Allgemeine Zahnheilkunde

Nachstehendes Produkthighlight beruht auf Herstellerangaben

Nicotinersatztherapie mit dem NICORETTE® TX Pflasterprogramm

Die Effektivität des NICORETTE TX Pflasterprogramm der Johnson & Johnson ist durch Studien belegt.
Die Effektivität des NICORETTE TX Pflasterprogramm der Johnson & Johnson ist durch Studien belegt.

Bei der Tabakentwöhnung kann die Nicotinsubstitution eine wichtige Rolle spielen, hilft sie doch, die Entzugssymptome zu reduzieren und damit dem Raucher, seine Rauchgewohnheit abzulegen. Für die Therapie stehen rezeptfreie Nicotinkaugummis, Lutschtabletten, Sublingualtabletten, Inhaler und Pflaster zur Verfügung. Nachstehend wird das neue NICORETTE® TX Pflasterprogramm der Johnson & Johnson GmbH vorgestellt, dessen Effektivität durch eine aktuelle klinische Studie belegt werden konnte.

NICORETTE® Pflaster, Kaugummi, Inhaler und Microtab sind bewährte und wirksame Nicotinersatzpräparate zur Unterstützung der Rauchentwöhnung, die die Erfolgschance dauerhaft rauchfrei zu werden in etwa verdoppelt. Über 123 klinische Studien belegen ihre Effektivität1. Aktuelle Leitlinien und Empfehlungen bestätigen die Nicotinersatztherapie als Therapie der ersten Wahl in der Behandlung der Tabakabhängigkeit2,3,4. Anbieter von Nicorette ist die Johnson & Johnson GmbH, die deutsche Tochter des gleichnamigen globalen Konzerns mit den Geschäftsfeldern Consumer, Pharma und Medical. In Deutschland ist dem Zahnarzt der Geschäftsbereich Consumer mit Listerine und Dolormin bekannt, dazu gehören aber auch Produkte, die viele aus dem privaten Bereich kennen, wie z. B. Imodium, o.b., Carefree, Compeed oder Neutrogena. Seit November 2009 wird zur „Nicorette“, die ebenfalls zum Consumerbereich gehört, das neue NICORETTE® TX Pflasterprogramm für starke Raucher angeboten, das von Beginn an mit der bisher höchsten Dosierung für Nicotinpfl aster startet.

Das Produkt – Wirkweise und Anwendung

Nicorette® TX Pflaster sind rechteckige Pfl aster, die nach Aufkleben auf die Haut kontinuierlich Nicotin in geeigneter Dosierung über 16 Stunden freisetzen. Das Nicotin liegt in den Pflastern in einem Feststoffverbund vor und resorbiert langsam durch die Haut. Die Resorption wird durch Diffusion durch die Klebeschicht in den Pfl astern gesteuert, so dass ein schnelles Anfl uten von Nicotin im venösen und vor allem arteriellen Blut, wie es beim Rauchen einer Zigarette auftritt, vermieden wird. Durch die schrittweise Reduktion der durch die Pflaster zugeführten Nicotindosis wird der Patient langsam von seiner Tabakabhängigkeit entwöhnt.
Die Pflaster gibt es in 3 Dosisstärken: Nicorette® TX Pflaster 15 mg, Nicorette ® TX Pfl aster 10 mg und neu auch Nicorette® TX Pflaster 25 mg (s. u.). Das Pflaster ist in unterschiedlichen Dosierungsstärken erhältlich, weil sich gezeigt hat, dass sich die Dosierung an der Tabakabhängigkeit des Rauchers orientieren sollte. Demnach unterscheidet der Hersteller ein Dosierungsschema zwischen Rauchern, die stark tabakabhängig sind, was mit mehr als 20 Zigaretten pro Tag gleichgesetzt wird und Rauchern, die weniger stark tabakabhängig sind (bis 20 Zigaretten am Tag). Diesen wird empfohlen, das Nicorette® TX Pflaster 15 mg 8 Wochen und anschließend Nicorette® TX Pflaster 10 mg für 4 Wochen anzuwenden, während den starken Rauchern ein 3-stufiges Dosierungsschema vorgeschlagen wird: 8 Wochen Nicorette® TX Pfl aster 25 mg, 2 Wochen Nicorette® TX Pflaster 15 mg und 2 Wochen Nicorette ® TX Pfl aster 10mg. Das Pflaster ist morgens nach dem Aufstehen auf eine entsprechende Stelle am Oberkörper, Oberarm oder an der Hüfte aufzukleben und am Abend vor dem Schlafengehen wieder zu entfernen. Somit wird die Veränderung des Nicotinspiegels im Zusammenhang mit dem Wach-Schlaf- Rhythmus bei Rauchern nachgeahmt, die ebenfalls während des Schlafs kein Nicotin aufnehmen.

