Hygiene


Ihre Praxis? Alles andere als keimfrei!

07.07.2021


Die Bildung von Aerosolen stellt ein klares Hygienerisiko dar. Und das nicht nur im direkten Kontakt mit Ihren Patientinnen und Patienten. Denn: Die Keimbelastung ist unabhängig vom Abstand zur Aerosolquelle (Patientenmund). Bei der Verwendung von High-Speed-Instrumenten kam es in einer Studie von 2006 an allen Messpunkten im zahnärztlichen Behandlungsraum und auf den Gesichtsmasken der Behandler zu signifikanten Verunreinigungen (Rautemaa et al. 2006).

Aerosole, die aus sehr kleinen festen oder flüssigen Partikeln bestehen, können unter anderem auch Bakterien enthalten. Sie setzen sich nur sehr langsam ab und bleiben daher lange in der Raumluft (Miller 1978, Micik 1969).

Um die Keime wirkungsvoll zu bekämpfen, muss man das Problem bei der Wurzel packen und sie dort reduzieren, wo sie sich befinden: in der Mundhöhle. Denn je weniger Keime sich hier tummeln, desto geringer ist das Risiko, sie durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion weiterzugeben.

Antiseptische Spülungen verringern die Keimzahl

Laut DAHZ-Hygieneleitfaden können antiseptische Spülungen der Mundhöhle die Gefahr einer Weitergabe von Krankheitserregern über das Aerosol vermindern (DAHZ 2021). So senkt etwa eine Spülung mit 0,2% CHX (Chlorhexidin) die Gesamtbakterienanzahl gegenüber der Baseline nach 30-sekündigem Spülen 63-fach – ein statistisch signifikanter Wert gegenüber Wasser und 0,12% CHX. Bei aeroben/fakultativ aeroben Bakterien um das 54-fache, bei anaeroben Bakterien sogar um das 12.000-fache. Die Konzentration der CHX-Mundlösung hat also einen wichtigen Einfluss auf die antibakterielle Wirkung (Tomás et al. 2008).
Zudem wird bei einem erhöhten Infektionsrisiko und/oder vor umfangreichen chirurgischen Eingriffen empfohlen, eine orale Antisepsis durchzuführen – etwa durch Spülen mit einer 0,2%igen Chlorhexidin-Lösung (DAHZ 2021).

Chlorhexidin ist der Goldstandard für Ihre Empfehlung (Jones 1997)

  • Reviews bestätigen: Chlorhexidin ist „State of the Art” (Jones 1997, Varoni et al. 2012)
  • Klinisch bewiesene antibakterielle Wirksamkeit z.B. im Bereich des Biofilmmanagements; in vielen klinischen Studien als Positivkontrolle eingesetzt (Arweiler et al. 2006, Lorenz et al. 2007, Veihelmann et al. 2008)
  • Über 40 Jahre Erfahrung

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Literatur:
Arweiler NB, Boehnke N, Sculean A, Hellwig E, Auschill TM.

Differences in efficacy of two commercial 0.2% chlorhexidine mouthrinse solutions: a 4-day plaque re-growth study. J Clin Peridontol. 2006 May; 33(5): 334–9.

Deutscher Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnmedizin (Hrsg.)
Hygieneleitfaden, 14. Ausgabe 2021.

Lorenz K, Bruhn G, Heumann C, Netuschild L, Brecx M, Hoffmann T.
Effect of two new chlorhexidine mouthrinses on the development of dental plaque, gingivitis and dicolouration. A randomized, investigator-blind, placebo-controlled, 3-week experimental gingivitis study. J Clin Peridontol. 2006 Aug; 33(8): 561–7.

Micik RE, Miller RL, Mazzarella MA, Ryge G.
Studies on Dental Aerobiology. I. Bacterial Aerosols generated during dental procedures. J Dent Res. 1969; 48(1): 49–56.

Miller RL, Micik RE.
Air pollution and its control in the dental office. Dent Clin North Am. 1978; 22(3): 453–476.

Rautemaa R, Nordberg A, Wuolijoki-Saaristo K, Meurman JH.
Bacterial aerosols in dental practice – a potential hospital infection problem? J Hosp Infect. 2006; 64(1): 76–81.

Tomás I, Cousido MC, Tomás M, Limeres J, Garcia-Coballero L, Diz P.
In-vivo bactericidal effect of 0.2% chlorhexidine but not 0.12% on salivary obligate anaerobes. Arch Oral Biol. 2008 Dec; 53(12):1186–91. Epub 2008 Sep 9.

Varoni E, Tarce M, Lodi G, Carrassi, A.
Chlorhexidine (CHX) in dentistry: state of the art. Minerva Stomatol. 2012; 61: 399–419.

Veihelmann S, Mangold S, Beck P, Schmid F, Lemkamp V, Schlagenhauf U.
Hemmung des Plaquewiederbewuchses auf Zähnen durch die Chlorhexamed alkoholfrei Mundspül-Lösung. Parodontologie. 2008; 19(3): 326.

Chlorhexamed FORTE alkoholfrei 0,2% Lösung zur Anwendung in der Mundhöhle. Wirkstoff: Chlorhexidinbis(D-gluconat). Zusammensetzung: 100 ml Lösung enthalten 0,2 g Chlorhexidinbis (D-gluconat). Sonstige Bestandteile: Pfefferminzaroma; Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.); Glycerol; Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend) (Ph. Eur.); gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Antiseptische Lösung zur vorübergehenden Keimzahlverminderung im Mundraum, zur Unterstützung der Heilungsphase nach parodontalchirurgischen Eingriffen durch Hemmung der Plaque-Bildung, zur vorübergehenden unterstützenden Behandlung bei bakteriell bedingten Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und bei eingeschränkter Mundhygienefähigkeit. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber Chlorhexidinbis(D-gluconat), Pfefferminzaroma (enthält Benzylalkohol, Citral, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Limonene und Linalool) oder einen der sonstigen Bestandteile. Darf nicht angewendet werden: auf schlecht durchblutetem Gewebe, bei Wunden und Geschwüren (Ulzerationen), oberflächlichen, nicht-blutenden Abschilferungen der Mundschleimhaut (erosiv-desquamativen Veränderungen), von Personen, die das Schlucken nicht richtig kontrollieren können (u. a. Kinder. < 6 J). Kontraindiziert bei Kindern unter 6 Jahren. Nebenwirkungen: Sehr häufig: belegte Zunge. Häufig: reversible Verfärbungen des Zahnhartgewebes, reversible Verfärbungen von Restaurationen (u.a. Füllungen) u. der Zungenpapillen, trockener Mund, kribbelndes oder brennendes Gefühl auf Zunge zu Beginn der Behandlung, reversibles Taubheitsgefühl der Zunge. Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (u.a. Urtikaria, Erythem, Pruritus). Sehr selten: anaphylaktischer Schock, reversible desquamative Veränderung der Mukosa, Reizungen der Mundschleimhaut. Nicht bekannt: reversible Parotisschwellung, reversible Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens, Warnhinweis: Enthält Pfefferminzaroma u. Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.). Das Pfefferminzaroma enthält Benzylalkohol, Citral, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Limonene und Linalool. Apothekenpflichtig. Stand: 02/2021. GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG, Barthstraße 4, 80339 München.

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Nachhaltige Zahnmedizin – so geht's
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Die Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele der UN darf keine Utopie bleiben.
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Wie?! – Dies erfahren Sie auf der Karlsruher Konferenz am 18. März 2022 online.