Digitale Praxis


Modellscanner versus Intraoralscanner

16.08.2019

© imes-icore GmbH
© imes-icore GmbH

Dass sich Zahnarztpraxen und Dentallabore zusehends digitalisieren müssen, ist spätestens seit der diesjährigen IDS klar. Der digitale Workflow startet bei vielen Praxen bereits bei der Anamneseerhebung, indem die Patienten den Erhebungsbogen via Tablet im Wartezimmer ausfüllen.

Der digitale Weg setzt sich fort z.B. beim Scannen der Zahnsituation des Patienten am Behandlungsstuhl. Die hierfür zum Einsatz kommenden Intraoralscanner können für unter 20.000 Euro erworben werden. Die gescannten Daten werden im STL-Format an das Dental- oder Praxislabor weitergegeben.

Alternativ kann aber auch auf die altbewährten Modellscanner zurückgegriffen werden. In diesem Fall startet der digitale Workflow erst nach dem Erstellen des Modells. Ausgangsformat sind ebenfalls STL-Dateien. Diese Modellscanner sind bereits ab 9.000 Euro erhältlich und je nach Anforderung eine gute und richtige Wahl. Diese gewonnenen Scandaten werden sofort mit der entsprechenden CAD-Software verarbeitet. Die Software chairsideCAD von exocad ermöglicht, Wizard-geführt Zahnersatz zu designen und je nach Indikation zu prüfen. Die erstellten Datensätze werden danach automatisiert an die integrierte CAM-Software übergeben die automatisch die Daten berechnet.

Das Können entscheidet

Ob die Arbeiten nun im Praxislabor bearbeitet oder digital an das Zahntechniklabor weitergegeben werden, hängt von den Möglichkeiten der jeweiligen Praxis ab.

Auf die Fräse, fertig, los?

Im Wizard-geführten Arbeitsprozess werden die Daten im Handumdrehen berechnet und auf digitalem Weg z.B. wifi an die Fräsmaschine übergeben, die dann bestimmt, in welchem Umfang die Fräsarbeiten durchgeführt werden können.

Das Frässystem CORiTEC one von der Firma imes-icore GmbH wurde speziell für Praxislabore zur Herstellung von sogenannten „Same day“-Restaurationen konzipiert. Das lediglich 38 cm breite Fräsgerät CORiTEC one findet ohne Weiteres in jedem Praxislabor oder Behandlungszimmer Platz. Es ist keine externe Druckluft erforderlich, lediglich ein Stromanschluss muss vorhanden sein. Das System ermöglicht ein schnelles und effektives Fräsen und Schleifen von CAD/CAM-Blöcken aller Art, bis hin zu Blöcken für dreigliedrige Restaurationen. Ein besonderes Highlight des Systems ist die Bearbeitung von vorgefertigten (präfabrizierten) Implantat-Abutments in Titan. Das Frässystem CORiTEC one kann bereits ab 24.000 Euro erworben werden, und hat daher eine kurze Amortisationszeit.

Eine Fräsmaschine nur für Techniker?

Fräsmaschinen, die speziell für das Praxislabor konzipiert sind, bestechen durch ihre einfache Bedienung, denn via Touchscreen wird genau angezeigt, was Step by Step zu tun ist. Zum Beispiel wird angezeigt, welches Material und Werkzeug für den jeweils ausgewählten Patientenfall benötigt werden und wo diese in die Maschine einzubringen sind. Es sind somit keine langwierigen und zeitraubenden Schulungen des Personals erforderlich.

Es gilt somit: Das Material einsetzen, den richtigen Job auswählen und die Maschine starten. Im Schnitt ist ein Fräs/Schleifvorgang nach 15 Minuten, je nach Arbeitsauftrag, abgeschlossen. Danach kann der fertige Zahnersatz eingesetzt werden. Komplexere Arbeiten können je nach Know-how innerhalb des Praxislabors selbst erstellt oder aber direkt an Dentallabore übertragen werden. Beides trägt zur Flexibilität und Kosteneffizienz bei der Zahnersatzanfertigung bei. 


Weitere Informationen:

imes-icore GmbH
Im Leibolzgraben 16
36132 Eiterfeld
info(at)imes-icore.de, www.imes-icore.de


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