Digitale Praxis


Schneller Intraoralscan, höhere Auflösung, weitreichende Indikation

17.03.2020
aktualisiert am: 18.03.2020

Planmeca Emerald S mit Cariosity-Spitze.
Planmeca Emerald S mit Cariosity-Spitze.

Digitale Abformungen haben längst selbst ihre einstigen Skeptiker überzeugt. Die Bedeutung von Intraoralscannern steigt sogar weiter an, weil sie immer genauer scannen und die dentalen Oberflächen unmittelbar in der benötigten Auflösung erfassen. Kurz: Die Geräte werden noch leistungsfähiger – und bringen darüber hinaus auch mehr Tempo und Anwendungskomfort mit in die Praxis.

  • Intraoralscanner zeigen sich in Verbindung mit einer leistungsfähigen Software immer stärker in puncto „Kommunikation“ – gegenüber dem Patienten, innerhalb des eigenen Teams und beim Austausch mit externen Kollegen.

  • Intraoralscanner zeigen sich in Verbindung mit einer leistungsfähigen Software immer stärker in puncto „Kommunikation“ – gegenüber dem Patienten, innerhalb des eigenen Teams und beim Austausch mit externen Kollegen.
    © Planmeca
Schnelle Scans mit hoher Benutzerfreundlichkeit überzeugen das gesamte zahnärztliche Team ebenso wie seine Patienten. Das Paradebeispiel sieht so aus: Wenn eine Restauration nötig wird, dann soll von der Diagnose über die Präparation bis zur Eingliederung alles in einem einzigen Behandlungstermin erfolgen können.

Intraoralscanner, wie z.B. der Emerald S von Planmeca, schaffen dafür eine wesentliche Voraussetzung, denn sie bilden die klinische Situation in einem digitalen Datensatz ab und heben dadurch die zuvor scharfe Trennung zwischen Praxis- und Labor-Dienstleistung auf. Heute arbeiten das zahnärztliche und das Laborteam von A bis Z in einem vollintegrierten Workflow. Damit wird nicht zuletzt so mancher Postversand überflüssig, während gleichzeitig u.a. Abformmaterial eingespart wird.

Digitale Abformung mit weitreichender Indikation

Wie genau Intraoralscans die klinische Situation heute erfassen, lässt sich am besten am derzeitigen Indikationsspektrum festmachen. In der zahngetragenen wie in der implantatgetragenen Prothetik hilft der Intraoralscanner dem Zahnarzt mit einem sofortigen Feedback, seine Präparation zu überprüfen. Der finale Intraoralscan ermöglicht als digitale Abformung die passgenaue Herstellung von Kronen, Inlays, Onlays, Veneers und Brücken. Selbst ganze Zahnbögen lassen sich ohne weiteres mit der nötigen Präzision scannen, um anschließend festsitzenden oder auch herausnehmbaren Zahnersatz im CAD-Design zu konstruieren. Speziell für die Implantologie, die MKG-Chirurgie und die Kieferorthopädie stellt die Kombination von Intraoralscans mit digitalen Volumenaufnahmen einen entscheidenden Fortschritt bei der Behandlungsplanung dar. Im KFO-Bereich kommt es unter Verwendung geeigneter Software (z.B. Planmeca Romexis) zu einer immer engeren Vernetzung der digitalen Abformung mit der Herstellung von Bracket-Positionierungsschablonen oder Alignern.

Die Technologie wächst über sich hinaus

Auch wenn in seltenen Einzelfällen noch zur analogen Abformung gegriffen werden sollte (etwa beim unbezahnten Kiefer): Die Funktionalität von Intraoralscannern erweitert sich jenseits der Abformung in Richtung Kariesdiagnostik und Patientenkommunikation. Dafür stehen spezielle Aufsätze zur Verfügung. Zum Beispiel ermöglichen es manche Systeme, mithilfe von Nahinfrarotlicht quasi durch den Zahn hindurchzusehen und dabei Karies zu erkennen (z.B. Cariosity Tip, Planmeca Emerald S). Durch die softwaregestützte Kombination mit 2D- oder 3D-Röntgenaufnahmen lässt sich insgesamt eine schnellere und sicherere Diagnose stellen.

Neue Stärken entwickelt der Intraoralscanner zurzeit auch in der Kommunikation. So können bestimmte Modelle auch als Intraoralkamera fungieren und punkten dabei mit einer optimierten Zahnfarbenerkennung (z.B. Planmeca Emerald S). Mit einem Schnappschuss lässt sich die klinische Situation dem Patienten gegenüber veranschaulichen. Diese Ergänzung des Bildmaterials erleichtert darüber hinaus auch die Diskussion des betreffenden Falles mit Kollegen.