Höhere Dosierung im neuen Pfl aster klinisch erfolgreich

Die besten Ergebnisse mit Nicotinpräparaten werden erzielt, wenn die Wahl des Präparates den Nicotinabhängigkeitsgrad und das Rauchverhalten berücksichtigt. Aus diesem Grund wurde nun das neue Pfl aster Nicorette® TX 25 mg mit einem höheren Grad an Nicotinsubstitution und einer daraus resultierenden stärkeren Reduktion der Entzugssymptomatik entwickelt, denn die Entzugserscheinungen und das Rauchverlangen sind in den ersten 2 Tagen nach dem Rauchstopp am höchsten, halten meist einige Tage bis wenige Wochen an5 und führen häufi g zu einem Rückfall6. Während alle bisher verfügbaren Pfl as ter der höchsten Inhaltsmenge einen Nicotinplasmaspiegel von etwa 10 ng/ml erzielen, können mit dem neuen Pfl aster Nicorette® TX 25 mg mittlere Nicotinplasmaspiegel von bis zu 17 ng/ml erreicht werden. Dies entspricht einer Substitution von 50 bis 75 % des beim Rauchen von Zigaretten erzielten Nicotinspiegels (ca. 25-30 ng/ml bei 20 Zigaretten/Tag) und bedeutet eine deutlich bessere Nicotinversorgung für starke Raucher7. Das Pflaster wurde jüngst in der CEASE-Studie, einer paneuropäischen Wirksamkeitsstudie, randomisiert und plazebo-kontrolliert in 36 Studienzentren und mit 3.575 Probanden an Lungenfachkliniken untersucht8. Als Ergebnis lässt sich u. a. festhalten: Nicorette® TX Pflaster 25 mg reduziert typische Entzugssymptome bereits in der ersten Woche um 79 % gegenüber dem Plazebo, und es ermöglicht gegenüber dem herkömmlichen 15-mg-Pflaster einer signifikant höheren Anzahl an Rauchern (53% vs. 47%) einen erfolgreichen Rauchausstieg in der ersten Woche9. Dies ist insofern bedeutsam, da die vollständige Rauchfreiheit in der ersten Woche nach dem Rauchstopp doch ein wichtiger Prädiktor für eine dauerhafte Abstinenz8 darstellt.

Raucherentwöhnung in der Kammerfortbildung

Das Thema der Rauchentwöhnung in der zahnärztlichen Praxis findet zunehmend auch seinen Eingang in die Fortbildungsangebote der Kammern. Schließlich ist das zahnärztliche Team prädestiniert, eine Raucherberatung durchzuführen10,11. Dies deshalb, da Zahnärzte von allen Gruppen im Gesundheitswesen die häufigsten Kontakte mit Patienten12 haben und mit der Rauchentwöhnung Risikofaktoren für orale und allgemeine Krankheiten reduzieren können. Prof. Dr. Kleber, Berlin, greift z. B. in seinem Referat „Prophylaxe – nur PZR? Besser ganzheitlich“ am 3. März 2010 u. a. folgende Fragen auf: „Wie können der Zahnarzt und sein Team bei der Rauchentwöhnung aktiv werden, welche Strategien und Methoden sind praktikabel und wirksam, wie funktioniert eine Nicotinersatztherapie und was ist davon zu erwarten? (siehe www.pfaffberlin. de). Diese Veranstaltung findet am 28. April 2010 auch in Magdeburg statt.

  • Dr. Holger Gehrig: „Die Motivierung des Patienten ist der Schlüssel zum Erfolg in der Rauchentwöhnung.“

  • Dr. Holger Gehrig: „Die Motivierung des Patienten ist der Schlüssel zum Erfolg in der Rauchentwöhnung.“

Co-Referent Dr. Holger Gehrig, niedergelassener Zahnarzt in Kandel, wird darüber berichten, wie eine erfolgreiche Rauchentwöhnung zu einer hohen Patientenzufriedenheit und -bindung führen kann. Seiner Meinung nach ist der Einstieg in die Entwöhnung entscheidend, was er in der Frage formuliert: „Wie spreche ich meine Patienten an?“ Grundsätzlich sollte schon in der Anamnese nach den Rauchgewohnheiten gefragt werden bzw. versucht werden herauszufinden, ob der Patient bereit ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Ferner wird ein speziell für das Praxisteam entwickeltes und bewährtes Therapieschema vorgestellt, das mit den derzeit effektivsten Methoden arbeitet: Medikamentöse Therapie in Form von Nicotinersatz und ärztliche Unterstützung. Dr. Gehrig gibt in seinem Vortrag konkrete Handlungsempfehlungen für das Vorgehen am Patienten sowie entsprechende Abrechungshinweise.

An dieser Stelle noch ein Hinweis: In der Reihe „Nicorette Science“ steht seit Ende Januar „Rauchen, gesundheitliche Risiken und Therapie. Ein Kompendium für Ärzte und andere Gesundheitsberufe“ ( Herausgeber Johnson & Johnson GmbH, ISSN 1868-3681) zur Verfügung.

Download und weitere Informationen sind erhältlich bei Johnson & Johnson unter www.nicorette.de, www.nicorette-science.de und www.jnjgermany.de


Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Ulrike Osswald-Dame

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Ulrike Osswald-Dame



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