendungen von Geistlich Bio-Oss Collagen. Aufgrund des intraalveolären Knochendefekts wurde eine Frühimplantation mit gleichzeitiger Augmentation durchgeführt. Die Implantation wurde 6 Wochen nach Extraktion des Prämolars vorgenommen. In der postoperativen Phase erfolgte eine unauffällige Weichgewebeheilung nach Extraktion. Für die Implantatinsertion wurde der Frühimplantationsansatz mit einer Heilungsphase von 6 Wochen gewählt. Die Knochenaugmentation wurde gleichzeitig mit der Implantatinsertion durchgeführt. Das Implantat wurde nach der Lappenpräparation an einer Stelle mit einem schweren Knochendefekt eingesetzt.

Für den Knochenaufbau wurde Geistlich Bio-Oss Collagen in den Defekt appliziert und nach der Augmentation die Eingriffsstelle mit einem Kollagenvlies abgedeckt. Weitere 6 Monate nach dem Eingriff wurde die endgültige Kronenrestauration eingesetzt. Bei der weiteren Nachuntersuchung nach nunmehr 25 Jahren zeigte die Röntgenaufnahme ein stabiles Implantatlager und das klinische Bild bei der Nachkontrolle einen ästhetischen Zahnstatus. 

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Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Ueli Grunder


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