Plug and play – so mag jeder intraoral scannen

  • Für eine kleinere Mundöffnung steht eine extra schlanke Spitze zur Verfügung.

  • Für eine kleinere Mundöffnung steht eine extra schlanke Spitze zur Verfügung.
    © Planmeca
Über ihre Kommunikationsstärke hinaus macht die digitale Abformung mit einem solchen System viel Freude. Der Scanner liegt federleicht in der Hand, lässt sich ganz einfach von einem Behandlungszimmer ins andere mitnehmen und dort direkt an eine geeignete Behandlungseinheit oder einen PC anschließen. Bedienen lässt sich das Gerät wahlweise über Tastatur und Maus – auch ein Touchscreen ist möglich – oder über den Fußschalter. Dank der beheizbaren Scannerspitze wird ein Beschlagen verhindert. So geht jeder Scan schnell von der Hand, zum Beispiel ein ganzer Zahnbogen in weniger als 1 Minute. Je nach klinischer Situation und persönlicher Arbeitsweise wählt der Anwender zwischen verschiedenen Aufnahme-Modulen. Zum Beispiel steht Planmeca PlanCAD Easy für einen ausgesprochen einfachen Workflow zur Herstellung von hochwertigen prothetischen Restaurationen – scannen, designen, fräsen, fertig. Das Modul Planmeca Romexis Model Analyser bietet optimierte Tools zur Analyse und Vermessung von Scans und für einen zum 3D-Druck hin erweiterten Workflow.

100%ig offen

Und die Verbindung zu anderen Systemen? Die Frage ist berechtigt, denn in der Fachpresse stößt der Leser immer wieder auf Hinweise wie diesen [1]: „Nach Auskunft von Praktikern bestehen weiterhin Probleme, wenn Scanner-Datensätze zum Beispiel zur CAM-Fertigung von Restaurationen im Labor genutzt werden sollen. Um ihre eigenen Produkte zu verkaufen, schirmen verschiedene Anbieter ihre Systeme offenbar über spezielle STL-Datensätze von spezialisierten Lösungen externer Produzenten ab.“ Das oben als Beispiel herangezogene System (Planmeca Emerald S/Software: Planmeca Romexis) zeigt sich dagegen 100%ig offen. Abdruck-Datensätze lassen sich ohne Behinderung durch „spezielle Abschirmdienste“ an Dritte exportieren und insbesondere über einen herstellereigenen Cloud-Service ganz einfach an Dentallabore senden. Dass diese Offenheit mit einer ebenso ausgeprägten Sicherheit der Daten einhergeht, ist in Zeiten von DSGVO und Co. selbstverständlich. Hierfür sorgen Verschlüsselungen sowie individualisierbare Benutzerberechtigungen und Mechanismen zur Rückverfolgbarkeit von Zugriffen.

Fazit

Angesichts des Stands der Technik stellt sich die Frage: „Warum überhaupt digital?“ heute nicht mehr, stattdessen: „Digital erfolgreich – aber wie?“ Der Einstieg in den digitalen prothetischen Workflow erfolgt über einen Intraoralscanner, der extrem schnell scannt, dabei eine hohe Auflösung erzielt und viele Indikationen erschließt. Das alles funktioniert heute bei spürbarer Benutzerfreundlichkeit. Ebenfalls von entscheidender Bedeutung: Moderne Systeme zur digitalen Abformung erlauben auch ein unter ergonomischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaftes Arbeiten. Auf der einen Seite bieten sich Einsparungspotenziale bei Versand-, Bevorratungs- und Materialkosten, auf der anderen Seite sorgt die Unmittelbarkeit der Technologie für einen spürbaren Zeitgewinn.  

Literatur
[1] Koch JH: Dem Patienten virtuell zeigen, was in der Praxis möglich ist. zm 109 (7), 12-14 (2019).


Weitere Informationen:

Planmeca Vertriebs GmbH
Hermannstraße 13
20095 Hamburg
info(at)planmeca.de
www.planmeca.de


Warum ein sicherer Infektionsschutz für den zuverlässigen Betrieb der Zahnarztpraxis so wichtig ist und wie das am besten gelingt, erfahren Sie auf der Informationsseite
Hygiene schützt Leben‘. 

Weitere Informationen

Am 01. April 2020 von 14:00-15:00 Uhr erfahren Sie in unserem kostenlosen Live-Webinar relevante Handlungsempfehlungen für Ärzte und Zahnarztpraxen zum Thema Coronavirus.

Jetzt anmelden

Kennen Sie alle notwendigen Maßnahmen und Verhaltensweisen im Umgang mit COVID-19?

Hier kostenlose Informationen